Santa Fe: Claudia G.


Ich habe schon seit längerer Zeit überlegt, ein Auslandssemester in den USA zu machen. Aufgeregt war ich schon bei der Anmeldung bei iSt-Sprachreisen. Umso mehr Formulare ich ausfüllen musste, desto näher kam ich meinem Traum. Da ich mich erst sehr spät bei iSt anmeldete, bekam ich meine Gastfamilie erst knapp einen Monat vor meiner Abreise zugeteilt. Ich war unglaublich glücklich über meine Gastfamilie in Santa Fe! Sie nahm sofort über E-Mails Kontakt zu mir auf und berichtete mir, dass mein Host-Family-Letter einen großen Einfluss auf sie hatte. Der Host-Family-Letter ist ein Brief an die potenzielle Gastfamilie, in dem man über seine Interessen und sich selbst erzählt. Meine Gastfamilie bestand aus einem Vater, einer Mutter und zwei Mädchen (beide 15). Vor meiner Abreise haben wir häufig über Skype gesprochen, um uns besser kennenzulernen.

Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, bei einer Familie, die ich nicht einmal richtig kenne, zu wohnen. Doch schon bei meiner Ankunft merkte ich, dass meine Gastfamilie wirklich super ist. Ich gewöhnte mich sehr schnell an die Familie und sie auch an mich. Ich hatte mein eigenes Zimmer und Bad. Im Haushalt habe ich auch viel geholfen. Meine Gastschwestern waren wie kleine Schwestern für mich, mit denen ich eine ganze Menge Spaß haben konnte. Mittlerweile kann ich sagen, dass sie für mich alle wie eine zweite Familie geworden sind. Wir haben in diesem halben Jahr in den USA so viel erlebt und sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.

In meiner Schule, der Desert Academy, wurde ich ebenfalls sofort gut aufgenommen. Schon am ersten Schultag habe ich mich dort wohl gefühlt. Da ich in jedem Unterrichtsfach mit unterschiedlichen Schülern zusammen war, lernte ich viele Freunde kennen. Die Schule ist nicht besonders groß, sodass sich dort die meisten kennen. Alle waren sehr aufgeschlossen, auch die Lehrer bemühten sich sehr. Vor allem die Auswahl der Wahlfächer gefiel mir sehr- kreatives Schreiben, Debattieren, Chor, Hunde erziehen und vieles mehr.

In meiner Freizeit habe ich sehr viel mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie gemacht. Es war sehr praktisch, da fast alle meine Freunde in Santa Fe schon den Führerschein hatten. Wir haben zusammen öfters Ausflüge zusammen gemacht, sind einkaufen oder sind ins Kino gegangen. Meine Gastfamilie war sehr sportbegeistert, weshalb ich mit ihr in meiner Freizeit viel Sport wie z.B. Schwimmen oder Skifahren gemacht habe. Es wurde mir nie langweilig!

Seit ich wieder hier bin, fehlt mir die Zeit dort. Es war unbeschreiblich schön. Mit meiner Gastfamilie und Freunden dort schreibe ich sehr oft. Sogar für meine Gastfamilie  war es nach meiner Abreise sehr merkwürdig, dass ich nicht mehr da bin und ihr Gästezimmer jetzt leer ist.  Sie kam mich sogar schon in Deutschland besuchen!

Es ist wirklich ein großer Schritt, sich zu überwinden, für eine längere Zeit in einem fremden Land bei einer anderen Familie zu wohnen. Ich kann es jedem empfehlen, da man so viele Freundschaften schließt, eine neue Kultur kennenlernt und viel über sich selbst erfährt. Natürlich vermisst man seine Familie und Freunde in Deutschland sehr, aber durch Skype und Facebook kann man weiterhin mit allen in Kontakt bleiben. Aus diesem Grund war auch mein Heimweh gar nicht so groß.

Ich bin mir sicher, dass ich diese Erfahrung nie vergessen werde und bin dem iSt-Team sehr dankbar dafür.