Erfahrungsberichte aus Wisconsin

McFarland: Jasmin L.

Mein Name ist Jasmin und ich habe ein Jahr in Wisconsin, einem nord-östlich gelegenen U.S. Staat, verbracht. Mein zuhause war die kleine 7000 Einwohner Stadt McFarland in der Nähe von Madison, der Hauptstadt von Wisconsin - meiner Meinung nach die perfekte Umgebung um das "all American life" zu erleben.

Aber jetzt erstmal ganz von vorne: Ich habe glücklicherweise schon im Januar erfahren, wo und mit wem ich mein Auslandsjahr verbringen würde. Die Betonung liegt hier ganz klar auf "glücklicherweise" denn ich weiß, dass die meisten erst ab Juni über ihren Aufenthaltsort Bescheid wissen. Jedenfalls habe ich mich wahnsinnig gefreut und konnte auch direkt meine zukünftige Gastmutter Amy kontaktieren.

Nach einem halben Jahr gefüllt mit Vorbereitung, Vorfreude und leider auch Abschied nehmen, ging es Ende August dann endlich los. Ich war super nervös meiner Gastmutter zu begegnen, aber sie war von Anfang an sehr sehr freundlich und wollte immer wissen wie ich mich fühle.

Bald hatte ich dann auch schon meinen ersten Schultag. Ich bin immer noch beeindruckt von der Freundlichkeit all meiner Mitschüler und Lehrer. Alle waren immer sehr hilfsbereit und so fand ich mich von Anfang an sehr gut zurecht. 
Meine Freunde lernte ich jedoch nicht während der Schulzeit, sondern nach der Schule im Drama/Musical Club kennen. Und das sogar ziemlich schnell. Also kann ich nur empfehlen einem Club oder Sportteam so bald wie möglich beizutreten!
Trotz all der guten Erfahrungen und interessanten Kurse (dazu später mehr), die ich in der Schule hatte, ging es zuhause mit meiner Gastmutter leider bergab- aus unterschiedlichen, familiär bedingten Gründen. Also entschloss ich mich nach zwei Monaten, meine Gastfamile zu wechseln. Ich war unheimlich froh und dankbar, dass ich von meinem Area Rep und meinen Freunden, sowie meinem Guidance Counselor (die Frau die sich in der Schule um mich gekümmert hat) unterstützt wurde, sodass der Wechsel relativ schnell zustande kam. 
Meine neue Gastfamile war (und ist) der Wahnsinn und ich war bald ein anerkanntes Mitglied im Familienleben. Ich hatte einen Gastbruder (Brett), der gerade mit dem College fertig war und für eine Übergangszeit zuhause lebte und zwei Gastschwestern (Bree und Jeanette), die jedoch beide schon aus dem Haus waren. Mit meiner Familie habe ich viele tolle Dinge erlebt und meine Gasteltern (Fred und Marie-Claire) standen mir immer zur Seite. 
Jetzt aber mal wieder zurück zum Thema Schule und Unterricht in den USA: Die McFarland High School ist im Laufe des Jahres wie ein zweites Zuhause für mich gewesen. Dort fand womöglich der Großteil meines Aufenthaltes statt, da ich auch nach dem regulären Unterricht dort noch Zeit verbrachte - wie schon erwähnt am Anfang im Dramaclub und dann später im Basketballteam und als Manager des Track and Field Teams.

Doch auch der Unterricht selbst war unfassbar aufregend. Ich fand mich in Strick- und Kochkursen, dem Chor, und allem von Psychologie angefangen bis zu Kursen wie Child Care (ich musste mich dort um eine Baby Puppe kümmern, die darauf programmiert ist, sich wie ein echtes Baby zu verhalten) wieder. Und obwohl meine Schule nur von 600 Schülern besucht wurde (also relativ wenigen), war das Fachangebot mehr als riesig.

Abgesehen von ausgeflippten Kursen und tollen Clubs veranstaltete meine Schule "Homecoming", einen "Winter Dance" und (natürlich) einen Prom. Darauf könnt ihr euch auf jeden Fall schon mal freuen!

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nur gute Zeiten hatte. Leider war nicht immer alles perfekt. Ich hatte auch Heimweh und schlechte Tage. Jedoch habe ich gelernt, dass das volkommen okay ist und, dass man sich nicht runterziehen lassen sollte. Ich wollte dieses Jahr durchziehen - komme was wolle - und jetzt, wo ich wieder in Deutschland bin, bin ich froh, dass ich nicht aufgegeben habe.

Ich könnte noch so viel mehr erzählen, aber mal ehrlich: ich kann euch nicht auf alles vorbereiten, denn jeder wird etwas anderes erleben. 
Ich hoffe jedoch trotzdem, dass ich ein bisschen weiterhelfen konnte. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mein Auslandsjahr wohl eines der besten Jahre meines Lebens war. Ich bereue nichts davon und würde es auf jeden Fall auch noch einmal machen. Ich wünsche dir viel Spaß auf deiner Reise!

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