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Niklas G. berichtet aus Whistler/Whistler Secondary School (Kanada)

Hallo, ich heiße Niklas und war für ein halbes Jahr als Austauschschüler in Whistler, BC.
2-3 Monate vor meinem Abflugdatum, dem 1. September, bekam ich meine Gastfamilie zugewiesen. Ich baute sofort Mailkontakt mit ihnen auf und hatte direkt ein sehr gutes Gefühl. Das Vorbereitungswochenende mit iSt verstärkte diese Gefühl dann nochmals und ich freute mich sehr. Trotzdem war der Abschied am Flughafen sehr traurig. Zum Glück hatte ich schon einige Leute auf dem Vorbereitungswochenende kennen gelernt, die ich dann am Gate getroffen habe. Der 10-stündige-Flug von Frankfurt nach Vancouver und die darauf folgende 2½-stündige Fahrt mit dem Shuttle Service nach Whistler waren trotz dieser Begleitung sehr sehr anstrengend. Als ich dann endlich am Ziel meiner Reise war, bin ich nach kurzem Kennenlernen meiner Gastfamilie und Abendessen sofort ins Bett gefallen.

Meine Gastfamilie bestand aus der Gastmutter Lise-Anne (Spitzname: Lee), Gastvater Randy, meinem 9-jährigem Gastbruder Nathan und Hund Bob. Sie nahmen mich direkt sehr gut in ihre Familie auf und zeigten mir am nächsten Tag erst einmal die Umgebung und machten mich mit ein paar Freunden von ihnen vertraut, die ebenfalls Gastschüler hatten. Danach folgte schon gleich der erste Schultag. Ich war sehr aufgeregt.

Nach kurzem Schulweg erreichte ich die Schule und schaute wahrscheinlich so verunsichert, dass sofort die Schulleiterin auf mich zu kam und mich in meinen Homeroom brachte. Mein Homeroom war ein extra Homeroom für Internationals und dort traf ich dann auch sofort ein paar von meinen Freunden. In der ersten Stunde ging es dann erstmal nur um organisatorischen Kram, wie Stundenpläne usw. Danach hatten wir unsere ersten 4 Unterrichtsblöcke und einen Englisch Test. Es gab immer 4 Blöcke jeden Tag und insgesamt hatte man auch nur 4 Fächer.  Man hatte so  jedes Fach jeden Tag. Meine Fächer waren Physik, Mathe in Klasse 11 (da ich den Hinweis bekommen hatte, das naturwissenschaftliche Fächer in Kanada meist einfach wären) und Englisch-as-a-second-language (ESL) und Computer Programming. Die letzten Fächer wechselte ich und nahm dafür Sport und Graphic Design (am Computer verschiedene Dinge entwerfen, wie z.B. Poster, Visitenkarten,…), da ESL viel zu einfach war und Computer Programming mir keinen Spaß machte.

In den ersten Wochen versuchte ich mich dann erstmal einzuleben. Die Schule fiel mir sofort ziemlich leicht, ich brauchte nie lernen und Hausaufgaben gab es auch sehr selten. Meine ersten Freunde hatte ich unter den Austauschschülern gefunden, mit denen ich die neue Umgebung erkundete. Zusätzlich hatte ich angefangen im Schulteam Fußball zu spielen .Deshalb war ich gleich ziemlich viel unterwegs. Da alles noch so neu und aufregend war, vermisste ich meine Familie in Deutschland auch kaum.

An den ersten zwei Wochenenden gab es auch gleich zwei Aktivitäten vom Schuldistrikt. Wir machten einen Ausflug nach Vancouver und einen Ausflug in einen Kletterwald, an dem alle Internationals des Schuldistrikts Squamish-Whistler-Pemberton teilnehmen durften. Außerdem machte ich mit meiner Gastfamilie einen ersten Ausflug in die Berge. Wir fuhren mit der Gondel hoch und unternahmen eine kleine Wanderung.

