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Alexandra Herrtwich berichtet aus Victoria (Kanada)

In Deutschland wird die Gliederung eines Aufsatzes mit einer graphischen Darstellung geschildert. In Kanada bringt man den Schülern das gleiche mit der Abbildung eines Hamburgers bei. – Es ist eine völlige fremde, eine völlig neue Kultur.

Gleich nachdem mich meine Gastfamilie in Victoria von der Fähre abgeholt hatte, machten wir uns auf den Weg zu McDonalds. Mein Gastbruder musste eine halbe Stunde im Auto sitzen und bekam Hunger. Unter Hunger verstand er einen Cheeseburger, French Fries und ein großes Eis. Mein Gastpapa guckte mich an und sagte: „Das ist für zwischendurch.“ Zu meiner Erleichterung wurde zu Hause doch eher gesund, aber auch sehr viel gekocht. Meine Gastmutter stand gerne abends 4 Stunden in der Küche um ein „Riesendinner“ auf die Beine zu stellen. Ich habe ihr immer gerne geholfen und habe für meine Familie viele deutsche Gerichte zubereitet. Kanadier sind offen für alles und sehr neugierig.

Auch in der Schule konnte ich das feststellen. An meinem ersten kanadischen Schultag wurde ich herzlich von unzähligen Menschen begrüßt. Es gab eine kleine Versammlung für alle Austauschschüler. Von dem iSt-Vorbereitungstreffen kannte ich bereits 3 Deutsche. Das war vor allem in den ersten Momenten sehr hilfreich. In kleinen Gruppen wurden wir von den kanadischen Schülern durch das riesige Schulgelände geführt. Sie versicherten uns dass wir uns nach wenigen Tagen sicherlich gut zurechtfinden würden und dass wir jederzeit jemanden nach dem Weg fragen können.

Ich hatte jeden Tag den gleichen Stundenplan. Zugegeben, anfangs dachte ich, es wäre langweilig jeden Tag die gleichen Fächer zu haben, aber es war alles andere als das. Außerdem hatte man dadurch sogar weniger Hausaufgaben auf, als bei uns in Deutschland. Ich hatte im ersten Block Principles of Math 12. Obwohl ich zu Hause erst in der 10. Klasse bin, war es nicht allzu schwer dem Unterricht zu folgen. Meine zweite Stunde war Englisch. Meine Lehrerin war umwerfend. Sie war mehr eine Freundin, als eine Lehrerin. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist in Kanada generell ganz anders als das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern in Deutschland. Die Lehrer probieren einem nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie kommen immer auf einen zu, helfen einem bei jedem kleinen Problem, das man hat und erzählen Geschichten aus ihrem eigenen Leben, um den Unterricht aufzulockern. Meine Sportlehrerinnen haben sich ganz besonders engagiert. Ich hatte im 3. Block Community Recreation 11 und im letzten Block PE Women 11. In Deutschland ist es üblich einen Monat Volleyball, im nächsten Basketball zu spielen und im Monat darauf Leichtathletik zu machen. In Kanada haben wir jeden Tag etwas anderes gemacht. Wenn wir nicht grade Dudgeball gespielt haben oder im Kraftraum trainiert haben, sind wir mit einem der typischen gelben Schulbusse nach Downtown gefahren und haben beispielsweise Billard oder Lasertag gespielt. Golfen, Schlittschuh laufen, schwimmen, Kickboxing- wir haben alles gemacht. In meinem anderen Sportkurs kam einmal die Woche ein „instructor“. Mal für Yoga, mal für Bauchtanz und mal für HipHop.

Es war immer unterschiedlich und es hat jedes Mal Spaß gemacht etwas Neues auszuprobieren. Meine Familie und meine Freunde zu Hause haben mich ausgelacht, als ich erzählt habe, dass ich im Curlingteam der Schule bin. Aber es war etwas Neues und es hat Spaß gemacht es auszuprobieren. Zusammen mit 2 deutschen Freunden war ich jeden Mittwochnachmittag im Victoria Curling Club und habe gegen Mannschaften von anderen Schulen in der Umgebung gespielt. Wenn man Teil einer Schulmannschaft ist, kann man einfach am Besten Kanadier kennen lernen. Man darf nicht davon ausgehen, dass sie auf einen zugehen. Vor allem in Victoria sind die Kanadier es gewohnt, dass viele Austauschschüler dort sind. Man muss selber Initiative ergreifen und nicht darauf warten, bis die Kanadier auf einen zukommen. Doch erst einmal müsst ihr euch entscheiden und nach Kanada gehen. Es ist eine unglaubliche Gelegenheit und ihr kommt mit Erfahrungen zurück, die euch keiner nehmen kann. Für mich ist Kanada zu einer zweiten Heimat geworden und ich kann jedem nahelegen ein Auslandsjahr in Kanada zu machen, um diese neue und vor allem fremde Kultur selbst zu erleben.

Alexandra Herrtwich, Claremont Secondary School, Victoria

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