Vincent in Maple Ridge

Ich bin Ende Februar 2019 in mein großes Abenteuer für 3 Monate nach Kanada in die Nähe von Vancouver aufgebrochen. Als ich an dem Morgen losgefahren bin, war ich total aufgeregt. Ein fremdes und weit entferntes Land, eine neue Kultur/Sprache und eine andere Familie und Freunde. Nach dem Flug und der Busfahrt in den Schuldistrikt nach Maple Ridge, wurde ich von meiner Gastmutter abgeholt.

Ich bekam mein eigenes Zimmer, indem ich alles auspacken konnte und während meiner Zeit immer einen Rückzugsort hatte. Meine Gastfamilie nahm mich sehr nett und schnell auf, was mir selber den Druck und die Aufregung nahm. Ich hatte schnell ein sehr gutes Verhältnis mit meinen Gastbrüdern und meinen Gasteltern. Wir hatten ein paar Tage frei, in denen ich meine Gastfamilie kennen lernte und das Umfeld erkundete.

An meinem ersten Tag fand ein Orientation Day statt, sowohl in der Schule in Maple Ridge, als auch in Vancouver und in der Umgebung. Uns wurden Regeln aufgezählt und Dinge, die wir beachten sollten. Meine Schule hat uns sehr nett und professionell aufgenommen und alles erklärt. Während der Schulzeit hatte ich immer einen Ansprechpartner und mir wurde bei Bedarf immer alles erklärt und geholfen, denn die Schulen sind auf internationale Schüler spezialisiert. Die kanadischen Schüler und sonstigen Menschen sind es gewohnt, fremde Schüler und Erwachsene in ihrem Land zu begrüßen, sind daher sehr weltoffen und ich hatte kaum Schwierigkeiten Anschluss zu finden. Es gab viele unterschiedliche und interessante Angebote während der Schule als auch nach der Schule. Meine Schule hat einige Clubs und Treffen nach der Schule angeboten und auch Ausflüge übers Wochenende. Dabei habe ich viele neue Leute kennengelernt und eine coole Zeit mit neuen Menschen verbracht. Die Fächer sind teilweise anders als hier (z.B. Woodwork, Food Studies) und auch das Klassen- und Lernsystem wird dort etwas lockerer genommen. Auch die Lehrer sind total nett, sympathisch und helfen besonders den ausländischen Schülern sehr und sorgen sich um einen.

Nach der Schule habe ich häufig etwas mit meinen Freunden unternommen oder mit meiner Gastfamilie. Meine Gastfamilie war sehr aktiv und naturverbunden. Wir sind fast jedes Wochenende mit der Großfamilie oder Freunden in einen Nationalpark gefahren oder wo anders unterschiedliche Aktivitäten unternommen. Dieses aktive und lustige Familienleben, das nie langweilig wurde, habe ich sehr genossen und es half eine gute Beziehung aufzubauen und sich zu verstehen. Wenn man seinen Gasteltern Bescheid gibt, was man vor hat und wann man wieder kommt, sind sie häufig sehr locker und wollen natürlich auch, dass man die Gegend erkundet. Ich hatte ein sehr offenes, ehrliches und lustiges Verhältnis mit meiner Gastfamilie. Häufig bin ich auch noch mit den Jungs und ihrem Hund in den Park gelaufen und wir haben zusammen Basketball gespielt und die Zeit verbracht. Ich hatte im Familienhaushalt nicht sehr viele Aufgaben bis auf meine Wäsche selber zu waschen, trotzdem habe ich mit den Kindern ab und zu etwas gebacken oder meinen Gasteltern beim Essen machen geholfen. Außerdem waren sie sehr Eishockey verrückt, und ich bin dann auch mit ihnen zu Spielen gegangen oder wir haben gegeneinander gespielt. Ich war natürlich auch so ein bisschen der große Bruder, worüber auch die Eltern sehr glücklich waren. Wir sind zweimal zusammen Skifahren gegangen und auch mit der Schule und meinen Freunden habe ich viele unterschiedliche Orte und Aktivitäten kennenlernen dürfen. Ich konnte mit Freunden über öffentliche Verkehrsmitteln nach Vancouver fahren, das klappte meistens auch sehr gut. In Vancouver als auch drum herum kann man zum Beispiel Kajak fahren, Fahrrad fahren, Einkaufen gehen, nach Vancouver Island fahren und einfach das meist gute Wetter und die abwechslungsreiche Natur genießen.

Durch diesen Aufenthalt wurde ich viel selbständiger, da man viele unterschiedliche Aufgaben in diversen Bereichen oft selber lösen und mit den Leuten kommunizieren muss. Außerdem werden einem viele unterschiedliche Dinge gezeigt, man lernt die Sprache sehr schnell und muss sich in ein bis dahin fremdes Leben einleben. Mit Offenheit, unvoreingenommen sein, interessiert sein, Höflichkeit, Lockerheit und Neugier kann man in Kanada ein unvergessliches Abenteuer mit netten Menschen und tollen Aktivitäten erleben.

 

 

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