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Leonie Kühr berichtet aus Saint Janvier (Kanada)

Jetzt bin ich schon seit fünf Monaten wieder in Deutschland, doch es fühlt sich so an, als ob ich vor einer Woche erst aus Québec zurück gekommen bin. Aber am Besten fange ich mal ganz von Anfang an.

Im Herbst vor einem Jahr entschied ich mich ein Highschooljahr in Kanada zu machen und somit die elfte Klasse im Ausland zu verbringen. Bevor es für mich am 13. August endlich losging, musste ich mich zunächst einmal für eine Organisation entscheiden, der ich genug vertraute. Meine Entscheidung fiel letztendlich auf IST, bei denen ich dann mein Bewerbungsgespräch hatte. Dem schloss sich ein Vorbereitungsseminar in Deutschland an und dann hieß es schon Koffer packen und ich musste mich von meinen Freunden und meiner Familie verabschieden, was mich einige Tränen kostete, doch schon im Flugzeug war der Abschiedsschmerz vergessen und im Nu landeten wir Austauschschüler auch schon in Montreal, wo uns unsere Gastfamilien sehnsüchtig auf uns warteten. Die ersten Tage hatten wir alle zusammen, die ein halbes oder ein ganzes Jahr in Québec verbringen wollten, ein Vorbereitungscamp in Montreal, wo wir uns schon mal an das etwas „andere Französisch“, die Kanadier und an die neue Kultur gewöhnen konnten.

Und danach kamen wir dann in unsere „endgültigen Gastfamilien“. Ich kam bei einem älteren Ehepaar unter, die total lieb waren und mit denen ich mich am Anfang auch sehr gut verstand. Doch mit der Zeit merkte ich, dass wir zu verschieden sind und zu wenige gemeinsame Interessen haben. Deshalb habe ich dann nach 2½ Monaten meine Gastfamilie gewechselt. Mich zu diesem Schritt durchzuringen hat mich viel Kraft gekostet, da ich ja nicht wusste wo ich hin kommen würde.

Nach ein paar Tagen meldete sich eine Lehrerin an meiner Schule und meinte, dass ich gerne bei ihrer Familie wohnen könnte. Und dieses Angebot habe ich dann natürlich auch gleich angenommen. Von da an fühlte ich mich dann auch wieder wohler. Meine neue Gastfamilie zeigte mir das Land, was ich vorher etwas vermisst hatte und ich unternahm Sachen mit meinen drei Gastgeschwistern, mit denen ich mich auch super verstanden habe. Eigentlich hatte ich geplant gehabt nur bis Januar zu bleiben und dann das zweite Halbjahr wieder in Deutschland zur Schule zu gehen, doch an Weihnachten entschied ich mich zu verlängern. Dies freute meine Gastfamilie und meine kanadischen Freunde ungemein, nur meine deutsche Familie und alle anderen die ich hier zurückgelassen hatte, waren todtraurig, als ich ihnen dies mitteilte. Doch sie konnten sich damit trösten, dass es mir gut ging, denn sonst hätte ich ja nicht verlängert. Die letzten Monate waren voll mit Ski fahren, Shoppen gehen und Lernen für die Prüfungen in der Schule.

Ganz am Anfang hatte ich vor einem Gastfamilien-Wechsel total Angst und habe auch lange hin und her überlegt, ob ich es wirklich machen soll oder lieber nicht, aber ich haben den Wechsel nie bereut. Man sollte natürlich nicht schon bei jeder Kleinigkeit über einen Wechsel nachdenken, aber wenn ihr euch wirklich nicht mehr wohl fühlt, und lieber nach Hause fliegen würdet, als noch zu bleiben, rate ich euch die Familie zu wechseln. Dafür steht euch ja auch euer Area-Rep zur Verfügung, der euch im Fall der Fälle helfen soll, eine neue Familie zu finden.

Wie man auf meinen Bildern sieht, hat mich der kanadische Winter am aller meisten beeindruckt. Auch wenn im vergangenen Winter in Québec im Vergleich zu den letzten Jahren, nur sehr wenig Schnee fiel, ist der kanadische Winter doch ganz anders als in Deutschland. Spätestens wenn man aus dem Haus geht und es so kalt ist, dass die Nasenflügel zusammen frieren, ist klar, dass man in Québec ist.

Toll fand ich auch, als wir auf zugefrorenen Seen Eislaufen und im Wald mit den Schneeschuhen unterwegs waren. Und dann gibt es ja noch den Karneval in Québec City. Die ganzen Eisskulpturen und das Eisschloss haben mich mindestens so beeindruckt wie das traditionelle Hundeschlittenrennen mitten in der Stadt.

Sobald dann aber die Zeit der „Cabane à Sucre“ kommt und der Schnee wieder zu schmelzen beginnt, weiß man, dass die meiste Zeit in Québec schon vorbei ist und nur noch wenige Wochen bis zur Rückkehr in die Heimat verbleiben.

Diese Sommerferien bin ich mit meiner „richtigen Familie“ wieder nach Kanada geflogen, um meine Gastfamilie und meine Freunde dort wieder zu sehen und auch noch etwas mehr von Kanada zu sehen. Meine Familie hat sich mit meiner Gastfamilie super verstanden. Vielleicht kommt meine Gastfamilie ja demnächst mal nach Deutschland…

Zum Schluss habe ich noch 5 Sachen für euch, die man in Quebec unbedingt gemacht haben sollte:

Den „Carnaval“ in Quebec City miterleben.Die Nationalspeise „Poutine“ probiert haben. (Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist).Ein Eishockey-Spiel der Canadiens im „Centre Bell“ in Montreal sehen.Bei -40°C aus dem Haus gehen und spüren, wie die Nasenflügel zusammen frieren.Einen „Queue de Castor“ („Biberschwanz“) essen.

Leonie Kühr

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Das Château Frontenac und der Sankt-Lorenz-Strom im Winter...
Meine Gastgeschwister und ich an Heiligabend vor unserem Weihnachtsbaum...
Ski fahren in Trois-Rivières...
Meine Gastschwester und ich mit den berühmten Ahornlutschern (La Tire) vor einer %u201ECabane à sucre%u201C
 
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