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Sina B. berichtet aus North Vancouver/Argyle Secondary School (Kanada)

„ It´s not goodbye, it´s see you soon!“
oder
„Wie ich 8173 km entfernt ein zweites Zuhause fand“

Ein mir noch fremdes Land und seine Leute erleben, neue Erfahrungen, selbstständig sein, mein Englisch verbessern, einfach mal etwas komplett Neues machen... Das waren einige der Gründe wegen denen ich im Januar in einem Flieger nach Kanada saß, um dort, in North Vancouver, die nächsten vier Monate als „international student“ zu verbringen.

Die ersten Tage waren ganz schön hart. Ich hatte das Gefühl, zum ersten Mal so richtig alleine und auf mich gestellt zu sein und nicht zu wissen, was mich in der nächsten Zeit erwartet. Allerdings hatte dieser komplette Neuanfang auch viele Vorteile. In keiner anderen Situation lernt man so flexibel und offen zu sein und ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele gute Freundschaften geknüpft.
Aber zuerst einmal zu meiner Gastfamilie... Ich wohnte in North Vancouver, einer kleinen eigenen Stadt, an der Bucht gegenüber von Vancouver Downtown gelegen. Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gasteltern und ihren zwei süßen Kindern, einem Sohn, 3 Jahre, und einer Tochter, 1 Jahr alt. Sie waren von Anfang an total offen und ich habe sie schnell gut kennengelernt und mich wie zu Hause gefühlt. Ich hatte viele Freiheiten um meine Tage selbst zu gestalten, habe aber auch Zeit mit ihnen verbracht.

In meiner Freizeit habe ich dann zum Beispiel mit meiner Gastmutter gebacken oder mit meinen Gastgeschwistern gespielt, was echt Spaß gemacht hat. Mein Gastvater war Mexikaner und ein super Koch, weswegen auch das Essen einfach unschlagbar war. Besonders cool war auch, dass ich nach ein paar Wochen auch noch zwei gleichaltrige internationale Gastschwestern, eine Italienerin, mit der ich mich sehr angefreundet habe, und eine Japanerin, bekommen habe. Wir waren also eine „big international family“, in der ich mich immer sehr wohl gefühlt und auch viel über andere Kulturen gelernt habe.
Meine Schule war die „Argyle Secondary School“, eine Schule wie in den Highschool-Filmen, die für mich eine super Erfahrung war. Ich durfte zu Beginn acht Fächer wählen und entschied mich, neben den Pflichtfächern für Klasse 10 (English, Maths, Social Studies und Science), für Psychology, Photography, Foods (Kochen) und Art Metal (Schmuckschmiede, -herstellung). Während das Niveau in den Pflichtfächern deutlich unter dem meiner deutschen Schule lag (in Mathe war ich deswegen in einem Kurs für Klasse 12), habe ich in meinen vier Wahlfächern unglaublich viel neues ausprobieren können, weswegen mir die kanadische Schule total viel Spaß gemacht hat. Auch die kanadischen Lehrer sind meist viel lockerer und schülernaher als in Deutschland und geben sich Mühe die Schüler individuell zu fördern. Allgemein hat mir die Atmosphäre in der Schule sehr gut gefallen. Besonders aufgefallen ist mir die große Toleranz Schülern und Lehrern gegenüber. Die meisten Schüler sind sehr individuell, haben unterschiedliche Styles, Ansichten... und akzeptieren dies viel mehr untereinander.

Es gab ziemlich viele Austauschschüler. Wir wurden sofort akzeptiert, aber natürlich nicht so sehr als „Sensation“ behandelt, wie es in Deutschland wahrscheinlich der Fall wäre. Deswegen war es wichtig auf die Kanadier direkt zuzugehen, damit aus ein paar offenen und freundlichen Gesprächen eine richtige Freundschaft werden kann.

Allgemein ging das Freunde finden, dank der offenen und netten Art der Kanadier, sobald ich in die Schule ging, sehr schnell. Ich habe mich mit Kanadiern, aber auch sehr eng mit drei weiteren Austauschschülern (zwei Brasilianern, einem Deutschen) angefreundet, mit denen  ich auch heute noch Kontakt habe.

