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Livia H. berichtet aus Oakville (Kanada)

Oakville, Ontario, Canada – so hieß mein Ziel. Genau an diesem Ort würde ich ein halbes Jahr leben und zur Schule gehen und hoffentlich auch am Ende sagen können: “Dies war die beste Zeit meines Lebens!”

Ende Januar stieg ich dann ins Flugzeug, was mich in die nächst größere Stadt Toronto bringen sollte. Dort würde ich dann von meiner Gastmutter abgeholt werden und in mein neues Zuhause am Lake Ontario fahren. Nach einem langen und etwas nervenaufreibenden Flug kam ich dann auch endlich an und war erst einmal ziemlich überwältigt, vor allem von dem Schnee. Meine Gastmutter begrüßte mich, in dem sie sagte wie froh sie sei, dass ich vor dem angekündigten Schneesturm angekommen bin. Welcome to Canada!

Zuhause angekommen sah ich mir erstmal mein neues Zuhause an. Es war nicht besonders groß, aber dafür typisch kanadisch: schmal und ziemlich lang. In den ersten Tagen bevor die Schule begann, ging ich nach Toronto, an den Lake Ontario und musste natürlich auch die nötigen Dinge, wie Schuluniform und eine neue Busfahrkarte einkaufen oder meinen Stundenplan wählen, erledigen. Da ich anfangs keinen, außer meiner Gastmutter und meiner Gastschwester kannte, habe ich meine Familie und meine Freunde sehr vermisst. Ich habe in den ersten Tagen sehr oft geskypt, aber mit der Zeit wurde es immer weniger. Zum Glück hatte ich schon bald meinen ersten Schultag! Das MacLachlan College, auf das ich ging, ist eine sehr kleine Privatschule, die in einem schönen Herrenhaus untergebracht ist und von dort ist es auch nicht mehr weit bis zum See, an dem ich auch oft und gerne war. Es wird dort sehr viel mit Computern gearbeitet und jeder Schüler muss täglich seinen eigenen Laptop mitbringen. In den Klassen sind vorwiegend smartboards und selbst die jüngeren Kinder arbeiten schon mit iPads. In der gesamten Schule sind ca. 350 Schüler von Pre-k (Kindergarten) bis Grade 12. In meiner ganzen Stufe waren ungefähr so viele Leute wie in meiner deutschen Klasse. Ich hatte jeden Tag vier Doppelstunden und jeden zweiten Tag die gleichen Fächer: World Religions, APS (Psychologie), World History und Functions (Mathe) und am nächsten Tag Drama, Englisch, Marketing und eine spare, was eine Freistunde ist, in der man zum Beispiel Hausaufgaben machen konnte. Ich mochte meine Schule sehr. Die Leute waren sehr nett und dadurch, dass es so wenige waren, kannte man sich auch innerhalb der verschiedenen Stufen sehr gut. Mit einigen kanadischen, deutschen oder anderen internationalen Mitschülern habe ich auch heute viel Kontakt. Auch das Tragen einer Schuluniform fand ich nicht schlimm. Die full dress uniform, die an speziellen Tagen sowie jeden zweiten Dienstag in der assembly Pflicht war, bestand für Mädchen aus einem rot-schwarz karierten Rock, schwarzer Strumpfhose und Schuhen, weißer Bluse, roter Krawatte und schwarzen Blazer.

Durch die Schule hatte ich auch die Chance, an verschiedenen Trips teilzunehmen. So war ich zum Beispiel Ski fahren, beim Curling, im Freizeitpark Wonderland, bei einem Basketballspiel der Toronto Raptors oder auf einem dreitägigen Duke Canoe Trip durch den Algonquin Nationalpark.

An den Wochenenden bin ich eigentlich immer mit meinen Freunden weggegangen – entweder innerhalb Oakvilles oder nach Toronto. Ich finde Toronto ist eine Mischung aus New York und Frankfurt, aber sehr schön. Als es auf Ostern zuging merkte ich, dass ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester, die inzwischen ausgezogen war, nicht mehr so gut klarkam. Es kam öfters zu Reibereien und so beschloss ich nach Absprache mit Freunden und meiner Familie, meiner Schule zu sagen, dass ich gerne meine Gastfamilie wechseln möchte. Dies stellte kein Problem dar. Die Schule hat mit meiner Gastmutter telefoniert und ich konnte mir zwei andere Gastfamilien anschauen. Nachdem ich mich für meine neue Familie, die aus meinen Gasteltern, meinen 4 kanadischen Gastgeschwistern und einer mexikanischen Gastschwester bestand, entschieden hatte, konnte ich noch vor Ostern umziehen. Die letzte Zeit mit meiner alten Gastmutter war etwas komisch, doch da ich sehr oft weg war, war auch dies zu überstehen. In meiner neuen Gastfamilie habe ich mich dann wirklich sehr wohl gefühlt. Sie sind zu meiner zweiten Familie geworden und auch mit meiner mexikanischen Gastschwester habe ich noch viel Kontakt. Meine Gastbrüder habe ich zum Baseball oder Lacrosse begleitet und vor allem mit meinem Gastvater habe ich oft lange geredet. Dadurch hat sich natürlich auch mein Englisch sehr verbessert.

Kurz vor den Ferien kamen dann die Examen, die entweder in der Turnhalle oder im Computer Lab, wenn man sie an einem Computer schreiben wollte, geschrieben wurde. Als ich wieder in Deutschland war, kamen dort dann auch meine letzte von vier report cards mit meinen Noten aus den Examen und meinen Endnoten an.

Nachdem die kanadischen Sommerferien angefangen haben, hatte ich noch ca. 2 Wochen um mich von allen zu verabschieden, das letzte mal nach Toronto oder an den Lake Ontario zu gehen, die Niagarafälle zu besichtigten oder andere schöne Dinge zu machen und natürlich zu packen. Mir fiel es sehr schwer ein halbes Jahr Kanada in zwei Koffer und drei Taschen zu packen, aber irgendwie passte es dann doch. Nachdem ich mich vom Großteil meiner Familie zu Hause verabschiedet habe, hat mich mein Gastvater zum Flughafen gefahren, wo dann mein Flugzeug in Richtung Heimat abhob.

Ich muss wirklich sagen, dass ich trotz meiner Freude auf zu Hause auch wieder Heimweh nach Kanada hatte.

Auch heute, ein Jahr nachdem ich wieder zurück bin, denke ich gerne an meine Zeit dort zurück, in der ich unheimlich viel gelernt habe.

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