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Nora Hildebrand berichtet aus West Vancouver (Kanada)

Raus aus dem alltäglichen Trott und rein in die strahlende Großstadt! - So ging es zumindest mir.

Mein Name ist Nora Hildebrand und ich habe 5 Monate im wunderschönen West Vancouver in Kanada gelebt. Vancouver wird oft als eine der schönsten Städte der Welt bezeichnet – und das kann ich nur bestätigen!

Besonders reizte mich die Vielfältigkeit der Dinge, die man dort tun konnte. Denn es ist nur ein Katzensprung von Vancouver Downtown zum nächsten Strand oder Skigebiet.

Nachdem ich voller Vorfreude und ohne eine Träne zu vergießen den deutschen Flughafen verließ, kam ich am 7.8. nach ruhigen 10 Stunden und einer einstündigen Autofahrt, eigentlich todmüde aber doch hellwach durch die riesen Aufregung, an.

Dann stand ich vor der Einfahrt und blickte auf mein zukünftiges Zuhause... und es kam mir vor wie ein riesiges, aus Lego gebautes Haus.

Jedenfalls im ersten Moment. Denn wie fast alles, unterscheidet sich auch der Stil der Häuser sehr zu denen in Deutschland.

Es war sehr groß, gemütlich und nur einen wuuunderschönen 8 Minuten Spaziergang zum Shopping Center„Park Royal“ und den Busstationen in alle Richtungen entfernt. (Da hat es sogar Spaß gemacht, morgens zum Schulbus zu laufen!)

Also ein spitzen Treffer!

Wobei ich anmerken muss, dass keiner der Exchange Students die ich kannte, in diesem Bereich Pech hatte. Sehr viele Häuser in West Van sind ausgestattet mit Pools, Terrassen von denen man eine unglaubliche Aussicht auf das Meer hat und auch Videoüberwachung und Alarmanlagen.

Ich habe mich von Anfang an super mit meinen Gasteltern und den anderen 2 Austauschschülern (eine Chinesin und ein Russe), die neben mir noch im Haus wohnten, verstanden. Sie waren sehr gastfreundlich, zuvorkommend und waren wirklich immer für mich da, wenn ich Fragen oder Probleme hatte. Wir haben natürlich nicht den ganzen Tag miteinander verbracht, doch beim Abendessen kamen dann alle zusammen und erzählten von den neusten Erlebnissen in Kanada, Bräuchen der Heimat und vielem mehr. Ich fand das immer sehr schön.

Insgesamt haben die Menschen dort eine tolle Lebenseinstellung. Ich ging durch die Straßen und die Menschen wirkten glücklich und lebendig. Das fiel mir besonders auf, als ich wieder zurückkam und in die genervten Gesichter der Deutschen sah.

In allen Shops nennen sie dich dort „Sweetheart“ oder „Darling“, in Bussen bedankt man sich beim Busfahrer und meiner Meinung nach, ist auch die Lehrer - Schüler Beziehung durch mehr Respekt voreinander sehr angenehm gewesen.

Einmal bin ich mit einem kanadischen Freund an den Strand gegangen, wo wir weitere Freunde von ihm trafen. Anfangs war es mir etwas unangenehm, da ich niemanden von ihnen kannte und nicht wusste, wie sie auf mich reagieren würden. Aber meine gesamte Scheu wurde beiseite geräumt, als sie freundlich auf mich zu kamen und mich sofort in die Gruppe integrierten. Es war wie als ob ich sie schon Jahre lang kennen würde! Aber auch wenn Kanadier sehr gastfreundlich und offen sind, sollte man natürlich nicht immer darauf warten, dass man angesprochen wird, sondern auch selbst ab und zu Initiative ergreifen.

Ca. 2 Wochen des ersten Monats habe ich am „Orientation Program“ teilgenommen. Dort trafen sich alle neuen Exchange Students aus der ganzen Welt um auf die Schule und Probleme die auftreten können, vorbereitet zu werden. Außerdem machten wir Ausflüge in das Skigebiet „Whistler“, was der Hauptaustragungsort der Olympischen Winterspiele 09/10 war, zu einem Wasserfall, wir grillten in einem nahe gelegenen Park zusammen und vieles vieles mehr. Das Tolle daran war, dass man währenddessen viele Bekanntschaften mit Leuten machen konnte, die danach auf dieselbe Schule gingen und nicht nur Deutsche um sich hatte, sondern eben auch Leute aus Brasilien, Japan, China, Italien, Spanien etc.

