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Isabel H. berichtet aus Winnipeg (Kanada)

Ich heiße Isabel-Sophie und bin 15 Jahre alt. Von Anfang September bis Ende November habe ich in Winnipeg gelebt. Winnipeg ist die Provinzhauptstadt von Manitoba, liegt im Herzen Kanadas und ist mit 600.000 Einwohnern eine kleine Großstadt.

Zur Vorbereitung auf meine Reise habe ich diverse Bücher über Kanada gelesen, das Internet durchforstet, mir etliche Erfahrungsberichte von ehemaligen Internationals durchgelesen und unzählige Bilder von meiner zukünftigen Heimat angeguckt.

Meine Schule, das Westwood Collegiate, habe ich mir ziemlich zufällig ausgesucht. Das war aber genau die richtige Schule für mich. Westwood ist eine schöne (und sichere!) Wohngegend von Winnipeg. Die Schule war toll ausgestattet, die Klassenzimmer geräumig und ich habe mich insgesamt sehr wohl dort gefühlt. Meine Unterrichtsfächer waren Drama, Food and Nutrition, Geography, Choir, Maths und French. Die Kurse waren alle sehr einfach und keine akademischen Fächer, was aber hauptsächlich daran lag, dass ich, da ich nur so kurz da war, die Spaßkurse haben durfte.

Wer länger bleibt, hat auch eher akademische Kurse (d.h. Mathe, Englisch, Naturwissenschaften). Jeden Tag hat man denselben Stundenplan. Außer Fächer wie Choir oder Dance. Die hat man nur jeden zweiten Tag. Das wird aber natürlich noch mal in der Schule erklärt. Mein Lieblingsfach war definitiv Drama. Ich war vorher noch nie in einer Theatergruppe, was aber auch kein bisschen schlimm war. In Drama haben wir „Standbilder“ geübt, Gedichte vorgetragen etc. Food and Nutrition hat zwei Mal in der Woche im „Kochraum“ stattgefunden, die anderen Tage war theoretischer Unterricht. Leider war meine Klasse da nicht so toll, aber der Rest hat Spaß gemacht. Gekocht haben wir allerdings nur ungesund. Aber auch das ist für Leckermäuler nicht schlimm. Geo ist wie der Erdkundeunterricht in Deutschland. Nur auf einem etwas niedrigeren Niveau. In Choir (Chor) wurde gesungen, neue und alte Lieder, auf verschiedenen Sprachen. Bei Mathe würde ich euch empfehlen in einen Kurs eine Stufe höher zu gehen, ihr langweilt euch sonst zu Tode. Ich habe das nicht machen können, aber so war es wenigstens eine gute Wiederholung. Aber besonders in Mathe habe ich mich gefragt, wie Kanada es auf Platz 1 der Pisa-Studie geschafft hat. Französisch war auch in der nächsthöheren Klassenstufe einfach zum Mitkommen. Insgesamt habe ich für die Schule nicht mehr getan als wirklich nötig, und habe trotzdem gute Noten gehabt. Am Westwood Collegiate hatte ich eigentlich mehr Spaß als an meiner Schule hier, aber man sollte bedenken, dass Schule irgendwie doch gleich Schule ist.

Zu meiner Gastfamilie kann ich nur sagen, die war das Beste für mich was ich mir überhaupt vorstellen kann. Obwohl ich eine Allergie gegen Gluten habe, hatte ich mit dem Essen gar kein Problem, da meine Gastfamilie meistens selbst frisch gekocht hat. So ging es leider nicht allen, aber das lässt sich auf jeden Fall mit der Familie regeln. Mit meinem Zimmer war ich sehr zufrieden, Wäsche habe ich selbst gemacht. Ansonsten kann ich zur Gastfamilie nicht viel sagen, weil das eben etwas so individuelles ist. Man sollte sich aber nicht zu viele Sorgen machen, die sind so gut wie immer unbegründet.
Zur Freizeit kann ich nur wenige Tipps geben. Fangt am besten so früh wie möglich an Kontakte zu knüpfen, macht zur Not alleine was in der Stadt und lernt dabei Leute kennen. Ich habe vier Mal Deutsche in der Stadt angetroffen und einfach mit ihnen losgequatscht. Sprache verbindet eben irgendwie. Zu Winnipeg selbst kann ich euch ein paar Orte nennen, die einen Besuch wert sind: The Forks, Polo Park (zum Shoppen), Manitoba Museum, Assiniboine Park, baked expectations (nicht billig, aber es gibt dort die besten Torten überhaupt). Oder geht einfach mal durch euer Viertel, vielleicht könnt ihr ja was Schönes entdecken. Am allerbesten hat mir übrigens Osborne Village gefallen (da ist baked expectations).

Zum Schluss kann ich nur noch sagen, dass meine Zeit in Winnipeg einfach wunderschön war, und ich unendlich dankbar bin, dass ich so eine tolle Erfahrung machen konnte. Ich glaube, es gibt keine bessere Möglichkeit das Leben in einem anderen Land so kennen zu lernen wie diese. Wer aber zum Englisch lernen ins Ausland möchte, der sollte ein ganzes Jahr da bleiben. Aber das war von Anfang an nicht mein Bestreben. Es gibt schließlich so viele andere Motivationen ins Ausland zu gehen. Macht euch klar, was ich dazu bringt, ins Ausland zu gehen, sich so vielen Herausforderungen zu stellen. Denn dann fällt es leichter, das Ganze auch durchzuziehen. Was übrigens Heimweh betrifft: Stellt euch darauf ein, dass ihr es bekommt, lasst es in dem Moment aber nicht zu, denn ihr sollt eure begrenzte wunderbare Zeit in vollen Zügen genießen können, dann kommt Heimweh auch sehr selten. Wenn überhaupt.
Ich wünsche allen zukünftigen Internationals ganz viel Spaß und hoffe, ich konnte mit meinem Bericht etwas weiterhelfen.

Isabel H.

Westwood Collegiate, Winnipeg, Manitoba

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