Waimea College: Sophia K.

Der große Traum wird wahr! Ich konnte mein Glück kaum fassen als es endgültig feststand, dass ich nach Neuseeland fliegen durfte. Als es endlich Januar war durfte ich Deutschland und dem kalten Winter für 6 Monate entfliehen und in den neuseeländischen Sommer fliegen. Nach einem kleinen Abschiedsdrama am Flughafen war ich den ganzen Flug total nervös. Meine Gastfamilie in Wellington empfing uns sehr herzlich und wir lernten sehr viel über die Kiwi Kultur in einer Woche. Leider verging diese Woche schon viel zu schnell, aber dann durfte ich endlich zu meiner richtigen Gastfamilie in Nelson, wo ich dann ein halbes Jahr wohnen sollte!

Die Eingewöhnunsphase geht sehr schnell vorbei, da alle Kiwis sehr herzlich, gastfreundlich und vor allem hilfsbereit sind. Meine Gastfamilie war super! Ich hatte 3 Gastschwestern in meinem Alter und ich hatte zu allen 3 eine gute Beziehung. Es war zwar manchmal etwas laut oder ein bisschen chaotisch, aber ich bin sehr froh so viel Spaß mit ihnen gehabt zu haben. Was ich auch als hilfreich empfand war, dass zwei meiner Schwestern das Waimea College besuchten. Die Schule ist natürlich ein wenig anders als in Deutschland, dafür hat sie eine breite Fächerwahl. Ich hatte Englisch, Mathe, Tourismus, Painting, Sport und Resource. Das Beste war unser International Outdoor Education was ich sehr empfehlen kann! Wir fuhren auf Camps, gingen Kayaken, Mountainbiken, Klettern und vieles mehr. Ein weiteres Plus der Schule ist die Uniform, welche Pflicht ist, aber eine tolle Erfahrung bietet. Die morgendliche Frage was man anziehen soll fällt auf jeden Fall aus! Anfangs fand ich es schwer Kiwi Freunde zu finden, da diese an „Internationals“ gewöhnt sind, aber wenn man sich traut und auf sie zu geht gewinnt man schnell viele neue, gute Freunde mit denen ich immer noch Kontakt habe.

In diesem ganzen „Abendteuer Neuseeland“ habe ich viel erlebt, was ich alles gar nicht erzählen kann, aber zumindest ein paar ereignisreiche Sachen möchte ich gerne berichten. Ein wirklich lustiger Tag war gleich zu Beginn des ersten Terms: House sportsday! Die Schule ist in 4 Häuser eingeteilt (vergleichbar mit Harry Potter) und haben an diesem Tag Wettkämpfe gegeneinander. Jedes Haus ist in seiner Farbe gekleidet und es war eine der besten Gelegenheiten die Leute näher kennen zu lernen. Im März wurde meine Gastschwester 17 und es war zufälligerweise mein „halber Geburtstag“. Meine Familie war total süß und machte einen wundervollen Tag daraus mit leckerem Kuchen, Eis am Strand und tollem Abendessen. Das Delfinschwimmen in Kaikoura war unglaublich und mein persönliches Highlight, wir sahen unzählige Delfine und man konnte richtig mit ihnen schwimmen. Ich war noch nie so nah an wilden Delfinen wie in Neuseeland, das war wirklich toll!

Das komplette Land ist atemberaubend! Auf meiner Südinseltour sah ich sehr viel, unter anderem Delfine, Robben und Städte wie Dunedin und Queenstown. Der gute Abschluss war das Skifahren im nahegelegenen Skigebiet von Nelson bzw Richmond. Auch wenn die Gastfamilie nicht Ski fährt kann man mit einem Shuttle zum Berg fahren, komplette Ausrüstung ausleihen und einen ganzen Tag Spaß haben!

Da ich jetzt auch schon wieder einen Monat zu Hause bin kann ich sagen man blickt immer mit einem Lächeln auf die vergangene Zeit zurück! Ich habe sehr viel bei meinem Abschied geweint, aber das Einleben in Deutschland ging dann doch recht schnell. Ich bereue nicht, dass ich momentan zB Mathe nachlernen muss, denn es hat sich gelohnt! Diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen und ich wünsche jedem, der sich entschließt nach Neuseeland zu fliegen eine genauso wundervolle Zeit wie ich sie hatte!

Mein Bericht von Neuseeland,

Liebe Grüße Sophia

Weitere Erfahrungsberichte aus Nelson