Danach spielte sich so langsam das Alltagsleben ein. Ich kam sehr gut mit meiner Gastfamilie zurecht, Schule lief weiterhin sehr gut und Freunde fanden sich auch immer mehr. Wir trafen uns oft im Whistler Village („Innenstadt“), wo immer was los war, badeten bei bestem Wetter in den Seen rund um Whistler und gingen ins Sportcenter, in dem wir freien Eintritt hatten. Dort konnten wir schwimmen, Squash spielen, Ice skaten oder ins Fitnessstudio gehen. Ein anderer beliebter Ort war die Trampolin-Halle „Bounce“, in der wir immer sehr viel Spaß hatten. Fußball spielte ich natürlich auch noch regelmäßig und wir hatten auch die ersten Spiele gegen Mannschaften in der Umgebung (Umgebung heißt, dass man mal 1½ Stunden mit dem Auto fahren musste).

Mitte Oktober zu Thanksgiving gab es dann den großen Turkey Sale in Whistler. Hier konnte man günstig Ski- und Sowboardausrüstung für die kommende Wintersaison kaufen und dies nutzte ich mit meinen Freunden natürlich aus.

Danach wurde es bis Mitte November (kurz nach meinem Geburtstag)  ruhiger in Whistler, bis das Skigebiet verfrüht öffnete. Von da an waren wir jedes Wochenende und jeden schulfreien Tag (von dehnen es relativ viele gab) auf bzw. meist neben der Piste. Das Skigebiet ist super und nicht mit den europäischen Skigebieten zu vergleichen und die Menschen in Whistler sind alle skiverrückt! An guten Tagen mit viel Neuschnee sollte man mindestens schon eine halbe Stunde früher am Lift sein, so dass man noch den guten Pulverschnee neben den Pisten für sich nutzen konnte. Das hieß für mich: Früh aufstehen! Früher als wenn ich zur Schule gehen würde, die immer um 8:45 Uhr startete. Mit dem Bus war ich dann immer in einer viertel Stunde an der Gondel und traf dort meine Freunde. In Whistler an der Schule ist es auch inoffiziell erlaubt, dass man sich bei guten Schneebedingungen ein paar Powder-days nimmt und  Ski fährt, anstatt in der Schule zu sitzen.

Dann kamen die Weihnachtsferien. Weihnachten verbrachte ich mit meiner Gastfamilie und ihren Freunden, wie auch schon Thanksgiving und später Silvester. In den Weihnachtsferien hatte Skifahren ebenfalls wieder höchste Priorität, aber es wurde voller auf den Pisten und es gab oft auch mal längere Anstellzeiten. Trotzdem fuhren wir jeden Tag, 16 Tage am Stück.

Danach ging die Schule wieder los und alle bereiteten sich auf die Final Exams vor. Ich hatte nicht mal mehr einen Monat in Whistler und auch dieser verging wie im Flug. Skifahren, mit Freunden treffen, Sport, Schule, viel mehr machte ich diesen Monat nicht. Zu dem Packstress am Ende des Monats kam dann noch der Stress wegen der Examen, die sich aber als leicht entpuppten. Dann folgte der Abschied. Meine Gastmum war super traurig, konnte mich aber leider nicht zum Flughafen begleiten. Zum Glück konnte mich ein Freund mitnehmen. Ich hatte total gemischte Gefühle: Zum einen freute ich mich wieder auf Deutschland, zum anderen hatte ich mich auch in Kanada pudelwohl gefühlt und wollte gerne noch ein bisschen dableiben.

Das Willkommen in Deutschland war dann aber super! Meine Familie wartete am Flughafen und war super glücklich mich wieder zu sehen. Ich kam auch super schnell wieder in den deutschen Alltag zurück, was ich zwangsweise wegen der ersten Klausuren auch musste.

Rückblickend war Kanada wahrscheinlich die beste Zeit meines Lebens und ich kann es nicht abwarten wieder zurück zu kommen. Ich habe so viel erlebt, ich kann gar nicht alles beschreiben, es wäre viel zu viel geworden. Aber ich hoffe ich konnte euch trotzdem einen kleinen Einblick in meine Zeit in Kanada liefern.

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