Onslow College: Laura B.

Ich weiß noch ganz genau wie ich mich gefühlt habe als meine Familie mich am 21.Januar in Hamburg zum Flughafen gebracht hat. Ich war tierisch aufgeregt und habe mich einfach nur gefreut endlich los zufliegen. Und wenig später hob das Flugzeug ab und flog nach Frankfurt, wo wir die übrigen Teilnehmer trafen, und dann über Singapur und Auckland nach Wellington flogen.

In Wellington wurden wir dann im internationalen Haus von unseren Gastfamilien abgeholt. Meine Gastmum hat mich mit zwei anderen Mädchen, die für die Vorbereitungswoche bei uns mit wohnten, empfangen. Die Begrüßung war sehr herzlich. Dann sind wir zu uns nach Hause gefahren. Wir wohnten in Woodridge in Newlands, ca. 15 Minuten mit dem Auto bis nach Wellington-City. Unser Haus lag in den sogenannten "hills“. Von dort aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Berge und eine Art Tal. Mein Zimmer war groß und mit einem riesigem Bett, einer Kommode und einem Wandschrank (was typisch für Neuseeland ist) ausgestattet. Außer meiner Gastmum hatte ich noch einen Gastdad, eine elfjährige Gastschwester und einen Kater. Ich habe mich sofort wohl gefühlt und hatte überhaupt keine Bedenken was die Familie betraf.

Nach der Vorbereitungswoche ging dann auch schon die Schule los. Die Schule startete um 8.45 Uhr. Um 7.50 Uhr habe ich den Bus genommen. Mit dem Bus bin ich ca. 10-15 Minuten gefahren und anschließend 20 Minuten zu Fuß gegangen. In der Schule wurden wir gut eingewiesen und durften unsere Fächer wählen. Ich wählte Mathe, Englisch, NZ-Studies, Französisch, Fashion & Design und Textile Fabric Printing. Fashion & Design und TFP waren eigentlich ziemlich gleich. Meist konnte ich meine Arbeit einfach in beiden Fächern weiterführen. Ich habe ziemlich viel genäht, was mir unheimlich Spaß bereitet hat, und ich konnte so einige Andenken mit nach Hause nehmen (Z.B.: eine Tasche, Make-up bags, selbstbedruckte Socken, etc).

Das Onslow College ist sehr hilfsbereit und kümmert sich hervorragend um die Schüler. Es wird auch ein 2-tägiges Camp angeboten, an dem alle internationalen Schüler teilnehmen dürfen und es kostet nur 10 Dollar. Es lohnt sich auf jeden Fall dort mit zufahren.

Auch an die Kiwi-people habe ich schnell Anschluss gefunden. Anfangs wurde uns ein "Buddy" zugeteilt und ich habe mich dann einfach an meinen Buddy gehalten. Mein Buddy ist in meiner "Form-Class" gewesen. Sie hatte nicht viel Zeit, da sie von der Schule aus Rowing macht und dies ziemlich viel Zeit beansprucht. Jedoch sind wir trotzdem ziemlich enge Freunde geworden und ich habe durch sie auch einige andere Leute kennengelernt. Man muss jedoch größtenteils selber auf die Leute zu gehen. Auch beim Volleyball habe ich einige Mädchen kennen gelernt und auch Freunde gefunden. Ich kann nur empfehlen einen Nachmittagssport auszuüben, denn dort findet man am besten Anschluss und Freunde. Auch der Teamgeist ist hier sehr hoch.

Anfangs hatte ich sehr starkes Heimweh, was mich ziemlich genervt hat. Jedoch ging das auch nach einiger Zeit vorüber. Man sollte sich einfach auf die Schule konzentrieren, wenig Kontakt nach Deutschland haben (auch um in das Englisch reinzukommen) und so viel wie möglich unternehmen.

Nach 11 Wochen Schule war der 1-Term auch schon um. Dann hatte ich 1 Woche Ferien in Neuseeland. Die Ferien habe ich mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht. Mit meinen Freunden habe ich zum Beispiel eine "Sleep-over" gemacht. An meinem letzten Tag vor dem Abflug habe ich mich noch einmal mit meinen Freunden getroffen und es war ein wirklich schöner Tag. Der Abschied war allerdings ziemlich traurig.

Am 22. April habe ich mich von meinem Gastdad und meiner Gastschwester verabschiedet und meine Gastmum hat mich zum Flughafen gebracht. Sie hat mit mir die Koffer abgegeben und mich zu meinem Gate gebracht.
Dort musste ich mich dann auch von ihr verabschieden. Dann ging es wieder in Richtung Heimat.

Wenn mich jetzt also jemand fragen würde, ob ich diese Reise ein weiteres Mal antreten würde, würde ich mit einem lautem "JA" antworten. Diese Erfahrung lohnt sich auf jeden Fall. Man wächst heran, wird selbständiger und reifer, erweitert seine Sprachkenntnisse und lernt tolle neue Leute kennen!