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Madleen Meier-Barthold berichtet aus West Vancouver (Kanada)

"It was the time of my life!" - Das kann ich nun nach meinem fünf monatigen Aufenthalt in West Vancouver, British Columbia mit aller Sicherheit sagen.

Umso näher der Tag meiner Abreise rückte, umso aufgeregter wurde ich. Gleichzeitig konnte ich es aber auch nicht mehr abwarten. Kleiner Tipp an alle, die es noch vor sich haben: Macht euch nicht so viele Gedanken im Voraus. Habt auch keine großen Erwartungen. Es kommt sowieso alles anders - es kommt alles viel besser!!

Im Januar fing alles an. Als ich aus dem Flughafen lief und in das Auto stieg, was mich zu meiner Gastfamilie fahren sollte bekam ich ganz schönes Herzklopfen. Alles erschien mir so groß und ich war so klein. Würde alles gut werden, würden mich alle verstehen? Sobald ich aber bei meiner Gastfamilie angekommen war, war meine Angst schlagartig verflogen. Sie nahmen mich so herzlich auf und mein Zimmer fand ich super. Es war klein, aber total gemütlich. Ich hatte sogar ein eigenes Badezimmer. Am nächsten Tag war mein erster Schultag. Ich ging auf die Sentinel Secondary School in West Vancouver. Meine Gastschwester hat mich zum Office in der Schule gebracht, wo ich dann auch noch andere Austauschschüler traf. Wir mussten einen kleinen Test machen, damit wir in die richtige Klassenstufe eingestuft werden konnten. Der Test war aber echt total einfach. Also keine große Sache. Danach wurde uns die Schule gezeigt. Außerdem bekamen wir unsere Stundenpläne. Jeder hat einen anderen Stundenplan. Man ist nämlich nicht, wie in Deutschland, immer mit den gleichen Leuten in allen Fächern zusammen. Meine Fächer waren Mathe, Englisch, Social Studies, Physik, Französisch, Marketing, Sport und IT (das hat was mit Computern zu tun). Das Klassensystem ist sehr verwirrend am Anfang, aber nach einer Weile hat man sich daran gewöhnt. Es gibt einen Tag 1 und einen Tag 2. Ich zum Beispiel hatte Mathe, Englisch, Marketing und Social Studies an Tag 1 und Physik, Französisch, Sport und IT an Tag 2. Die beiden Tage wechseln immer ab. Außerdem rotieren die einzelnen Fächer täglich. Das System hört sich erst schwierig an, es wird einem aber sehr oft und geduldig erklärt und irgendwann weiß man, wie es funktioniert. Die einzelnen Klassen sind 79 Minuten lang, daher hat man auch nur 4 Klassen an einem Tag. Am ersten Schultag haben wir auch unsere Locker-Kombinationen bekommen. Es war alles so aufregend und anders. Ich fand es einfach nur klasse! Die Lehrer sind alle auch sehr sehr nett und helfen gerne. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist viel entspannter als in Deutschland. Die Lehrer sind freundlich, lustig und versuchen den Unterricht so angenehm wie möglich zu machen. Natürlich gibt es auch immer Ausnahmen, aber wenige. Schon am zweiten Schultag habe ich ein sehr nettes kanadisches Mädchen kennengelernt, das mich in der Mittagspause sofort mit zu ihren Freunden genommen hat. Diese Gruppe von sehr verschiedenen und interessanten, aber vor allem liebevollen Menschen sollten dann meine besten Freunde für die nächsten Monate werden.

