Erfahrungsberichte aus Mississippi

Waynesboro: Lisa Albinger

Hallo iSt-Team!

Hier kommt also mein Lebenszeichen aus Mississippi. Ich habe mich hier sehr gut eingelebt, bin in meiner Familie zuhause und habe in der Schule schon viele Freunde kennen gelernt. Welche Erfahrungen ich bisher gemacht habe??? Tausende!!!! Vor allem habe ich festgestellt, dass man, egal was kommt, alles immer auf eine gute Art und Weise sehen kann.

Bei mir war anfangs alles ziemlich chaotisch. Zwölf Stunden bevor ich in Deutschland los bin zum Flughafen, hat mich mein Area Rep angerufen und mir gesagt, dass ich erstmal bei ihnen wohnen werde, weil das mit meiner ursprünglichen Familie nicht klappt. Man hatte erst kurz davor herausgefunden, dass meine ursprüngliche Gastmutter gesundheitliche Probleme hat mit der Versorgung ihrer eigenen Kinder schon ausgelastet ist.

Dann ist mein Flug auch noch acht Stunden später abgeflogen als er sollte und ich habe meinen Anschlussflug nicht erreicht, musste also einen Nacht in Atlanta bleiben. Ich bin dann aber gut in Meridian, Mississippi angekommen, wo ich von meinem Area Rep und ihrem Mann abgeholt wurde.

Weil hier die Schule schon angefangen hatte, sind wir vom Flughafen direkt zum Gesundheitszentrum der Schule gefahren und sie haben alle meine Impfungen gecheckt. Am Tag danach bin ich schon in die Schule gegangen. Dann war glücklicherweise Wochenende und ich hatte Zeit Schlaf nachzuholen.

Jetzt kommt aber was ich eigentlich unbedingt sagen will. Ich hätte nie gedacht, dass der Area Rep eine so große Rolle spielt. Ich denke das ist nicht immer der Fall, aber mein Area Rep (inzwischen allerdings meine Gastmutter) ist spitze und wahnsinnig engagiert. Ich habe einen Monat mit ihrer Familie gelebt, bevor wir eine neue Gastfamilie für mich gefunden haben. Ich kam dann zu einer alleinstehenden Frau, die gut zu mir war, es hat aber einfach nicht sonderlich gut geklappt. Diese Frau konnte meinen Area Rep, mit der ich einen Monat lang gelebt habe, nicht leiden und meinte dann nach gut drei Wochen, dass ich nicht länger mit ihr leben könnte wenn Elena weiterhin mein Area Rep ist. Meine Reaktion darauf war okay, dann werde ich wohl in eine andere Familie müssen, weil ich definitiv möchte, dass sie mein Area Rep bleibt.

Ich denke manche Leute verstehen sich auf Anhieb gut und bei anderen klappt es halt nicht. So war es zumindest bei mir. Ich habe mich von Anfang an gut mit Elena und ihrer Familie verstanden und in den vier Wochen, in denen ich nicht mit ihnen gelebt habe, hatten wir täglichen E-Mail-Kontakt.

Elena und ihr Ehemann haben dann beschlossen, dass ich bei ihnen leben kann. Das ging alles ziemlich schnell. Ich habe nach der Schule mein Zeug gepackt und Elena hat mich am selben Tag abgeholt. Jetzt lebe ich also wieder mit der Familie, mit der ich am Anfang gelebt habe. Elena ist jetzt nicht mehr mein Area Rep, weil das nicht möglich ist, dass sie gleichzeitig meine Gastmutter und meine Betreuerin ist. Das alles war nie geplant, sie wollten dieses Jahr eigentlich keinen Exchange Student, aber wir haben uns einfach von Anfang an gut verstanden und ich bin warnsinnig froh, dass ich jetzt hier bin. Ich bin ihr dankbar für alles was sie für mich getan hat. Sie ist Area Rep von sechs anderen Exchange Students und ich bekomme natürlich viel mit. Sie organisiert von Zeit zu Zeit Treffen und wir waren schon alle zusammen in New Orleans. Ich denke, nicht jeder Area Rep ist so engagiert und hat so viel Kontakt zu seinen Austauschschülern.

Ich war die ganze letzte Woche mit meiner Gastfamilie in Gatlinburg, Tennessee. Wir hatten einen großartigen Urlaub und ich werde bestimmt viele Erinnerungen daran haben. Auch wenn anfangs alles chaotisch war und man nicht von einem perfekten Start sprechen kann, war es vermutlich das Beste, was mir passieren konnte. Ich genieße weiterhin meinen Schüleraustausch USA. Er wird schneller vergehen als ich es mir lieb ist.

Liebe Grüße aus Waynesboro, Mississippi

Lisa Albinger

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