Erfahrungsberichte aus Ohio

Toledo: Annkathrin Moll

Ich hatte mich schon ewig auf mein Auslandsjahr in Amerika gefreut und nun, da ich schon seit drei Monaten wieder zu Hause bin, ist es für mich kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vorbei ging...

Am 11. August ging für mich die Reise nach Ohio los und ich war unglaublich aufgeregt. Mein Flug ging von Stuttgart aus nach Frankfurt, dann nach Chicago und von dort aus schließlich an meinen Zielflughafen Toledo, Ohio. Als ich die Flugroute gesehen hatte war ich schon etwas nervös weil es das erste Mal war, dass ich flog und dann auch noch ganz alleine und mit dreimal Umsteigen. Als ich aber in Stuttgart eingecheckt hatte merkte ich schnell, dass es gar nicht so schwierig werden würde an mein Ziel zu kommen, da alle am Flughafen sehr zuvorkommend und hilfsbereit waren. Der Abschied von meinen Eltern und von meinem Bruder fiel mir schon schwer, aber dann dachte ich gleich wieder an alles, was vor mir lag und freute mich riesig.

Der Flug ging sehr schnell vorbei und in Toledo empfingen mich dann auch schon meine Gasteltern, meine zwei Gastbrüder und einer ihrer Austauschschüler aus den letzten Jahren, der gerade zu Besuch da war. Meine Gastfamilie war mir gleich sehr sympathisch und dieser Eindruck bestätigte sich dann auch und hielt das ganze Jahr über. Alles war einfach perfekt! Da sie natürlich durch ihre letzten Austauschschüler sehr viel Erfahrung hatten, war es natürlich noch einfacher für mich, mich schnell einzugewöhnen. Meine Gastmutter Pam verwöhnte mich sehr, da sie vor mir zwar schon sechs Austauschschüler hatten, diese aber alle Jungs waren und sie sich schon immer ein Mädchen gewünscht hatte. Als wir vom Flughafen zurück kamen wurde ich gleich von ihrem Golden Retriever „Blaze“ begrüßt. Außer ihm gab es noch einen 13 kg schweren Kater namens „Gizmo“ und eine normal gewichtige Katze, Gigit. Alle zusammen stellten sich zum Schluss als meine Traumfamilie heraus. Sie nahmen mich mit auf Konzerte, Hockeyspiele, im Winter fuhren wir sogar zum Skifahren nach Michigan. Alles, was sie mit mir unternahmen, machte mir immer sehr viel Spaß und ich genoss es, die Zeit mit ihnen zu verbringen.

Außer meiner Familie war auch noch meine Schule klasse! Ich ging zur „Central Catholic High School“, einer der sechs Privatschulen in Toledo, an der ca. 1.200 Schüler waren. Am Anfang war es etwas ungewöhnlich für mich, eine Schuluniform zu tragen, aber nach einer Weile fiel es gar nicht mehr auf und ich kam mir dadurch schnell nicht mehr fremd, sondern einfach wie alle anderen an der Schule vor. Von Anfang an war einfach jeder, dem ich begegnete super freundlich, half mir weiter und wollte mit mir befreundet sein. Ich hätte nie erwartet, dass ich so schnell so viele Freunde finden würde.

Mein Tipp an alle, die irgendwo fremd sind und schnell Leute kennen lernen wollen: Außerschulische Aktivitäten. Was man dabei macht ist eigentlich ganz egal. Es gibt überall nette Leute, die liebend gerne mit einem Austauschschüler befreundet wären. In den ersten drei Monaten meines Aufenthaltes war ich im Crew Team (Rudern) meiner Schule. Das Training, das jeden Tag nach der Schule stattfand war sehr anstrengend, aber ich bin liebend gerne hingegangen und nach einer Weile war ich dann auch super fit. Auf die Wettkämpfe an den Wochenende sind wir teilweise sechs Stunden lang gefahren. Also habe ich dadurch auch noch ein paar andere, größere Städte in Ohio kennen gelernt. Die Leute im Team waren einfach spitze und auch nach der Saison blieben wir immer in Kontakt und trafen uns an den Wochenenden. Ende Oktober fing ich an im Gospel Chor zu singen. Das war eines der besten Dinge, die ich je gemacht habe. Ich habe dort sehr viel gelernt und die Konzerte waren einfach immer der Hammer! Diese Erfahrung möchte ich nie mehr missen.

Im 2. Halbjahr war ich dann auch noch in der Schulband. Ich spiele schon seit acht Jahren Klarinette und es war einfach mich schnell zurecht zu finden. Unsere Konzertband war gleichzeitig auch die Pep-Band, das heißt wir spielten auf den Basketballspielen unserer Schule und einfach immer wenn man Stimmung machen musste. Auch das hat so viel Spaß gemacht, dass ich es jederzeit immer wieder machen würde. Der Höhepunkt meiner Zeit in der Band war unser Ausflug nach New York City, wo wir das Empire State Building, Ground Zero und die Freiheitsstatue besuchten, vor der wir mit der Band spielen durften. Außerdem sahen wir uns „West Side Story“ am Broadway an und hatten nach der Vorstellung sogar die Möglichkeit uns mit den Sängern und Tänzern zu unterhalten.

Durch meine vielen Aktivitäten lernte ich fast die ganze Schule kennen, mir wurde nie langweilig und die Zeit verging wie im Flug. Heimweh hatte ich überhaupt nicht, da ich dazu viel zu wenig Zeit gehabt hätte.

Während meiner Zeit in Amerika habe ich auch viele andere Austauschschüler von überall her kennen gelernt. Zum einen hat mein ASSE Representative Judy ein paar Ausflüge für alle Austauschschüler in Toldeo organisiert (dort habe ich ein paar sehr gute Freunde gefunden) und zum anderen nahm ich auch an einer der ASSE Discovery Tours teil. Im März fuhr ich zusammen mit 40 anderen Austauschschülern aus aller Welt nach Kalifornien. Diese Woche war unbeschreiblich schön und ich habe alles gesehen, was ich mir schon lange gewünscht hatte. Alles war super organisiert und ich würde die Discovery Tours einfach jedem empfehlen der eine super Zeit mit vielen netten Leuten verbringen will.

Alles in Allem war das ganze Jahr einfach eine super Zeit und ein riesiger Erfolg und wenn ich einmal damit angefangen habe, fällt es mir schwer mit meiner Schwärmerei wieder auf zu hören.

Danke iST und ASSE für die super Organisation!

Annkathrin Moll

Toledo, Ohio

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