Am 1. September ging die Schule dann schon los. Ich besuchte die West Vancouver Secondary School mit ca. 1.600 Schülern und dem entsprechend war sie auch groß und gut ausgestattet. Die Schule hatte eine große Auswahl an Fächern. Besonders Spaß machten mir Kochen, wo wir lernten besondere kanadische Spezialitäten zu zubereiten, Sport, da wir oft am Meer entlang gejoggt sind und das Fach Tanzen, da wir mit unserer Gruppe Auftritte an verschiedenen Schulfestivals hatten. Außerdem ging ich in mehreren Fächern in die Abschlussklasse (12. Klasse), da mir meine eigentliche Stufe (10.Klasse) zu leicht war. Da die Schule gut organisiert ist, gab es kein Problem das geradezubiegen.

Bis Mitte September verbrachte ich die Zeit nach der Schule und am Wochenende mit Freunden am Strand. Denn Vancouver ist wahrscheinlich die wärmste Stadt Kanadas und es wurde im Sommer um die 35°C heiß. Als der Herbst eintraf war mir das ebenfalls nicht unrecht, da ich sehr gerne fotografiere. Ein halbes Jahr vor meinem Flug habe ich mir eine Spiegelreflex Kamera gekauft, die in der bekannten „Indian Summer“ Zeit auch oft zum Einsatz kam. Und im Winter habe ich mir ein eigenes Snowboard und das dazugehörige Equipment angelegt, um auf den nahegelegenen Bergen mein Können zu verbessern. Das Board habe ich auch mit nach Deutschland genommen und dadurch einige hundert Euro gespart!

Meine Gasteltern nahmen mich einmal im Sommer und ein zweites Mal am Thanksgiving Wochenende mit zu ihrer Sommerhütte nach „Gambier Island“, einer kleinen Insel. Wassertaxis waren die einzige Möglichkeit sie zu erreichen. Dort angekommen war ich mehr als geschockt - wir hatten zwar eine funktionierende Küche und Bad, aber ansonsten verzichteten sie völlig auf Strom. Das soll bedeuten, wir benutzten
Kerzen statt Lampen wenn es dunkel wurde und es gab weder Fernseher noch Computer oder Ähnliches zur Unterhaltung. Aber es wurde trotzdem nicht langweilig, da wir stattdessen Wasserski fuhren, schwammen, mit einem wackligen Bötchen etwas weiter raus ruderten um kleine Krabben und Shrimps zum Kochen zu fangen, bei Freunden aus der Nachbarschaft essen gingen und vieles mehr. An Thanksgiving war es jedoch zu kalt um nur eine Fußzehe ins Wasser zu setzen. Doch wir hatten genug damit zu tun den traditionellen Truthahn und den Pumkin-Pie (MhhYummi!) als Nachtisch vorzubereiten.

Abends saßen wir dann draußen am Tisch, aßen, konnten den Ausblick auf das Meer und die beeindruckende Bergkette im Hintergrund genießen und erzählten uns später lustige Geschichten bei einem gemütlichen Feuer.

Alles in allem habe ich diese Ausflüge mehr gemocht als ich vorher erwartet hatte und hach.. jetzt wäre ich gerade wieder sooo gerne auf Gambier Island. Das soll heißen, man sollte auf keinen Fall unbekannte Dinge sofort ablehnen, sondern ausprobieren.

Insgesamt bin ich mir sehr sicher, dass ich innerhalb der nächsten Jahre für eine Weile nach Vancouver zurückkehren werde. Es ist so ein interessanter, vielseitiger Ort mit super netten Leuten und ich habe noch lange nicht alles gesehen!

Hoffentlich konnte ich euch einen kleinen Einblick meiner Erlebnisse und Gefühle verschaffen und hoffe ihr habt gemerkt, wie glücklich ich mit meiner Entscheidung einen Auslands Aufenthalt in Vancouver zu machen, bin.

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