Erfahrungsberichte aus Auckland

Onehunga High School: Sophie U.

Der Flug um die halbe Welt nach Neuseeland war ziemlich aufregend und anstrengend zugleich. Beim guten Servicepersonal im Flugzeug konnte man schon mal die ersten Englischkenntnisse testen und als wir dann endlich da waren, hatte man ohnehin keine andere Wahl mehr.

Meine Familie war um zwei Uhr morgens am Flughafen selber ziemlich müde und deshalb sind wir gleich zu meinem künftigen kleinen, aber unglaublich gemütlichen Haus in Hillsborough gefahren. Das war schon seltsam, auf der linken Straßenseite zu fahren, das Steuer rechts, und in ein ganz fremdes Haus zu kommen.

Die ersten Tage habe ich versucht, mich einzuleben und mich an die zum Teil total anderen Sitten zu gewöhnen. In der ersten Woche hat noch eine weitere Deutsche bei mir gewohnt. Wir waren gleich shoppen und sind an den Strand gegangen, der am Ende unserer Straße lag. Es war sehr warm, aber meine Gastfamilie hatte einen schönen Pool mit Terrasse, wirklich beinahe wie im Hotel.

In der ersten Woche, in der auch das Vorbereitungscamp standfand, das unsere Gruppe bei den Maoris und auf einem Survival Camp (das war echt cool) verbracht hat, war es sehr gut für mich, dass ich noch eine Deutsche an meiner Seite hatte. Danach habe ich schon gemerkt, dass ich jetzt mit kleinen Problemen in Englisch auf mich allein gestellt war. Aber insgesamt war es mit der Sprache eigentlich überhaupt kein Problem. Zumal ich, wie gesagt, riesiges Glück mit meiner Familie hatte! Meine Gastschwester war genauso alt wie ich und hatte zufälligerweise auch noch denselben Namen. In den Ferien sind wir mit ihrem Boot zu einer der wunderschönen Inseln um Auckland gefahren und an ihrem Geburtstag sind wir im Sky Tower essen gegangen. Queen Street und Auckland Zoo: das ließ sich alles sehr schön so leben.

Aber das wichtigste fehlte ja noch: die Schule. Am ersten Tag haben wir die durchaus interessante Uniform bekommen und der ganze Schreibkram wurde erledigt. Trotz einer Führung durch die Schule habe ich immer wieder gesucht wo ich hin muss, weil alles viel, viel größer und breiter ist als in Deutschland. Aber man hat seine sechs Fächer immer in der gleichen Reihenfolge und findet sich schon zurecht. Am zweiten Tag war dann das erste Mal Unterricht, zuerst zehn Minuten Form Class mit deiner Klassenlehrerin und dann fünf Stunden, mit Morning Tea und 45 Minuten Lunch Time dazwischen.

Auf meiner Schule waren sehr viele Nationalitäten bunt gemischt und bei Festen wie dem Polyfest wurden Tänze und Shows aus den jeweiligen Ländern aufgeführt. So auch in der Assembly, in der jeden Dienstag alle Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe zusammenkommen. Dort gab es oft tolle Theateraufführungen. Nach und nach gesellte man sich zu den Kiwis und blieb nicht mehr nur im International Room oder bei den anderen Deutschen.

Es ist auf jeden Fall wichtig immer schön Englisch zu sprechen, egal mit wem, und dass man auf die sonst überaus freundlichen Neuseeländer zugeht, dann hat man gar keine Probleme. Im Unterricht selber sind sie meist hinter unserem Stoff in Deutschland, aber man kann viele neue Methoden lernen. Die Lehrer sind einfach unglaublich nett zu dir. In der Regel behandeln die Schüler sie wie ganz normale Kumpels, das ist wirklich alles sehr viel lockerer und ein beneidenswertes Verhältnis. Und wenn man dann außerhalb der Schule noch mit den Klassenkameraden auf Parties geht, lernt man immer mehr Leute kennen und ist sofort in dem Kreis drin.

Zuhause habe ich oft meiner Schwester bei den Hausaufgaben geholfen, wir haben uns so richtig gut verstanden und viel zusammen unternommen und erlebt. Zu meinen Eltern habe ich auch ein offenes Verhältnis aufgebaut, sie waren für mich am Schluss „Mum and Dad“. In den Ferien am Schluss sind wir auch zusammen nach Christchurch gefahren und haben Freunde besucht, die so typisch neuseeländisch herzlich waren und immerzu “lovely” und “darling” gesagt haben. Am Flughafen wollte ich einfach nur davonrennen und in Neuseeland bleiben. Ich vermisse es immer noch, und die Zeit war einfach zu kurz. Ich werde sie aber trotzdem nie vergessen und natürlich war ich trotzdem froh, in Berlin meine Familie und alle meine Freunde wieder zu sehen.

Sophie Ullrich

Onehunga High School, Auckland

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