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Yannick P. berichtet aus North Vancouver (Kanada)

Nach einer langen und ausführlichen Suche nach dem für mich besten Auslandsaufenthaltsort, habe ich mich für die Seycove Secondary in North Vancouver entschieden- was ich kein einziges Mal bereut habe!

North Van ist etwa eine halbe Stunde Busfahrt von Downtown Vancouver entfernt und hat trotzdem kein großstädtisches Flair.

Von Wasser und Wäldern umschlossen, liegt es am Fuße des Mt. Seymour, welcher perfekt für alle möglichen Sportarten von Skifahren bis Moutainbiken ist. Aber dazu später mehr.

Meine Gastfamilie nahm mich direkt herzlich auf. Sie bestand aus meiner Gastmutter Ly-Shu, meinem Vater Michael, meiner 18-jährigen Gastschwester Vanessa und meinem Gastbruder Luis. Hinzu kam noch ein spanischer Gastschüler Angel. Bei so vielen Leuten in einem Haushalt wurde es nie langweilig. Ich hatte das große Glück, dass meine Gastfamilie Angel und mich als volle Familienmitglieder aufgenommen haben. Wir haben viel zusammen unternommen wie Skifahren, Mountainbiken, Wandern, Whale Watching oder Weihnachtsgeschenke kaufen. Ebenso sind wir zusammen Essen gegangen oder haben ein Fußballspiel und Ice Hockey Spiel angeschaut. Dazu haben wir Feste wie Thanksgiving, Weihnachten, Silvester, Ostern, Chinese New Year und natürlich Geburtstage gefeiert.

Samstags oder sonntags sind wir Lebensmittel einkaufen gegangen. Wir konnten uns dann immer Kekse oder Chips aussuchen.

Jede Gastfamilie ist anders. Nicht jede Familie legt auf ein aktives, enges Familienleben großen Wert. Man darf dies also nicht erwarten. Ebenso sind für ein harmonisches Zusammenleben beide Seiten verantwortlich. Es kann sein, dass Gastfamilien sinnlose Regeln oder Macken haben. Versuche trotzdem dich anzupassen oder diese zu tolerieren.

Meine Familie war zum Beispiel streng katholisch. Ich selbst bin es nicht. Es gab freitags kein Fleisch und natürlich sind wir sonntags in den Gottesdienst gegangen. Aber dies sind alles Sachen, welche man noch aushalten kann - funktioniert dieses Zusammenleben gar nicht, scheue dich nicht davor die Gastfamilie zu wechseln.

Zur Schule bin ich gerne gegangen. Dies hatte folgende Gründe: Sie fing erst um 8:30 an. Der Schulweg betrug zehn Minuten. Außerdem hatte ich fast nur Fächer gewählt, die mich interessierten und die ich nicht in Deutschland belegen konnte. Meine Fächerauswahl bestand aus Chemistry, Social Studies, Pre-Calculus, Engineering, Food and Nutrition, Drama Production, P.E. 12 und New Beginnings. Davon waren Engineering und P.E. 12 meine Lieblingsfächer.

In Engineering bekamen wir Aufgabenstellungen wie den höchsten und dabei stabilen Turm aus Zahnstochern zu bauen oder das beste Gleitflugzeug zu konstruieren. Danach bauten wir ein Modellsegelboot mit Fernsteuerung.

P.E. 12 hingegen bestand fast nur aus Ausflügen um Sportarten kennen zu lernen. Wir waren alle zwei Wochen Kickboxen, Fahrradfahren, Schwimmen, Skifahren, Kajak fahren, Lazer tagging oder Schneeschuhwandern.

In Foods haben wir in Gruppen gekocht und gebacken. Ein Vorteil davon ist, dass man nicht so oft Essen für mittags mitbringen musste.

Gerade in praktischen Fächern oder AGs lassen sich sehr schnell Freunde finden, womit der Anschluss viel einfacher wird. Da ich selbst Saxophon spiele, bin ich der Senior Concert Band und einer Jazz Band beigetreten. Das „Seycove Music Program“ ist hervorragend, bekannt für ihr hohes Niveau und ihre ausgezeichneten Lehrer. Dies wusste ich erst nicht, habe es aber sehr zu schätzen gelernt. Die Bands hatten Auftritte und fuhren zu Musikfestivals nach Seattle oder Banff. Dort sind wir dann auch noch gleich danach einen Tag Ski gefahren. Bands haben ein höheres Ansehen in Kanada, fast wie Sportteams. Es war einfach eine geile Zeit, die ich heute noch vermisse.

Meine Freizeit bestand hauptsächlich aus Skifahren und Mountainbiken. Ich bin ca. drei Mal in der Woche mit Freunden Ski gefahren. Das nächste Skigebiet war Mt. Seymour. Es ist bekannt für seine Snowboard Contests und gerade bei Einheimischen beliebt, da es günstig und nicht überlaufen ist. Leider ist es klein, doch wir sorgten für unseren Spaß. Alle Skigebiete in Vancouver bieten „Night Skiing“ an, sodass man bis 22 Uhr auf die Piste konnte. Außerdem war ich in anderen Skigebieten wie Cypress, Grouse, Whistler, Lake Louise, Sun Peaks und Sunshine. First Choice, die Organisation, die dich vor Ort betreut bietet diese Trips an. Diese sind nur zu empfehlen, da man dadurch auch andere Regionen Kanadas kennenlernt.

Mountainbiken war ich ca. einmal wöchentlich von September bis November und dann wieder ab März. Ich nahm mein eigenes Mountainbike mit. Mt. Seymour ist bekannt für seine anspruchsvollen Wege, die steil, voller Steine und Wurzeln sind. Außerdem waren die Wege fast immer nass und matschig. Es brauchte viel Überwindung, um dort runter zu fahren. Gelohnt hat es sich aber in allen Fällen. Es war einfach nur genial.

Natürlich gehörte Downtown Vancouver zu den Freizeitaktivitäten dazu. Es war 20 Minuten Busfahrt entfernt und perfekt für Kinobesuche, Billard oder einfach nur um diese großartige Stadt zu entdecken.

Zusammenfassend waren es sehr schöne zehn Monate, welche viel zu schnell vorbei gingen. Wer Natur, Sport und gleichzeitig Großstädte liebt, dem kann ich Vancouver nur empfehlen.

Der Regen ist der einzige Nachteil. Bei ca. 200 Regentagen pro Jahr sollte man den Regenschirm nie vergessen!

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