Saanich: Pia H.

Seestern

Victoria

Meer bei Vancouver Island

Hafen Victoria

Mein Name ist Pia und ich war 4 Monate auf der Insel Vancouver Island in Kanada. Vor meiner Abreise war ich sehr nervös, doch sobald ich von meiner Gastfamilie am Flughafen in Victoria abgeholt wurde, waren sie alle, und wie sich später herausstellte, einfach jeder Kanadier, sehr sympathisch und auch immer sehr offen (sowohl bei Gesprächen als auch wenn ich Fragen hatte oder nicht wusste, wie ich etwas zu tun hatte).

Während meines, leider nur sehr kurzen, Aufenthaltes habe ich mit meiner Gastfamilie viele Ausflüge unternommen, wie zum Beispiel Campen, ein Familienwochenende,  und viele Besichtigungen in der Nähe unseres Wohnsitzes. Ich habe mich sofort wie ein weiteres Familienmitglied gefühlt und konnte all meine Sorgen und Ängste, welche jedoch kaum auftraten, immer offen mit ihnen besprechen.
Natürlich musste ich meine Wäsche selber waschen und bügeln, sowie im Familienalltag mithelfen. Zum Beispiel musste ich denTisch decken oder Töpfe waschen.

Auch in meiner Schule kam ich sehr gut klar. Das Enlisch war gar kein Problem, obwohl ich dies vorher befürchtet hatte. Alle Kanadier waren von Anfang an sehr offen und haben mich sofort nett aufgenommen. Auch die Lehrer-Schüler-Beziehungen sind unvergleichbar mit Deutschen Schulen. Die Lehrer sind offen für alles, helfen bei Problemen, auch wenn diese privat oder unangenehm zu besprechen sind, und sind immer bereit, ihre Schüler, selbst in ihrer Freizeit, zu unterstützen. Auf meiner Schule gab es ziemlich viele Austauschschüler, somit war es relativ einfach Freunde zu finden, weil einfach so viele in der gleichen Situation waren wie ich. Die Fächerwahl meiner Schule war unglaublich, mit Deutschland überhaupt nicht vergleichbar. Abgesehen von den Standardfächern wie Mathe, Englisch und Naturwissenschaften, gab es viele verschiedene Varianten von Kunst und Musik, Fächer wie Psychologie, Recht, Marketing, sowie ausreichend Sportmöglichkeiten, Tanzen, Singen, sogar Holz- und Metallverarbeitung, aber auch technische Sachen wie Umgang mit dem Computer und vieles mehr. Das Schulsystem ist anders als in Deutschland. Ich hatte nur vier Fächer und diese dafür jeden Tag. Nach dem Unterricht, der bei mir so zwischen 2:30 und 3:30 h geendet hat, ging es los mit den sogenannten Extracurricular Activities, sozusagen außerschulische AGs, die vor und/oder nach dem Unterricht stattfinden, weiter. Fast die ganze Schule nimmt auf irgendeine Weise daran teil, ob man Mitglied eines Sportteams oder eines Clubs ist.
Der „School Spirit“ ist auch unvergleichbar mit deutschen Schulen. Jeder kommt zu allen Schulevents und alle Sportteams werden immer angefeuert und unterstützt. Auch als Austauschschüler kann man sich darin ganz schnell verlieren und, ohne nachzudenken, seine Schule entweder im Publikum oder als Teammitglied vertreten! An Wochenenden habe ich mich häufig mit Freunden getroffen, obwohl ich auch viel mit meiner Familie unternommen habe! Mit meinem Schulprogramm dort haben wir viele Ausflüge unternommen: Wir sind mit allen „Interantionals“ auf ein Camplager gefahren, wir waren in Vancouver, wir waren für drei Tage in Whistler (einem Skigebiet) und sind dort Ski gefahren.

Ich hatte eine wundervolle Zeit in Kanada, die ich niemals vergessen werde. Ich habe Tiere und Landschaften gesehen, die ich nie zuvor gesehen hatte. Die Natur ist wirklich unglaublich schön dort. Sehr viele Berge, der Pazifik, ganz ganz viele Bäume, Seen, Flüsse oder Wälder. Man kann wunderschön spazieren gehen, es ist überall ein einzigartiges „Drumherum“. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und merke, dass ich innerlich gewachsen  und wesentlich selbstständiger geworden bin. Auch mit meiner Organisation iSt hat alles hervorragend geklappt. Ich kann diese nur weiterempfehlen!