Erfahrungsberichte aus Illinois

Cissna Park: Nikolai Krebs

Dear Germans

Ich denke ich werde den Bericht auf deutsch verfassen, da ich in eurer Lage lieber deutsch lesen würde als englisch.

Ich wurde von iSt gut für das High School Jahr vorbereitet. Trotzdem hatte ich ziemlichen Stress am Anfang, da ich erst sehr spät erfahren habe, wo ich mein Jahr verbringen werde. Als sich dann endlich eine Familie für mich entschieden hatte, saß ich vier Tage später auch bereits im Flugzeug Richtung Frankfurt – Chicago – Peoria, Illinois. Da ich so spät dran war, flog ich allein, was aber kein großes Problem war, da alles perfekt ausgeschildert ist und alle mir gerne halfen. Selbst der O’Hare Airport in Chicago war easy. Hier in Amerika wurde ich dann von meinem Area Rep (und ihrer Tochter) empfangen. Auf dem langen Weg vom Flughafen zu meiner Gastfamilie bekam ich ein bisschen Heimweh, was aber gleichzeitig das letzte Heimweh war und schnell verflog, da ich Folgendes sah: Skyscapers, Pickups, “All-you-can-eat” Restaurants und an jeder Ecke die Amerikanische Flagge. REALLY AMAZING!!!!!

Hier in meiner Gastfamilie wurde ich dann noch einmal positiv überrascht. Riesiges, neues, schön eingerichtetes Haus, riesiger TV und noch viele weitere materielle Dinge, die das Wohlbefinden sehr stark anheben können. Aber noch besser war es, als ich meine Host Family kennenlernte. Sehr nett, zuvorkommend –einfach traumhaft! Mein Gastvater ist Chef in einer Anstalt für schwererziehbare Jungen (was ihn leider sehr streng in Sachen Sexualität, Gefahren, Drogen etc. macht) und meine Gastmutter ist Krankenschwester. Sie arbeitet überwiegend zwei Nächte im Monat. Dazu habe ich noch zwei Schwestern: 2 Jahre alt und 5 Jahre alt.

Nach dem Kennernlernen hatte ich erst einmal mein erstes großes Sprachproblem. Heute lache ich darüber, ihr sicher auch. Ich wollte meinen Gasteltern klarmachen, das ich kein Mais mag, was in englisch “corn” heißt. Das wusste ich allerdings nicht. Meine Gasteltern dachten, dass kein kein(e) “Mice” mag, was übersetzt Mäuse heißt – und das ich das nicht mag ist klar. Nach zwei Stunden war das Problem behoben, als ich im dritten Dictionary fündig geworden bin. Alle weiteren Sprachprobleme löste ich auf diesem Wege oder mit der Taktik: ‘einfach versuchen zu beschreiben, sie werden es schon irgendwie verstehen’. Es ist sehr wichtig, dass man viel redet. Dadurch wurde mein Englisch sehr schnell sehr gut und wenn man nicht so ‘in sich gekehrt’ ist, wird man auch für andere Leute interessant.

In meiner ersten Woche hier in den Vereinigten Staaten fuhr ich mit meiner Gastfamilie für vier Tage in Urlaub, nach Tennessee, wo wir viel Spaß hatten, viel redeten und uns – noch ungestört vom Schulstress etc. –näher kennenlernten.

Dann kam der erste Tag in meiner neuen Schule: Cissna Park High School. Ungefähr 180 Schüler und trotzdem eine für deutsche Verhältnisse eher große Schule. Ich lernte viele neue Leute und Freunde kennen und da Cissna Park mit etwa 850 Einwohnern nicht sehr groß ist, erfreute ich mich – vom einen auf den anderen Tag – großer Berühmtheit. Der ganze Ort sprach über mich.

Leider hatte ich nicht alle guten Tipps von iSt komplett verinnerlicht, und mir wurde erst hier richtig klar, dass Amerikaner sehr prüde sind und du von der Schule fliegen kannst, wenn du über das Thema Sexualität redest. Auch Schimpfwörter, die in deutschen Schulen normal sind, sind hier in Amerika streng verboten und du kannst schnell nachsitzen müssen. Ich habe leider die Bekanntschaft mit Nachsitzen hier machen müssen – mein Gastvater war echt sauer!

Als ich neulich etwas mit einem (männlichen) Freund unternehmen wollte, musste er zu mir nach Hause kommen und erst einmal mit meinem Gastvater sprechen, das heißt nicht einfach nur vorstellen – es war mehr wie ein verbaler Lebenlauf und natürlich lief nebenbei American Football. Das war aber nicht genug, mein Gastvater stellte Nachforschungen über den Jungen an und fand selbstverständlich auch negative Punkte, was ihn nun dazu bewegte mir den Kontakt mit ihm zu verbieten. Und man muss sagen, der Junge ist wirklich kein ‘bad boy’!!!

Dazu muss ich hier aber trotzdem echt aufpassen, mit was für Typen ich mich treffe, denn die Boys in meinem Alter hier (16 Jahre alt) trinken genauso wie die Deutschen, nur das sie es nicht so offen zugeben. Und mit diesen Leuten möchte ich wirklich keine Polizeikontrolle passieren müssen. Sonst wäre mein Austauschjahr ganz schnell zu Ende!

Am Anfang meiner Zeit hatte ich viel Stress, da meine language-skills sehr schlecht waren und ich jeden Tag ca.5 Stunden Hausaufgaben gemacht habe. Nun hat sich das aber auch ‘eingerenkt’. Mit der Zeit lösen sich die Probleme eben, genauso welche die ich mit Freunden, speziell mit Girls hatte (dating etc).

Mit meinem Area Rep unternehme ich nichts, was aber nicht schlimm ist, da ich mit meiner Gastfamilie, den Freunden und der Schule voll ausgebucht bin.

Festtage wie “Halloween” und “Thanksgiving” sind wirklich wie in den Filmen. Fantastic! Und am Tag nach “Thanksgiving” ging es Shoppen, denn dann ist alles mega cheap.

Das war es vorläufig. Wenn man alles zusammennimmt kann man sagen: Mein Amerikaaufenthalt ist ein voller Erfolg und jedem zu empfehlen.

Nikolai Krebs

Cissna Park, Illinois

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