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Victoria S. berichtet aus Laval (Kanada)

Am 24.August ging meine Reise los in für mich ein völlig unbekanntes Land: Kanada. Nachdem am Flughafen die Tränen geflossen sind, ging es los. Dort bin ich dann auch direkt auf Mitreisende getroffen, die genauso aufgeregt und voller Vorfreude waren wie ich. Am Flughafen in Montreal wurden wir dann von unserer Partnerorganisation mit einem Bus abgeholt und zu einer Schule gefahren, wo unsere Gastfamilien schon auf uns warteten. Mich holten mein Gastvater Jeff und mein kleiner Gastbruder Dylan (6) ab. Nach 40 Minuten Autofahrt haben wir mein neues zu Hause für die nächsten 5 Monate erreicht, in St.Eustache nördlich von Montreal. Dort haben schon meine Gastmutter Emy und meine Gastschwester Mia (4) auf mich gewartet und mich freudig empfangen.

Schon nach wenigen Tagen fing die Schule für mich an. Am Morgen war ich sehr aufgeregt vor meinem ersten kanadischen Schultag, was jedoch völlig unbegründet war. Die Schüler waren alle sehr freundlich und offen und auch die Lehrer waren immer hilfsbereit. Es ist jedoch nicht so, dass die alle auf dich zu gestürmt kommen, um dich kennen zu lernen, denn für sie ist es nichts besonderes mehr Austauschschüler zu treffen, da jedes Jahr viele da sind. Doch wenn man offen auf die Leute zu geht sind sie alle sehr nett und man findet schnell Freunde.

Die Schule war wirklich so, wie es in amerikanischen High-School Filmen immer da gestellt ist. Es gibt gelbe Schulbusse, die Locker (wobei es erst mal eine Zeit gedauert hat, bis man das Prinzip zum Öffnen verstanden hat), die Cafeteria und die Aktivitäten nach der Schule. Obwohl meine Schule mit 400 Schülern sehr klein war, gab es ein großes Sport Angebot wie z.B. Fußball, Basketball, Volleyball … Außerdem gab es ein Eishockey Team, welches sehr gut war und regelmäßig in der nahegelegen Eishalle trainierte.

Es gab auch noch Aktivitäten, wie Fashion Show, Variety Show, Yearbook Club...

Man sollte auf jeden Fall an After School Aktivitäten teilnehmen, da sie auf der einen Seite sehr viel Spaß machen, aber man auch sehr schnell andere Leute kennen lernt.

Ich war im Volleyball Team, was auch super viel Spaß gemacht hat, da wir auch an Turnieren teilgenommen haben, wo der Teamspirit einfach unbeschreiblich ist. Außerdem war ich bei einem Cross Country Rennen dabei und einem Ski Trip zu einem 1,5 Stunden entfernten Ski Gebiet. Man sollte einfach alles ausprobieren.

Allgemein ist Schule in Kanada wesentlich einfacher und macht wesentlich mehr Spaß, weil auch das Verhältnis zwischen den Lehrern und Schülern viel offener und lockerer ist.

Nach der Schule war bei mir nie so viel los, da es ohne Auto sehr schwer ist irgendwohin hinzukommen, wodurch man auf seinen Schulbus angewiesen war. Es gab zwar einen Citybus, der jedoch vielleicht. alle 2 Stunden kam und keiner meiner Freunde ihn je nutzte, sie wussten teilweise noch nicht mal, dass es einen gab. Am Abend habe ich dann immer meiner Gastmutter beim Kochen geholfen, mit meinen Gastgeschwistern gespielt oder hatte Volleyball Training.

Am Wochenende war dann immer viel mit Freunden los, wir sind Schlittschuh laufen gegangen, zu Tim Hortons (billiges Starbucks, was es an jeder Ecke gab) gegangen, Downtown nach Montreal gefahren (40 Min. mit dem Zug), ins Kino gegangen oder sind auch oft essen gegangen. Und man muss unbedingt einmal Poutine probiert haben, es ist einfach richtig ungesund aber auch unbeschreiblich gut.

Auch mit meiner Gastfamilie kam ich super klar, und vor allem mit meiner Gastmutter hab ich sehr viel unternommen. Wir waren zusammen in einem Zumba Kurs, haben nächtelang Filme geguckt und waren sportlich sehr aktiv. Sie war wie eine Freundin und eine Mutter in einem, da sie noch sehr jung war und mich immer verstand. Am Wochenende haben wir außerdem oft alle zusammen die Familie besucht, die überall in Quebec wohnt, wobei ich auch die wunderschöne Natur genießen konnte.

Vor allem das Klima unterscheidet sich stark von dem was man hier aus Deutschland gewöhnt ist. Im Sommer waren es bis zu 40°C und im Winter herrschten schnell schon mal Temperaturen unter -25°C und auch bis zu 50cm Schnee waren angesagt.

Ich hatte mich für Montreal entschieden, da ich Englisch und Französisch lernen wollte. Jedoch dachte ich, dass ich es mit einer französischen Schule nicht hinbekommen würde und ging so auf eine englische Schule und in eine französische Gastfamilie. Jedoch habe ich letztendlich nicht viel Französisch gelernt, da meine Freunde auch alle fast nur Englisch sprachen (konnten alle aber fließend französisch), meine Schule auf Englisch war und ich mit meiner Gastfamilie auch nicht viel französisch sprach. Im nachhinein bedaure ich es, dass ich es mit dem Französisch nicht konsequent durchgezogen habe, sondern den einfacheren Weg gewählt habe. Wenn ich mich nochmal entscheiden könnte würde ich auf jeden Fall in den ganz französischen Teil gehen, wo man keine Wahl hat und nicht immer auf Englisch ausweichen kann.

Als es dann nach 5 Monaten Koffer packen hieß, konnte ich es kaum fassen dass mein Zeit in Kanada schon vorbei ist. Ich schob das Koffer packen soweit wie möglich auf, weil erst da realisierte ich, dass mein Austauschjahr schon vorbei ist. Der Abschied am Flughafen fiel mir sehr schwer, vor allem weil auch noch Freunde kamen, um mich zu verabschieden.

Letztendlich war es eine unvergessliche Zeit, die ich nie vergessen werde. Eine Entscheidung die ich nicht bereue und ich würde jederzeit wieder gehen. Ich spare jetzt schon, um so schnell wie möglich meine Freunde, meine Gastfamilie und mein zweites zu Hause wieder zu sehen. Also wenn ihr die Chance habt:nutzt sie ihr werdet es nicht bereuen!

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