Orewa College: Lena H.

Zu Beginn meines Neuseelandaufenthaltes hatte ich eine Vorbereitungswoche in Auckland. In der ersten Woche war ich in einer klasse Gastfamilie. Sie haben in den ersten freien Tagen mir einen ersten Eindruck von Neuseeland vermittelt, was mein Heimweh ganz schnell vergessen ließ. Die Vorbereitungswoche bestand aus zwei Tagen in einem Maori Marei und zwei Tagen in einem Outdoor Education Camp.

Durch die beiden Tage in dem Marei habe ich einen guten ersten Eindruck von Kultur der Maori gewonnen. Am ersten Tag erzählten sie uns etwas über die Geschichte der Maoris, was sehr interessant war. Am zweiten Tag wurden uns typische Dinge der Maoris gezeigt und beigebracht. Beispiele dafür sind der Haka (Der Tanz, den die All Blacks immer vor ihrem Rugby Spiel vorführen), das Umgehen mit Poipois (kleine Plastikbälle an Seilen, mit denen die Frauen tanzen), das Flechten eines Korbes und das Stöckchenspiel. Es war sehr lustig! Abschließend gab es ein typisches Maoriessen.

Die nächsten beiden Tage waren wir in einem Outdoor Education Camp in Motutapu. Dort hatten wir viel Spaß und konnten die verschiedensten Sportarten ausprobieren, hauptsächlich im Wasser: schnorcheln, segeln, Kajak fahren, …

Nach zehn Tagen in Auckland bin ich dann nach Orewa gebracht worden, zu meiner „richtigen“ Gastfamilie.Ich hatte vier Gastgeschwister, drei Mädchen und einen Jungen, zwei tolle Gasteltern und einen Hund sowie eine Katze. Mein erster Tag dort war super! Es war traumhaftes Wetter und wir sind an den Strand gefahren, wo ich vor allem im Sommer viel Zeit verbracht habe.

Ich war sehr aufgeregt wegen der Schule. Doch mein erster Schultag war sehr entspannt. Zusammen mit den anderen neuen Internationals wurde ich in die Schulregeln und den Alltag an der Schule eingewiesen. Das Orewa College ist eine sehr große Schule und ich dachte zuerst, ich würde mich dort nie zurechtfinden. Aber schon nach meinen ersten beiden Tagen, war das kein Problem mehr. Die Leute waren lieb und sehr hilfsbereit. Besonders toll fand ich, dass ich meine Fächer wählen konnte.Die Auswahl war riesig! Ich habe mich für New Zealand Experiences, English, French, Fashion, Creative Pattern Making und Fabric entschieden. Schule hat mir lange nicht mehr so viel Spaß gemacht!

Nach der Schule bin ich häufig mit Freunden noch nach Orewa gegangen. Am liebsten haben wir Sushi gegessen und uns einfach noch ein wenig an den Strand gesetzt. Ab und zu sind wir auch noch shoppen gegangen. Ich habe oft den Bus genommen, sodass ich relativ unabhängig war und überall hingekommen bin, wo ich wollte. Meine Gastfamilie aber war auch gerne bereit mich notfalls abzuholen.

Viel Spaß hatte ich auch auf meinen Reisen. Meine erste habe ich in den Frühjahrsferien gemacht. Ich habe an einer Südinselrundreise, die von der Schule aus angeboten wurde, teilgenommen. Die Südinsel ist zwar total anders als die Nordinsel (man kann drei Stunden durch die Umgebung fahren ohne auf auch nur einen Menschen zu stoßen, geschweige denn an einem Haus vorbeikommen), aber wunderschön! Meine zweite Reise habe ich im Winter (mit meiner Schwester) als Abschluss gemacht. Es war eine Nordinselreise. Zusätzlich sind wir aber auch noch einmal in Queenstown auf der Südinsel gewesen. Diese Reise war ein schöner Abschluss für meinen Aufenthalt in Neuseeland.

Lena Hansen

Orewa College