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Sarah K. berichtet aus Saltspring Island/Gulf Islands Secondary School (Kanada)

Am 1. September ging es los, ich habe meine Koffer geschlossen und meine Familie hat mich zum Flughafen gebracht, nachdem ich mich von unserem Hund verabschiedet hatte. Ich war sehr aufgeregt, nicht allein, weil ich nun für drei Monate von meiner Familie und meinen Freunden getrennt war, sondern auch, weil ich zum allerersten Mal geflogen bin und das auch noch ohne meine Familie. In Frankfurt habe ich mich dann von meinen Eltern, meinem 13 - jährigen Bruder und meinem Freund verabschiedet.  

Der Abschied ist uns allen schwergefallen und plötzlich war ich sehr unsicher, doch als ich dann die anderen Jugendlichen und die beiden netten Begleitpersonen von iSt gefunden hatte und direkt mehrere Mädchen ausfindig gemacht hatte, die auch nach Salt Spring Island flogen, war ich wieder aufgeregt und freute mich sehr.

Als wir dann nach einer 24stündigen Reise endlich in Victoria am Flughafen ankamen, waren wir alle sehr neugierig und hatten gleichzeitig Angst davor unseren Gastfamilien zu begegnen, doch sobald ich meine Gastfamilie – meine Gastmutter Lenice und meine beiden Gastschwestern Minah (13) und Ella (16) - sah, die mich freudig empfangen hat, war ich überglücklich, dass ich jetzt für drei Monate dort bleiben würde. Auf der Fähre nach Salt Spring Island war ich froh eine meiner Freundinnen wiederzusehen, die ich schon auf dem Vorbereitungstreffen kennengelernt hatte und verabredete mich mit ihr für den nächsten Tag in der Schule.

Als wir zu Hause ankamen, habe ich erst einmal unsere Haustiere - 5 Hunde - kennengelernt und bin danach todmüde ins Bett gegangen. Leider war mein Schlafrhythmus durch die 9 Stunden Zeitverschiebung gestört und ich wachte mitten in der Nacht wieder auf, woraufhin ich direkt Bekanntschaft mit unserer Katze machte. Die restliche Zeit der Nacht habe ich damit zugebracht die Katze zu streicheln und meine Koffer auszuräumen. Macht euch keine Sorgen, das ist ganz normal, der Körper muss erst mal den Tag - Nacht - Rhythmus wiederfinden. Weckt nur eure Gasteltern nicht auf.

Die ersten Tage waren dann etwas schwierig, weil alles so neu und ungewohnt war, aber alle Leute auf Salt Spring sind total nett und hilfsbereit und keinen stört es, einen Satz noch einmal zu wiederholen oder langsamer zu sprechen, wenn du sie nicht verstanden hast. Und nach der ersten Woche wurde es immer leichter mit den Menschen auf Englisch zu sprechen und ich habe mich auch mit meinen deutschen Freunden auf Englisch unterhalten.

Die Gulf Islands Secondary School - GISS - ist eine sehr schöne Schule und die Lehrer sind sehr nett, hilfsbereit und nehmen Rücksicht auf die (Austausch)schüler. In einer kanadischen Schule gehen die Lehrer eher freundschaftlich mit den Schülern um und einige Lehrer lassen sich sogar beim Vornamen nennen, ganz im Gegensatz zu deutschen Schulen. Also keine Sorge, wenn ihr Fragen habt, fragt, jeder wird euch helfen.

An der Gulf Islands Secondary School hat man nur vier Tage in der Woche Unterricht und nur vier Fächer, die sich jeden Tag wiederholen, außerdem hat man jeden Tag eine Stunde lang Flex-Block, das heißt, man darf in jedes beliebige Fach gehen um noch Aufgaben zu machen oder ein Kunstprojekt zu beenden, Hauptsache man ist irgendwo anwesend und eingetragen.

Meine Fächer waren Precalculus, also Mathe, Englisch, Musik und Kunst. Englisch sollte man nehmen, wenn man in ein englischsprachiges Land geht und Mathe ist gut, um nicht den Anschluss in der deutschen Schule zu verpassen. Kunst und Musik sind beides sehr gute Fächer, um Kontakte zu knüpfen, man arbeitet in Musik in Gruppen und erschafft gemeinsame Werke und in Kunst unterhält man sich und hilft sich gegenseitig bei den unterschiedlichen Projekten. In beiden Fächern habe ich nette kanadische Freunde gefunden.

Freitags gab es dann das Eco - Adventure Program, das von Jack geleitet wurde und für die „Internationals“ ins Leben gerufen worden ist. Wir sind Kajak gefahren, waren wandern, sind in einem der unzähligen Seen auf Salt Spring schwimmen gewesen und waren Kanu fahren. Einmal haben wir ein Lagerfeuer gemacht und wie die Native Americans gekocht und eine Sauna aus Zeltplanen und heißen Steinen gebaut. Wir hatten jede Menge Spaß und haben nebenbei noch viele Sachen über die Umwelt gelernt.

