Western Springs College: Lucy G.

Jetzt bin ich schon eine Woche wieder in Deutschland und wünsche mir nichts Sehnlicheres als wieder zurück in das wunderschönste Land der Welt, Neuseeland. Die Zeit, die ich dort verbrachte, war nicht nur die schönste sondern auch die lehrreichste. Ich habe so viele schöne Erinnerungen mitgenommen, sodass ich mir wünsche einfach die Zeit zurückdrehen zu können um das erlebte Abendteuer nochmal zu durchleben.

Nach einem sehr langen Flug kam ich müde, aber zu aufgeregt um ans Schlafen zu denken, in Auckland an. In meinem Kopf waren tausende Fragen. Wie ist die Gastfamilie? Wie werden sie mich empfangen? Und die wohl meist gestellte Frage: Wie werde ich mit meinem Englisch zurechtkommen? Obwohl ich das kommende Abenteuer kaum erwarten konnte, hatte ich Angst. Schließlich kannte ich keinen und wusste, dass ich meine Familie drei Monate nicht sehen werde.

Nachdem aber meine Gastfamilie mich herzlich empfangen hatte und ich mich gleich mit allen sehr gut verstanden hatte, war meine Angst verschwunden. Auch muss ich noch dazu sagen, dass es in Neuseeland Sommer war und ich aus dem kalten Deutschland kam. Dadurch ging es mir noch besser und ich hatte kein Heimweh.

Mein erster Tag in der Schule war sehr schön. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und mich gleich mit allen gut verstanden. Auch die Lehrer waren alle sehr freundlich zu mir.

Was mir besonders gefallen hat, dass ich meinen eigenen Stundenplan zusammenstellen konnte und all die Fächer nehmen durfte, die ich wollte. Damit hatte ich Physical Education (Sport), Arts, Maths, English, Graphics and Food Technologie. Dazu muss ich sagen, dass Food Technologie das beste Fach war. Das Kochen hat mir sehr viel Spaß gemacht und all die schönen Rezepte möchte ich auch bald in Deutschland ausprobieren.

Die Kiwis sind hilfsbereit, freundlich und neugierig. Ständig wird man angesprochen und steht im Mittelpunkt. Was ich manchmal schon sehr anstrengend fand aber dadurch gewinnt man viele neue Freunde und Langeweile kommt nicht auf. Auch laden die Kiwis einen auf viele Partys ein, die sehr witzig sind und man viel Spaß hat.

Unter der Woche habe ich mit meinen neuseeländischen Freunden oder mit den anderen internationalen Schülern viel unternommen. Wir sind shoppen gegangen, ins Kino, zum Strand oder haben uns bei jemandem zuhause getroffen. Da das Wetter großartig war, waren die Strandbesuche am schönsten. Wie ich das alles vermisse! Die neuseeländischen Strände sind wunderschön, wie in einem Märchen Aber auch wenn das Wetter mal nicht so schön war zum Schwimmen, ein Spaziergang am Strand erfreute das Herz.

Mit meiner Gastfamilie habe ich auch vieles unternommen. Wir waren oft bei Freunden eingeladen und haben viel gegrillt. Es war immer sehr lecker. Manchmal haben wir auch einen Filmeabend gemacht, wo die ganze Familie zusammen die Zeit verbrachte. Das Abendessen haben wir auch immer gemeinsam gegessen.

Nach drei wirklich schönen Monaten in Neuseeland, habe ich eine Südinseltour gemacht. Das kann ich nur empfehlen! Dort hatte man die Möglichkeit mit Delphinen zu schwimmen, einen Bungeejump zu machen, Skydiving und und und.. Natürlich kostet das ordentlich, aber es lohnt sich! Die Südinsel ist noch viel schöner als die Nordinsel, wobei ich sagen muss, dass ich trotzdem froh war auf die Nordinsel gekommen zu sein, weil man dort viel mehr machen konnte als auf der Südinsel. Die Südinsel hat nicht sehr viel zu bieten als eine grenzenlose, schöne Natur. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf der Südinsel etwas langweilig werden kann, aber wahrscheinlich sieht es jeder anders.

Dieser Austausch hat mich geprägt und verändert. Ich bin viel offener und selbstbewusster geworden und all die schönen Erinnerungen kann mir keiner wegnehmen. Es war mit Abstand die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe und ich danke meinen Eltern sehr mir das ermöglicht zu haben. Die Zeit war großartig und auch wenn ich manchmal schon sehr Heimweh hatte, genoss ich jeden einzelnen Moment. Dieser Austausch hat mir persönlich auch geholfen zu sehen, was mir wirklich wichtig ist und wie meine weitere Zukunft aussehen soll. Mich hat dieser Austausch reisesüchtig gemacht.