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Isabel S. berichtet aus Victoria (Kanada)

Im Herbst habe ich 3 Monate in Kanada verbracht. Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurückblicke, dann mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich kann gar nicht sagen, was genau diese Zeit so unvergesslich gemacht hat, aber wahrscheinlich war es die Tatsache, dass jeder Tag etwas komplett Neues mit sich gebracht hat, alles war auf eine gewisse Art und Weise aufregend.

Die ersten Tage

Am 3. September kam ich in Victoria an, mich erwartete eine 4-köpfige Familie wie man sie sich vorstellt: Vater, Mutter, eine Tochter in meinem Alter, einen Sohn – 2 Jahre älter und einen Kater. Sie begrüßten mich herzlich und führten mich in das allerschönste Haus, das man sich vorstellen kann: Meine Familie lebte am Glen-Lake, das Wohnzimmer hatte eine Fensterfront aus der man direkt auf den See blicken konnte. Es war einfach nur traumhaft!

Die ersten Tage bewiesen, dass meine Gastfamilie und Ich gut miteinander auskamen. Sie hatten schon viele Erfahrungen mit Gastschülern gemacht und wussten deshalb, wie man am besten mit ihnen umgeht. Zwar unternahmen wir während der drei Monate nicht viel miteinander, dennoch verstanden wir uns gut und sie boten mir ein Zuhause, in das ich gerne zurückkehrte. Vor allem zu meiner Gastmutter hatte ich am Ende meines Aufenthalts eine starke Bindung, wir saßen oft vor dem Kamin und tranken Tee, ich habe mich richtig gut mit ihr verstanden. Es gab also nie Streit mit ihnen, nach Absprache war alles möglich und sie achteten immer darauf, dass ich sicher unterwegs war. Hin und wieder zeigten sie mir die ein oder andere schöne Ecke Victorias, aber im großen und ganzen war ich auf mich alleine gestellt, wofür ich ihnen im Endhinein unglaublich dankbar bin. Ich bin alleine zum ersten Schultag gegangen, habe alleine die Schule erkundet und auch ohne eine Gastschwester oder einen Gastbruder an der Seite ließ es sich ganz gut neue Leute kennen lernen.

In den ersten zwei Wochen in Victoria hatte ich noch Ferien, zu meinem Glück war aber gerade eine ehemalige Gastschülerin bei meiner Familie zu Besuch, die mit mir in diesen 14 Tagen viele Ausflüge unternahm, wir verstanden uns sofort gut und ich schätze es sehr, dass ich jemanden hatte, der mir kleine Tricks im kanadischen Alltag zeigte. Außerdem kannte ich noch zwei Austauschschüler von meinem iSt-Vorbereitungswochenende, mit ihnen traf ich mich mehrmals und wir versuchten gemeinsam die Stadt zu erkunden.
Mein erster Schultag war unproblematisch. Die Internationals trafen sich zu Beginn in einem großen Raum und da jeder im selben Boot saß, hatte man schnell fünf oder sechs Leute kennen gelernt, mit denen man die nächsten Tage verbrachte. Es war ein hilfreicher Einstieg für uns alle in unser neues Leben. In den ersten Wochen ging alles total schnell weil es jeden Tag etwas zu erkunden gab, ich unternahm noch viel mit den Internationals, für die es jede Menge Programm-Angebote gab, wie einen Kennenlern-Tag im wunderschönen Camp Thunderbird.

Zu der Belmont Secondary School direkt kann ich gar nicht viel sagen, es war einfach ein großer Betonklotz mit schönem Außengelände, innerhalb sah es allerdings nicht besonders aufregend aus. Aber Hauptsache die Lehrer waren nett und das waren sie eindeutig, man entwickelte wie von selbst ein total persönliches Verhältnis zu ihnen. Auch die Schulleitung ist sehr freundlich, ich bin oft zu ihnen gegangen als ich Probleme mit den Fächern hatte und sie haben mir weitergeholfen.

Dadurch dass alles so schnell ging und jeder Tag vollgeplant war, hatte ich kaum Zeit oder Gedanken frei für Heimweh, glücklicherweise. Hin und wieder dachte ich an meine Familie und fing an, alles zu vermissen, aber dann versuchte ich mich wieder zusammenzureißen und mir vor Augen zu halten, was für eine tolle Zeit ich gerade erlebe und dass das alles schneller vorbeigehen würde, als es mir lieb ist.

Der zweite und dritte Monat

Mittlerweile hatte sich so etwas wie ein Alltag bei mir eingependelt. Ich ging zur Schule, besuchte meine vier Fächer (English, Writing, Food Studies, PE), mit denen ich nach mehrmaligen problemlosen Wechseln endlich zufrieden war und ging in der Lunch-Break mit Freunden in die nahe gelegene Mall. Im September war ich in der Cross-Country-AG (sozusagen quer über das Gelände joggen) was mir eine gute Gelegenheit bot, Leute kennen zu lernen. Es machte mir viel Spaß, leider mussten wir aber im Oktober aufhören, weil es zu kalt wurde. Mittlerweile hatte sich auch ein stabiler Freundeskreis aufgebaut, er bestand im Wesentlichen aus einer deutsch-kanadischen Clique, wir unternahmen in den drei Monaten sehr viel zusammen.