In Vancouver gibt es total viele unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Ländern. Das war eine Sache, die mich so sehr fasziniert hat. Es hat so viel Spaß gemacht, das alles kennenzulernen und mitzuerleben. Man muss einfach aufgeschlossen sein und gerne Neues erleben und ausprobieren. Ganz wichtig ist auch immer ein Lächeln auf dem Gesicht zu haben. Dann wirst du auch freundlich aufgenommen. Die Kanadier sind sehr nette und freundliche Menschen und sind immer froh, wenn sie helfen können. Vancouver ist eine große und multikulturelle Stadt. Es gibt eine riesige Shopping Mall mit echt klasse Läden. Ich bin oft mit meinen Freunden in Vancouver Downtown international oder auch echt kanadisch Essen gegangen. Ich habe in West Vancouver gewohnt. Das ist auf der North Shore und man muss einfach nur eine Brücke überqueren oder den Sea Bus nehmen, um nach Downtown zu gelangen. Außer all dem Verkehr auf der Brücke und in der Stadt ist es eigentlich kein Problem hin und her zu fahren. In West Vancouver gibt es eine kleinere Mall "Park Royal", wo sich das Meiste nach der Schule abgespielt hat. Dort, oder in der Umgebung. Ich bin sehr oft mit meinem Gastvater an der Strandpromenade entlang spaziert oder habe Zeit mit meinen Freunden am Strand oder auf dem Sportplatz verbracht. West Vancouver (oder auch North Vancouver, wo auch einige meiner Freunde gewohnt haben) ist sehr gepflegt.

Es hat so in etwa zwei Wochen gedauert, bis ich mich eingelebt hatte und alles Heimweh verflogen ist. Ab da hab ich mich mehr und mehr in Vancouver verliebt. In den ersten Monaten hat mir meine Gastfamilie viel von Vancouver und Umgebung gezeigt. Nachher dann, als ich mich so ziemlich im Schlaf in Vancouver auskannte, hab ich viel mit Freunden unternommen. Freunde sind das allerwichtigste, würde ich sagen. Die fantastischen Menschen, die ich kennenlernen durfte, werde ich niemals vergessen. Und mit den meisten bin ich regelmäßig am Skypen. Ach ja, Skype ist ein gutes Stichwort. Klar ist es eine gute Möglichkeit mit Familie und Freunden in Deutschland in Verbindung zu bleiben, ich würde es aber nicht übertreiben. Hin und wieder Bescheid geben, dass man noch am Leben ist, ist natürlich gut und schön. Allerdings hab ich es so gemacht, dass ich mich auf mein Leben in Kanada sehr konzentriert habe. Dann könnt ihr es genießen und voll ausschöpfen.

In der Schule bin ich in ein Schulteam eingetreten. Ich habe Rugby gespielt. Das hört sich jetzt erst einmal gefährlich an, macht aber super viel Spaß. Ich wollte etwas Neues ausprobieren, etwas, was zu Hause in Deutschland nicht unbedingt möglich ist. Mit meiner Mannschaft haben wir es sogar in die Provincials geschafft!

Außerdem war ich sehr oft Snowboard fahren. In der Spring Break war ich sogar in den Rocky Mountains! Das war vielleicht klasse. Die kanadische Landschaft ist allgemein wunderschön. "British Columbia - the most beautiful place on earth!" - Das ist wirklich sehr sehr wahr. Ich bin in West Vancouver sogar einer kleinen christlichen Gemeinde beigetreten. Es war mir sehr wichtig, da ich in Deutschland auch regelmäßig zur Kirche gehe. Es haben mich dort alle echt nett aufgenommen und sie waren auch sehr interessiert an mir und meinem Austausch. Dort habe ich auch wieder neue Freunde in meinem Alter gefunden.

Ja, ich hatte also immer was zu tun. Und es gab immer was zu erleben. Die Beziehung zu meinen Freunden wurde immer fester. Ich hab so liebe und nette Menschen getroffen.

Ach so, was vielleicht noch ganz interessant ist, ist, dass ich mit der Sprache überhaupt keine Probleme hatte. Man kann die Leute sehr leicht verstehen und sobald man erst einmal die Hürde zum Reden überwunden hat, geht alles wie von selbst und man macht große Fortschritte, vor allem in der Ausdrucksweise.

Wie ihr sicher von all meinen Schwärmereien gemerkt habt, bin ich richtig verliebt in Vancouver und ich bin so froh, dass ich es gemacht habe und wie alles verlaufen ist. Ich habe jetzt sozusagen zwei zu Hause.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Ihr werdet euch während eures Austausches sehr entwickeln und verändern. Bei euren Freunden in Deutschland muss das nicht unbedingt der Fall sein. Wenn ihr also wieder zurückkommt, seid nicht enttäuscht oder sogar traurig, wenn nicht gleich wieder alles so ist, wie vorher. Das wird aber wieder. Eure Freunde werden auch Zeit brauchen, um sich wieder an euch zu gewöhnen. Am Ende werdet ihr aber alle davon profitieren!

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