Erfahrungsberichte aus Pennsylvania

Warren: Luisa Efe

Liebes iST-Team,

ich habe mich sehr über euren Brief gefreut und habe auch Zeit gefunden, einen Bericht über meinen Aufenthalt zu schreiben. Ich musste sehr lange auf meine Gastfamilie warten und hatte auch schon fast die Hoffnung aufgegeben, aber dann am 12. August kam endlich der Anruf: Du hast eine Gastfamilie! Familie Mack in Pennsylvania, eine Gastschwester Abby, und ein Bruder Sam, der aber in Virginia Beach wohnt. Ach, und eine Katze: Ziggy. Natürlich habe ich bevor ich geflogen bin schon mit meiner Gastschwester geskypt. Sie ist ein Jahr älter als ich (16) und ich würde mir mit ihr ein Zimmer teilen.

Die letzten Tage vor dem Abflug gingen dann echt schnell rum, und mein Flug wurde auch wegen "Hurricane Irene" nochmal verschoben. Am 30. August ging es dann endlich los – von Frankfurt über Pittsburgh nach Erie. In Pittsburgh habe ich dann fast meinen Reisepass samt Visum verloren – aber es ging noch mal alles gut. Meine Gastfamilie hat mich dann gegen 22:30 Uhr am Erie Flughafen abgeholt. Obwohl ich erst gegen 12:00 Uhr nachts in meinem neuen Zuhause ankam, mussten wir am nächsten Tag direkt in die Schule.

Mein erster Schultag war ganz schön aufregend. Ich habe mich oft verlaufen und ganz viele Namen vergessen. Was ich aber am seltsamsten fand war, dass die Schüler in Pennsylvania ihre Schultaschen nicht bei sich haben dürfen. Also man kommt morgens in die Schule, geht zum Schließfach, packt alles aus der Tasche, legt die Tasche ins Schließfach und trägt dann sein Zeug rum. Ich versuche so oft wie möglich zum Schließfach zu gehen, da es echt viele Schulsachen sind. Mein Stundenplan ist: Homeroom, Senior Band, Drama 1, English CP 10, Parenting, B-Lunch, US History 2, Environmental Science, Algebra 2, Spanish 1. Schule gefällt mir echt gut, obwohl ich jeden Tag lange an meinen Hausaufgaben sitze, da ich keinen Study Hall hab.

Im Herbst hatte ich Tennis und ich kann echt nur empfehlen: Macht einen Sport. Es ist nicht nur total anders (ich meine die haben mindestens 5x die Woche Training), man findet auch viel schneller Freunde, denn in der Schule hat man nicht wirklich viel Zeit Leute kennen zu lernen. Ich habe schon in Deutschland Tennis gespielt und war deswegen im Varsity Team.

Doch leider war die Tennis Season nach zwei Monaten schon vorbei. Nun habe ich Basketball ausprobiert, das ging für mich aber nicht gut. Die sind alle schon wirklich gut und es ist extrem anstrengend. Aber ich will trotzdem die Menschen da kennen lernen und deswegen mache ich nun die "Stats" (kurz für Statistiken, für die Spiele) für das Team. Außerdem pumpe ich die Bälle auf oder helfe einfach wo ich nur kann. Das macht mir wirklich Spaß. Basketball ist 6-7x pro Woche.

Mein Homecoming war auch toll, echt mal interessant zu sehen wie verrückt die Amerikaner sind. Spaß :)

Mit meiner Gastfamilie komme ich super zurecht, worüber ich echt glücklich bin. Abby und ich verstehen uns richtig gut, und da sie ein Cheerleader ist, bin ich auch mit vielen Cheerleadern befreundet. Mit meinem Gastvater unternehme ich viel und auch mit meiner Gastmutter komme ich gut zurecht. Wir waren schon bei den Niagarafällen und über Weihnachten fahren wir nach New York.

Heute ist Black Friday, der Tag nach Thanksgiving, und da gehen die Amis immer shoppen. Vieles ist reduziert und die Läden machen schon um Mitternacht auf. Wir sind um 0:00 Uhr zu Walmart gegangen, es war voll und alle sind mit riesen Elektronikgeräten rumgerannt. Dann um halb 9 Uhr morgens sind wir in die Mall, die war auch recht voll. Ich freue mich schon riesig auf unsere Trips nach Disneyworld und NYC.

Nun ist es Halbzeit, ich bin schon etwa 2 1/2 Monate hier und noch 2 1/2 bis es wieder nach Hause geht. Ich freue mich auf meine Familie und Freunde zu Hause aber genieße noch den Rest meiner Zeit hier.

Ach und noch ein Tipp: Habt Geduld! Ich musste fast 7 Monate auf meine Familie warten, und das beste kommt zum Schluss! :) Ich bin so froh, dass ich das hier erleben darf, ich werde es nie vergessen.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag euch eine kleine Vorstellung gibt, wie toll dieser Auslandsaufenthalt sein kann!

Liebe Grüße und Frohe Weihnachten (der Baum wird schon geschmückt)

Luisa Efe

Warren, Pennsylvania

Auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Erfülle dir deinen amerikanischen Traum und verbringe einen High School Aufenthalt in den USA. Du wohnst bei ausgewählten Gastfamilien und nimmst am amerikanischen Familienleben teil. Nach der Schule geht es dann mit deinen neuen Freunden in die Mall, ein Café oder einfach zu jemandem nach Hause. Oder du besuchst einen der zahlreichen Clubs und Sportangeboten deiner High School.

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