Wenn um 15 Uhr die Schule aus war, verbrachte ich meine Freizeit meist mit meinen Freunden, zum Beispiel mit Shoppen in Downtown, Chillen am Strand oder in einem der schönen Parks in Vancouver... Außerdem ging ich einmal die Woche zum Training in „Contemporary Dance“ in ein Tanzstudio ganz in der Nähe meiner Schule. Toll waren auch Nachmittage, Abende, oder am Wochenende auch ganze Tage, auf Grouse Mountain, dem Hausberg Vancouvers, wo man mit Blick auf Downtown super Ski fahren kann.
Ihr merkt, Vancouver ist echt total vielseitig! Die Kombination von Bergen und Meer ist traumhaft, es ist tagsüber und abends was los und ich war von North Van innerhalb von 30 min. in Downtown und innerhalb einer Stunde auf der Piste auf Grouse Mountain. Vancouver ist meine absolute Lieblingsstadt geworden!

Doch es gab auch noch andere tolle Orte zu entdecken... Durch die iSt-Partnerorganisation „First Choice International“, die sich übrigens immer sehr gut gekümmert hat, wurden, z.B. während der „spring break“ verschiedene Trips angeboten. So war ich zusammen mit anderen Internationals zwei Tage zum Shoppen in Seattle, vier Tage in den Rocky Mountains (hammer Natur, bester Schnee zum Skifahren, typisch kanadisch eben) und drei Tage in Tofino auf Vancouver Island (Surfen & Co auf der gechilltesten Insel, die ich je erlebt habe). Es waren echt erlebnisreiche Reisen mit coolen Leuten. Würd´ ich auf jeden Fall wieder machen.

Dann waren meine vier Monate leider auch schon viel schneller vorbei als erwartet, weswegen ich, zum Glück, meine Eltern überzeugen konnte, noch einen Monat zu verlängern und so das Schuljahr gemeinsam mit allen anderen zu beenden.

In meinen letzten Monat konnte ich dann den Rest der Grad-Zeit miterleben. Als International durfte ich, obwohl ich erst 10. Klasse war, mit dem Graduation-Jahrgang bei Prom, Boatcruise und After-Grad mitfeiern. Das absolute Highschool-Feeling! Außerdem stand zum Schuljahresende die Prüfungsphase an, in der ich einige Exams mitschreiben musste. Auch sonst waren meine letzten Wochen echt verplant. Ich wollte nochmal etwas mit allen unternehmen und an meine Lieblingsorte gehen. Nur die Abreise wollte ich um alles in der Welt vermeiden...

Leider kam der Moment schließlich doch. Tränenreich verabschiedete ich mich von meiner Gastfamilie und meinen Freunden.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich in meiner Zeit in Kanada viele neue Erfahrungen gemacht habe. Ich bin viel selbstständiger und offener für Neues geworden und habe gelernt mich in eine neue Kultur und Lebensweise einzufinden. Außerdem habe ich in den fünf Monaten unvergessliches erlebt und viele tolle Menschen getroffen, die mir zu guten Freunden geworden sind. Besonders habe ich gelernt den Moment zu genießen, denn ich habe dort ein neu aufgebautes Leben in nur fünf Monaten gelebt, was jeden Augenblick kostbar gemacht hat.

In Kanada habe ich ein zweites Zuhause mit meiner kanadischen Familie, Freunden und einer genialen Stadt gefunden. Deswegen tröstete mich zum Abschied das Sprichwort: „It´s not goodbye, it´s see you soon!“.
Zurück in Deutschland war alles eine große Umstellung, aber auch eine große Freude wieder bei Familie und Freunden zu sein. Auch das Leben in Deutschland hat seine Vorteile, die mir durch meinen Auslandsaufenthalt bewusster geworden sind.

Trotzdem denke ich oft an Kanada zurück und schon neun Monate nach meiner Rückkehr hatte ich genug Geld gespart, um nach Vancouver zu fliegen und meine kanadische Familie und meine Freunde zu besuchen. Und auch diesmal hieß es vor der Abreise wieder: „See you soon!“ 

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