Newton Abbot: Rabea D.

Teignmouth

Princess theatre

Cookie, der Hund der Gastfamilie

Mein Name ist Rabea und ich habe ein Auslandsjahr in Torquay, Devon, gemacht.

Mein Ziel war es in diesem Jahr, sehr viele Erfahrungen zu sammeln und meine Englisch- kenntnisse zu verbessern. Ich habe beides geschafft! Bevor ich nach England gekommen bin, habe ich im Zeugnis in Englisch eine 5 gehabt und auch alles versucht, eine bessere Note zu bekommen. Letztendlich habe ich mich dann für dieses Auslandsjahr entschieden, was eine super Entscheidung war, da ich Reisen und fremde Kulturen sehr interessant finde.

Ich wohnte in einer Kleinstadt namens Torquay bei einer Gastfamilie und bin in Newton Abbot zur Schule gegangen. Die Gegend Devon liegt neben Cornwall im Südwesten und ist der beste Ort um Urlaub zu machen oder dort zu leben, wie ich finde. Torquay liegt direkt am Meer und hat einen wunderschönen Sandstrand. Es ist zwar viel Tourismus in der Gegend, jedoch merkt man dies nur in der Hauptsaison und nach einer Weile erkennt man auch wer Tourist ist und wer nicht. Torquay wurde in einem sehr alten typisch süd-englischem Stil erbaut und hat sehr nette Einwohner!

Meine Gastfamilie war tausend Mal besser als ich sie mir vorgestellt hatte! Sie sind super nett gewesen und haben mir bei allem geholfen. Sie bestand aus den Eltern, 3 Kindern einer Schülerin aus Hongkong und 2 Katzen, 2 Hühner einem Hund und einem Hamster. Alles in allem war es eine Großfamilie! Eines der Kinder war in meinem Alter und wir gingen sogar für eine Weile auf die gleiche Schule und hatten den gleichen Freundeskreis. So haben wir des Öfteren mal etwas zusammen unternommen und uns gut verstanden. Mit der Gastfamilie habe ich auch manchmal etwas unternommen! Zu Ostern sind wir zum Beispiel zu den Großeltern gefahren und haben dort typisch englisches Essen zu uns genommen. Wir sind auch am Anfang des Jahres einmal zusammen ins Theater gegangen und haben uns eine Zusammenfassung von Shakespeares Stücken angesehen! Leider habe ich kaum etwas verstanden, da ich von Shakespeare kaum etwas kannte und somit die Kurzfassung nicht verstanden habe! Jedoch habe ich allgemein im letzten Jahr sehr viel über Shakespeare gelernt, da seine Stücke immer in verschiedenen Zusammenhängen erwähnt wurden.
Wir sind ebenfalls des Öfteren mit dem Hund spazieren gegangen. Dieser ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich weiß gar nicht wie ich hier in Deutschland ohne ihn leben soll...

Die Schule war vor dem Auslandsjahr glaube ich mein größter Angstfaktor. Ich hatte ziemlich viel Angst davor, dass die Schule zu schwer sein würde, dass ich nicht mitkommen und vielleicht auch keine Freunde finden würde. Aber zum Glück ist nichts davon eingetroffen. Es hat zwar ein paar Wochen gedauert bis ich mich in der Schule zurecht gefunden habe und in dem Unterricht mitkam. Jedoch nach ein paar Monaten konnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen,  wieder zurück zu gehen. Ich habe vor allem den Drama Unterricht genossen, denn ich habe da so viel gelernt. Mich persönlich interessiert dieses Fach am meisten. In Drama hatte ich zwei super Lehrer, die einfach die besten Lehrer waren, die ich je im Unterricht hatte. Auch war die Gruppe, in der wir unterrichtet wurden, super toll! Wie haben uns alle untereinander verstanden, keiner wurde ausgegrenzt und alle hatten Spaß.

Meine Eltern haben mich in meinem Auslandsjahr besucht und meine beste Freundin ebenfalls. Mein Dad kam zu meinem Geburtstag, so war es dann auch nicht so schlimm, dass meine Gastfamilie meinen Geburtstag erst vergessen hatte. Das war eigentlich auch ganz witzig, weil meine Gastmutter sich tausend Mal dafür entschuldigt hat und wir einen Tag später nachgefeiert haben.
Meine beste Freundin kam im März nach London und wir haben uns dann für zwei Tage London angesehen! Das war glaube ich der beste Besuch, denn ich habe sie wirklich am meisten vermisst und es was richtig schön sie mal wieder zu sehen.

Dieser Trip nach London ist nicht meine einzige Reise gewesen. Ich war ebenfalls in Eastbourne, in Bristol und habe eine Reise mit einer Freundin während des letzten Halfterm von Devon aus nach Manchester, Liverpool und Oxford gemacht. So haben wir viele verschiedene Teile von England gesehen und trotzdem ist Devon mir noch am liebsten.

Ich glaube, dass dieses Jahr mich persönlich total verändert hat! Ich trage eine neue Haarfarbe und allgemein einen anderen Stil. Ich bin weitaus offener und kein bisschen mehr schüchtern gegenüber anderen. Ich spreche besseres Englisch und schau mir jetzt auch lieber englische Filme im Original an.

Ich denke, dass sich ein Auslandsaufenthalt für jeden lohnt, egal wie lang er ist! Man vermisst zwar schon ein paar Sachen aber man kommt auch mit so vielen neuen Erfahrungen wieder zurück und lernt eine andere Kultur kennen. England in diesem Fall ist ziemlich anders als Deutschland und weitaus interessanter als ich es mir vorgestellt habe.
 

 

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