Erfahrungsberichte aus New Jersey

North Wildwood: Alina G.

Liebe zukünftige Amerikaner auf Zeit,
meine „zehn Monate“ sind seit wenigen Wochen „vorbei“. So kann man das eigentlich nicht sagen, denn vorbei ist nur mein körperlicher  Aufenthalt in den USA. Ich fand eine wunderbare zweite Familie und eine dritte große durch die Schule.

Aller Anfang ist schwer und so auch die ersten Wochen Übersee. Immer daran denken, man ist vollkommen fremd! Keiner kennt einen und ihr kennt keinen. Ihr habt einen Zeitunterschied von mindestens sechs Stunden zu eurer Familie und Freunden daheim. Es ist schon unpraktisch, denn wenn man am späten Nachmittag aus der Schule kommt dann schlafen die Angehörigen in Deutschland bereits oder sind zu müde. Während der Schulzeit gibt es viel, zu viel, auf das man sich konzentrieren muss und lange Pausen gibt es keine. Die Pausen reichen nur aus um den Raum zu wechseln und in der Mittagspause redet man lieber mit den neuen Freunden, auch wenn es am Anfang nicht ganz einfach ist, wegen der Sprache.

Es gibt viele Unterschiede und vieles vor dem ich gerne warnen würde, aber egal wie viel ich schreibe jeder andere Internationale könnte etwas ergänzen oder streichen denn jeder erlebt es anders. Ich  fuhr mit meiner Gastfamilie durch 13 Staaten mit dem Auto von New Jersey bis nach Florida zwischendurch zu Verwandte in Pennsylvania und Ohio. Auch sah ich mir das Haus des mächtigsten Mannes der Welt an und ich bin durch die berühmte Stadt „Die niemals schläft.“ gegangen.

Ich verbrachte meinen Aufenthalt am Strand der Ostküste auf einer kleinen Insel mit Promenade, wunderschönem Sandstrand, vielen kleinen Hotels und Geschäften. Nachteile wie Hurrikans einbezogen, „Frankenstorm“ Sandy sorgte für eine Evakuierung, brachte uns aber zum Glück nur viel,  viel Wasser und eine Woche Schulausfall.

Die Wildwood Catholic High School auf der Insel befindend, nahm mich als Teil ihrer Familie auf. Klein aber fein könnte das Motto sein, bei 200 Schülern kennt jeder jeden. Kleine Fehler wie „Mustard“ (Senf) und „Mustach“ (Schnauzbart) zu verwechseln machen schnell die Runde wobei es freundlich bleibt und nur für ein Schmunzeln auf den Gesichtern sorgt. Über kleine Verwechslungen wie diese muss man lachen denn sie passieren und wer glaubt das macht man nur einmal, der wird eines besseren belehrt. In der Realität passierte es mir noch zweimal danach.

Nach einer bestimmten Zeit beginnt man auch sich nichts mehr zu übersetzen und einfach zu sprechen. Zum einen wird man zu faul auf jedes Wort und jeden Satz genauestens zu achten und zum anderen wird man auch zu sicher und ja Fehler die für ein Grinsen sorgen sind nicht zu vermeiden.
Sport ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Aufenthaltes, jeden Tag nach dem Unterricht findet Training statt. Das klingt vielleicht viel und hart aber eigentlich macht es viel Spaß und wird schnell zum festen Bestandteil des Tagesablaufes.

Schulisch gefordert wurde ich nicht viel, meine Schule gab mir Fächer wo ich nicht viel machen musste weil sie wollte das ich meine Zeit genießen kann, ein paar Herausforderungen fügte ich aber hinzu. Meine Stunden waren AP Biology (AP= Advanced Placement), Psychology, Spanish, Geometry, Honors US History, Religion, und British Literature.

Im Frühling fand Prom statt, eine Art Ball würde ich sagen. Wer geht mit wem, wer trägt was und wie und wo wird es stattfinden waren über Monate die großen Themen an der Schule. Der Abend verlief dann hervorragend, alle sahen klasse aus, von großen puffigen (wie meinem) bis zu schlichten und eleganten Kleidern wurde alles aufgeführt. Viel mehr Spaß als der eigentliche Prom machte aber der Afterprom. Dort fanden Wettkämpfe statt, bei denen Geld gewonnen wurde. Am Ende gegen drei Uhr in der Nacht kam ein Hypnotiseur und führte mit freiwilligen und denen die zu müde im Publikum saßen eine kleine Show auf.
Nach allem was ich erlebt habe kann ich es nur empfehlen und egal wo man landet, es wird ein einmaliges und unwiederbringliches Erlebnis werden. Sollte etwas schief gehen sind immer Ansprechpartner vor Ort, mein Area- Rep befand sich täglich in der Schule und fragte regelmäßig nach ob alles gut sei und wenn nicht nahm sie diejenigen sofort aus der Familie und bei sich auf. Eine unpassende Gastfamilie kann man immer bekommen aus den verschiedensten Gründen, man muss jedoch nicht bei ihr bleiben. Ich bin begeistert von iSt und würde jeder Zeit wieder auf diese Reise gehen! Koordination und Erreichbarkeit sowie Hilfsbereitschaft sind weiter gegangen als ich es erwartet hätte. Vielen Dank an das gesamte Team!!

Allen Zukünftigen wünsche ich ganz viel Spaß, viel Glück und eine wundervolle Zeit.
Alina

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Auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Erfülle dir deinen amerikanischen Traum und verbringe einen High School Aufenthalt in den USA. Du wohnst bei ausgewählten Gastfamilien und nimmst am amerikanischen Familienleben teil. Nach der Schule geht es dann mit deinen neuen Freunden in die Mall, ein Café oder einfach zu jemandem nach Hause. Oder du besuchst einen der zahlreichen Clubs und Sportangeboten deiner High School.

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