Nampa: Domenic I.

Die Nampa Christian High School

Beim Sportwettkampf

Mein Jahr in Amerika.

Im Maerz entschied ich mich fuer ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten. Die Auswahl der Organisation erfolgte sehr schnell. iSt war fuer mich die erste Wahl, da ihr Programm mich auf Anhieb ueberzeugte und die ganze organisatorische Vorbereitung von iSt bestens war.

Ich besuchte das Vorbereitungscamp in Berlin und konnte es kaum erwarten in welchen Staat ich mein Auslandsschuljahr verbringen werde. Doch ich wartete sehr lange auf meine Platzierung. Ende August wurde mir gesagt, dass fuer mich noch kein Schulplatz gefunden worden ist. Also beschloss ich eine Privatschule zu besuchen. Das war das Beste was ich machen konnte. Und am naechsten Tag war der Brief da. Es geht nach Idaho, Nampa. Natuerlich setzte ich mich sofort an meinen Computer um alles ueber Idaho zu googlen und die Neugierde wuchs.

Im September ging dann mein Flieger (mein erster Flug in meinem Leben) von Dresden nach Frankfurt, dann nach Chicago, und zuletzt nach Boise der Hauptstadt von Idaho. Mit einem netten Willkommen wurde ich von meinen Gasteltern begruesst und ich bekam vor Aufregung fast kein Wort heraus. Am naechsten Tag musste ich schon in die Schule und ich muss wohl kaum erwaehnen wie aufgeregt ich war und wie wenig ich geschlafen hatte in der Nacht zuvor. Doch die Aufregung war unbegruendet. Mein Gastpapa hat mich der Schule und dem Direktor vorgestellt und ich bekam meinen Stundenplan. Anfangs war ich sehr schuechtern und wusste nicht so recht wie ich meine neuen Mitschueler ansprechen sollte, aber dieses Problem legte sich schon in der 2. Stunde, da die Schueler dich nett gruessen, dich fragen wie es dir geht oder wo du herkommst. Sie sind auf der Stelle neugierig und wollen viel wissen was dir hilft Konversationen zu starten und dich in die Schule zu integrieren. Ebenso befuerchtete ich, mein Englisch waere nicht gut genug und ich wuerde Probleme mit der Kommunikation bekommen. Auch diese Angst war unbegruendet, denn die Amerikaner wissen ganz genau, dass du deren Sprache nicht perfekt beherrschst. Sie sprechen deshalb ruecksichtsvoll, langsam und deutlich, um es dir einfacher zu machen. Langsam wurde Amerika Alltag fuer mich. Schnell wurde mein Englisch besser und ich kannte meine Mitschueler und hatte schon zwei beste Freunde. Ausserdem ging ich sehr gern zur Schule. Highschool ist einfach anders. Das Lernen fiel mir sehr leicht und ich bekam ausschliesslich gute bis sehr gute Noten. Meine Faecher waren Englisch, Franzoesisch, amerikanisch Geschichte, Religion, Biologie, Sport und Mathe.

Sport hat einen sehr grossen Stellwert in amerikanischen Highschools. Im Herbst gibt es Football und Cross Country, im Winter ein Ski Team und Basketball und im Fruehling werden Baseball und Track angeboten. Wir hatten taeglich nach der Schule Training und regelmaessig Spiele oder Wettkaempfe. Ich war im Ski Team und im Track Team und ich bereute es keine Sekunde. Sport an der Schule bietet eine grosse Moeglichkeit neue Freundschaften zu schliessen, besonders dann, wenn deine Klassenkameraden sehen, dass du dich fuer sie und die Schule anstrengst.

So lebte ich mein Leben in Amerika und genoss jeden einzelnen Tag. Doch dann hatten meine Gasteltern aus beruflichen Gruenden nur noch sehr wenig Zeit fuer mich. Also beschloss ich mich an meinen Area Rep. zu wenden und sie zu fragen, ob ein Wechsel der Gastfamilie moeglich sei. Sie bejahte meine Frage und innerhalb von 3 Tagen zog ich zu meinem besten Freund, der so alt war wie ich. An dieser Stelle, ein grosses Lob an meinen Area Rep. Tracy, die mich immer unterstuetzte und fuer mich ein immer ein offenes Ohr hatte. Mit meinen alten Gasteltern habe ich  reden können. Sie zeigten Verstaendnis und wuenschten mir alles Gute.

Das 2. Halbjahr verbrachte ich also in der Familie meines besten Freundes. Hier sorgte  seine alleinerziehende Mutter fuer uns. Ich wurde so liebevoll aufgenommen, sodass ich diese Familie bald als meine Eigene bezeichnen konnte. Wir gewoehnten uns schnell aneinander, sodass mich meine Gastmutter bald als ihren eigenen Sohn bezeichnete. Wir fuhren oefters in den Urlaub und verbrachten unvergessliche Zeiten. Dies machte mein Jahr noch perfekter als es ohnehin schon war.

Jetzt bin ich wieder zurueck in Deutschland und zaehle die Tage rueckwaerts bis ich wieder nach Idaho reisen kann. Neben der Tatsache, dass mein Englisch nun wesentlich besser ist, habe ich eine zweite Familie am anderen Ende der Welt, wo ich immer willkommen bin. Dieses Jahr veraenderte mein Leben.  
 

 

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