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Franziska K. berichtet aus West Vancouver/West Vancouver Secondary School (Kanada)

Ahornsirup, Bären und Kajaks – mein Aufenthalt in Kanada


Kanada-ich hatte vor meinem Aufenthalt nicht sehr viel über das Land gewusst und war vorher noch nie dort gewesen. Es ist ein Land, das sich auf der anderen Seite der Welt befindet und das Land in dem ich 6 Monate als ein internationaler Schüler in einer Gastfamilie verbringen durfte. Ehrlich gesagt, die Entscheidung ins Ausland bzw. nach Kanada zu gehen, war ziemlich spontan, aber sicherlich einer der besten, die ich jemals in meinem Leben getroffen habe.
Ich war immer voller Vorfreude nach Kanada zu reisen und nie ängstlich geschweige denn besorgt. Als es dann jedoch an der Zeit war sich von der Familie und all den Freunden zu verabschieden, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass man jetzt komplett auf sich alleine gestellt ist. In diesem Moment schossen mir 1000 Fragen und Gedanken durch den Kopf: Werde ich mich mit meiner Gastfamilie verstehen? Werde ich Freunde finden? Was wenn ich mal nicht verstehe über was die Leute reden? Werden sie über mich lachen, wenn ich nachfrage? All diese Zweifel und Ängste existierten nach den ersten zwei Wochen überhaupt nicht mehr.


Meine Gastfamilie war einfach super und ich hätte mir keine bessere vorstellen können. Ich hatte eine 10-jährige, eine 14-jährige und eine 16-jährige Gastschwester, die auch alle (außer der Kleinsten) auf die West Vancouver Secondary School gingen. Am Anfang war ich ziemlich gespannt wie das so wird mit den Mädels, denn hier in Deutschland habe ich zwei ältere Brüder! Auch das war schon eine Erfahrung für sich. Aber zum Glück haben wir uns von Anfang an total gut verstanden und auch viel unternommen. Meine Gastfamilie war mit mir campen, wir haben ein paar Tage auf Vancouver Island verbracht, wir sind nach Whistler gefahren und vieles mehr. Meine “host family” hat mich vom ersten Tag an wie ihre vierte Tochter behandelt und man fühlte sich einfach willkommen. Sie haben mich auch alle unterstützt als ich Basketballspiele oder Cross Country Rennen hatte. Vor allem meine Gastmum war so oft bei Spielen dabei und hat kräftig mit angefeuert. Pflichten hatte ich eigentlich keine. Das haben mir meine Gasteltern auch gesagt, aber ich hab trotzdem mitgeholfen. Selbst wenn die Gasteltern mich nicht darum gebeten haben, habe ich mal die Spülmaschine ausgeräumt, den Tisch gedeckt oder die Einkäufe weggeräumt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag konnte man ihnen damit wirklich eine Freude machen. Mit meiner Gastfamilie hatte ich nie Streit oder ähnliches. Falls es mal ein Problem oder ein Missverständnis gab, wurde darüber geredet.
Bevor die Schule losging, nahm  ich an dem 2-wöchigen “Orientation Program” teil. Alle Internationals haben sich jeden Morgen in der Schule getroffen und 2-3 Stunden Unterricht gehabt. Danach hat man gemeinsam etwas unternommen. Wir waren Kajakfahren, sind nach Whistler gefahren, hatten eine Stadtführung durch West Vancouver, haben eine Fahrradtour durch den Stanley Park gemacht und haben zusammen gegrillt. So konnte man die anderen Schüler besser kennenlernen und erste Freundschaften schließen. Außerdem lebte man sich so schnell ein und wusste wie alles abläuft.


Auch in der Schule gab es keine Schwierigkeiten. Am ersten Schultag kamen Schüler gleich auf mich zu und waren unglaublich nett, offen und vor allem neugierig. Die Schule in Kanada war komplett anders als die deutsche Schule. Einerseits war der Stoff, der durchgenommen wurde, einfacher und weniger komplex. Andererseits wurde fast jede zweite Stunde eines Faches ein Test geschrieben. Die mündlichen Beiträge wurden nicht so stark berücksichtigt wie die Tests. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die vielen Projekte und “field trips”, die man veranstaltet hat. Das Beste war, dass es viele Möglichkeiten ( z.B. Kunsttage, die Basketballacademy, das Ochester,...) für die Schüler gab sich seinem “Talent” zu widmen und das die Schulgemeinschaft sehr gefördert wurde. Insbesondere die Sportteams und “clubs” an den Schulen waren die perfekte Möglichkeit, um sich in die Schulgemeinschaft einzufügen. Ich war Teil des Cross Country-Teams (vergleichbar mit Crosslauf) und der Basketballmannschaft. Die meisten meiner Freunde habe ich da kennengelernt. Menschen, die alle so freundlich, unterstützend sind und einfach das Leben genießen.
Es war sehr unbeschwert sich sowohl an Unterhaltungen zu beteiligen als auch neue Leute kennen zu lernen. In West Vancouver waren viele andere Internationals und so hat man auch Freundschaften mit Leuten z.B. aus Thailand, Korea, Brasilien oder Mexiko geschlossen. Mit meinen Freunden hab ich viel unternommen: Wir waren Paintball spielen, Kajakfahren, Eislaufen in Vancouver City, Shoppen, Snowboarden, Wandern,...es gab auf jeden Fall viel zu unternehmen.


Das, was ich am allermeisten an Kanadiern bzw. an den Menschen, die in Kanada leben, bewundere ist, mit welcher positiven Energie und Offenheit sie auf einen zugehen und miteinander umgehen. Ich habe es noch nie so erlebt, dass sich Menschen, auch wenn sie sich nicht kennen und sich einfach auf der Straße begegnen, so nett und vorurteilsfrei gegenseitig behandeln. Die Kanadier waren immer mit einem Lächeln unterwegs und sind ganz entspannt durch das Leben gegangen.


In diesen 6 Monaten habe ich sehr viel Lebenserfahrung gesammelt und eine Menge über andere Kulturen erfahren. Diese Zeit in Kanada ist einfach unvergesslich gewesen und hat mich und mein Leben ohne Zweifel positiv beeinflusst. Dinge, wie Weihnachten am Morgen des 25. Dezembers zu feiern, an Neujahr bei 2 Grad Celsius im Ozean schwimmen zu gehen, einen lebendigen Bären an Thanksgiving vor dem Balkon stehen zu sehen, Pfannkuchen und Waffeln mit Ahornsirup zu essen oder ein Ausflug zu einem Kürbisfeld waren einfach genial und aufregend, manchmal auch ziemlich anders, aber sie haben auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Hoffentlich kann ich meine Gastfamilie und meine Freunde eines Tages besuchen!


Ein letzter, kleiner Tipp für die, deren Reise noch bevorsteht oder die sich überlegen an so einem Programm teilzunehmen: Egal wie lange euer Aufenthalt im Ausland ist, ob 2 Wochen oder sogar ein ganzes Jahr, seid einfach ihr selbst und seid offen für neue Dinge, auch wenn sie auf den ersten Blick

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Mein cross country team
 
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