An den langen Wochenenden konnte man auch gut einmal etwas unternehmen und ich war oft mit Freunden in Victoria, denn auf Salt Spring gab es nur einen Ort - Ganges -  und dort gab es zwar einige Geschäfte, aber shoppen konnte man da nicht. Um nach Victoria zu kommen, musste man die Fähre nach Vancouver Island nehmen, die eine halbe Stunde brauchte und im Anschluss einen Bus, der einen nach Downtown Victoria brachte, aber die lange Fahrt hat sich wirklich gelohnt, denn dort gab es viele Geschäfte und auch eine große Mall, die viel zu bieten hatte. Und auch Victoria an sich ist eine sehr schöne Stadt, wo es viel zu sehen gibt.

Ich war auch zweimal in Vancouver, wo ich zuvor nur den Flughafen gesehen hatte. Einmal habe ich  mit meiner Gastfamilie ein verlängertes Wochenende dort verbracht, an dem wir dann bei meiner Gasttante übernachtet haben. Es war das Thanksgiving - Wochenende und ich war aufgeregt, denn es war das erste Mal, dass ich so etwas miterlebte. Wir haben traditionell „turkey“ - Truthahn - gegessen, der sehr lecker war. Ich war mit meinen beiden Gastschwestern in der Guildford Mall shoppen und wir waren im Stanley Parc, der einfach nur wunderschön ist.  Ansonsten haben sie mir noch Downtown gezeigt und wir waren in einem Grusel – Freizeit – Park, der tatsächlich ein wenig gruselig war. Aber auch diese schöne Zeit hatte ein Ende und wir sind wieder auf unsere kleine Insel zurückgekehrt.

Als ich beim zweiten Mal mit den Internationals nach Vancouver gefahren bin - wir haben morgens um 6 Uhr die dreistündige Fähre genommen - haben wir in einem Hotel übernachtet. Wir hatten sehr viel Spaß, als wir nicht nur in den Malls shoppen waren, sondern auch im Vancouver Aquarium, das wunderschön ist. Dann haben wir noch ein Ice - Hockey - Spiel gesehen, was wirklich eine tolle Erfahrung war. Nach einem wunderschönen Wochenende ging es dann wieder mit der Fähre nach Hause und alle waren glücklich und müde zugleich.

Und dann waren die drei wundervollen Monate auch schon vorbei und ich musste wieder nach Hause zurück. Es ist wunderbar und erschreckend zugleich, wie sehr man Menschen, die man erst seit so kurzer Zeit kennt, ins Herz schließen kann.

In Vancouver hatte ich eine kanadische Flagge gekauft und alle meine Freunde haben etwas darauf geschrieben und jetzt hängt sie in meinem Zimmer und ich erinnere mich an alle meine Freunde zurück, die ich da aus aller Welt getroffen habe: Mädchen und Jungen aus Japan, Brasilien, Deutschland, Kanada und noch vielen anderen Ländern, wie wir alle an einem Strang ziehen und ein und dieselbe Sprache sprechen, egal welche Muttersprache man hat.

An meinem vorletzten Abend kamen meine engsten Freunde noch einmal und wir machten einen gemeinsamen Filmabend und hatten jede Menge Spaß zusammen, doch der Abschied am nächsten Tag fiel uns sehr schwer und wir haben uns versprochen, dass wir uns wiedersehen werden.

An meinem letzten Abend kamen mein Gastonkel und meine Gasttante und meine Gastmutter hat ein letztes Mal für uns gekocht und wir haben einen wunderschönen gemeinsamen letzten Abend miteinander verbracht.

Als meine Gastfamilie und eine meiner deutschen Freundinnen mich am nächsten Morgen zum Flughafen gebracht haben, war ein neuer, wunderschöner Abschnitt meines Lebens vorbei und ich musste wieder zurück nach Deutschland. Es ist unglaublich, wie sehr man sich auf zu Hause freuen kann und gleichzeitig um keinen Preis aus dem neuen Leben weg will.

Drei Monate mit einer neuen Familie, drei Monate mit einer fremden Sprache, drei Monate in einem neuen Land. Es hört sich nach einer unglaublich langen Zeit an, aber ich will euch eines gesagt haben, drei Monate sind nichts, nichts im Vergleich zu dem Leben, das vor einem liegt. Es werden die drei schönsten Monate eures Lebens sein, die einen völlig anderen Sinn bekommen als euer vorheriges Leben. Man lebt plötzlich in einem komplett anderen Umfeld und hat eine andere Familie und andere Freunde. Also lasst euch gesagt sein, falls ihr die Chance zu einem solchen Aufenthalt bekommt, nutzt sie und lasst sie nicht verstreichen - es ist eine unglaubliche Erfahrung und ich kann die iSt - Organisation nur weiter empfehlen!!!

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Hafenbild
Gulf Island Secondary School
Gruppenbild mit Hund
Kanadische Flagge
Schlittschuhlaufen
Vancouver
 
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