Nach der Schule war immer was los. Meistens gingen wir zu Tim Hortons oder Starbucks, hin und wieder traf man sich auch bei jemandem zuhause und schaute DVD’s oder kochte etwas. Es vergingen wenige Nachmittage in der Zeit in Kanada, an denen ich nach der Schule nichts unternahm. Im September paddelte ich noch oft auf dem Glen-Lake mit meinen Freunden oder wir gingen schwimmen, dafür wurde es aber schnell zu kalt. Das Wetter in Victoria war nicht unbedingt das schönste, es regnete sehr viel im Oktober und November aber ich gewöhnte mich dran. Dafür waren die Verfärbungen der Blätter umso beeindruckender.

Am Wochenende ging ich meistens mit meiner Clique zusammen ins Kino oder shoppen, manchmal auch Downtown - nach Victoria direkt.
Die letzten zwei Wochen vergingen viel viel viel zu schnell. Ich versuchte nicht daran zu denken, dass ich bald wieder gehen musste, stellte noch alles Mögliche an, um doch noch einen Monat verlängern zu dürfen, aber der Abreisetag kam. Der Abschied am Flughafen gehört zu den traurigsten Momenten, die ich je erlebt habe aber jeder einzelne Moment in Kanada zu den schönsten, die ich je erlebt habe. Die Rückreise war tränenerfüllt, glücklicherweise hatte ich meine beste Freundin neben mir, die gemeinsam mit mir abgereist ist, aber wahrscheinlich haben wir unsere Launen gegenseitig noch mehr runtergezogen.

Zwar war das Wiedersehen mit meiner deutschen Familie schön, dennoch waren die nächsten 3 Wochen geplagt von Jetlag, Fernweh und ganz ganz vielen Tränen. Natürlich wusste ich, dass es auch das ein oder andere Problem in Kanada gab, dennoch war ich diesen Schwierigkeiten auch dankbar, denn gerade die Tatsache, dass man sich dort durch so vieles durchbeißen muss, entwickelt und stärkt einen. Es war die Zeit meines Lebens und ich wäre längst nicht so selbstständig und selbstsicher wie ich jetzt bin, hätte ich all das nicht erlebt.

Tipps:

  • Seid am Anfang immer offen für Neues, auch wenn das nach einer dummen Floskel klingt, es ist wirklich wichtiger als gedacht! Geht auf Leute zu und sprecht sie an, ihr werdet überrascht sein wie offen dort alle sind, die kanadische Mentalität ist ganz anders als die deutsche.
  • Macht bei den Freizeitaktivitäten nach der Schule mit, es gibt ein riesiges Angebot auf der Belmont-Secondary-School und es ist sicher etwas für euch dabei! Es ist eine einmalige Gelegenheit, neue Leute kennen zu lernen.
  • Nehmt alles mit, was ihr mitnehmen könnt. Dinge wie Whale Watching, Saltspring-Island, Camping am French-Beach, einen Ausflug nach Seattle und vor allem VANCOUVER kann ich euch nur empfehlen! Es wird sehr viel vom International-program vor Ort angeboten.
  • Wählt Fächer, die euch Spaß machen! Dadurch, dass man jeden Tag dieselben vier Kurse hat, ist es wichtig, dass man sie auch mag. Man kann die tollsten Sachen wählen, die es in Deutschland nicht annähernd gibt! Food Studies und Writing waren meine Lieblingsfächer und vor allem Writing sollte eine Überlegung wert sein, da man sich durch das tägliche Ausätze-Schreiben sehr mit der englischen Sprache auseinandersetzt und man davon auch noch profitiert, wenn man wieder im „deutschen“ Englisch-Unterricht sitzt.
  • Versucht so oft wie möglich nach Victoria zu kommen, die Busfahrt dauert 40 Minuten von Langford und kostet nicht viel. Es ist eine unglaubliche Stadt, ich war leider viel zu selten dort aber das Meer und die Architektur ist einfach nur beeindruckend. Victoria ist sehr gepflegt (nicht umsonst sagen viele, dass es dort aussieht wie in Groß-Britannien aber das ist ja nicht unbedingt schlecht)
  • Zum Shoppen ist die Mayfair-Mall sehr gut, sie liegt auf halber Strecke zur Innenstadt, also fährt man ungefähr 20 Minuten und es gibt alles was das Herz begehrt.
  • Genießt jeden einzelnen Augenblick und die wunderschöne Natur Kanadas und versucht auch noch nach dem Aufenthalt die Kontakte zu euren kanadischen und deutschen Freunden zu pflegen, ihr werdet sehen dass ihr noch lange von diesen Freundschaften und dieser Zeit profitiert!
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French Beach
meine Clique
meine Host-family
Der Blick von unserem Balkon auf den Glen-Lake
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