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Nora Schlecht berichtet aus Maple Ridge (Kanada)

Liebe zukünftigen Austauschschüler, liebes iSt-Team,

ich heiße Nora und habe ein halbes Jahr in Maple Ridge verbracht. Die Zeit ging für mich viel zu schnell um und sie ist definitiv etwas, was ich nie vergessen werde. Natürlich war die Abreise schwer, vor allen Dingen war es schwer meine Freunde und meine Familie zurückzulassen, doch hab ich sie trotzdem kaum erwarten können. Am 30.08.07, als das Schuljahr in Deutschland schon seit einigen Wochen wieder begonnen hatte, war es dann endlich soweit. Ich flog von Köln über Frankfurt und Toronto nach Kanada und habe auf dem Hinflug schon ein paar andere deutsche Austauschschüler kennengelernt, die das gleiche Ziel hatten wie ich: Maple Ridge. Der Flug und die Busfahrt (wir wurden von original kanadischen Schulbussen abgeholt) haben insgesamt etwa 22 Stunden gedauert, was aber im Vergleich zur Vorfreude nicht schlimm war. In Maple Ridge war es inzwischen dunkel geworden und ich wurde von meiner Gastmutter und meinen Gastgeschwistern, 3 und 6, abgeholt. Besonders überrascht hat mich, dass meine Gastgeschwister überhaupt keine Angst oder Hemmungen vor mir hatten. Sie haben mich direkt als einen festen Teil der Familie akzeptiert, fast mehr noch als die Erwachsenen, und es hat mir super viel Spaß gemacht mit ihnen zu spielen. Auf die beiden aufpassen musste ich, obwohl meine Gasteltern beide vollbeschäftigt waren, trotzdem nie.

Am 4.9.07, 4 Tage nach meiner Ankunft, hatte ich meinen ersten Schultag. Auf der Maple Ridge Secondary (wie auch an allen anderen high-schools in Maple Ridge) sind Austauschschüler nichts ungewöhnliches, ob mexikanisch, asiatisch oder eben auch Deutsch. Natürlich nimmt das einem das Gefühl wirklich besonders zu sein, aber man merkt bald, dass es darauf gar nicht ankommt wenn man neue Menschen kennenlernen will. Kanadier, aber auch alle anderen Nationalitäten, sind meistens sehr offen und gehen oft auf einen zu, auch wenn man nur den gleichen Kurs zusammen hat. Es ist jedenfalls nicht schwer bald neue Freunde zu finden.

Die Fächer die mir am meisten Spaß gemacht haben waren Sport, weil es im Vergleich zum deutschen Sportunterricht echt abwechslungsreich war, und Kunst und Kochen. In Sport haben wir häufig Field Trips, also Ausflüge, gemacht. Wir waren Windsurfen, Snowboarden, Fahrradfahren, Snowshoeing und Curlen. Bis auf das Snowboarden musste man sogar kein Geld für die Ausflüge zahlen, ich kann also nur raten in Kanada in Sport zu gehen. So habe ich viel von Kanada gesehen. Snowboarden war zum Beispiel in Whistler, dem Skiort, in dem 2010 die Olympischen Winterspiele ausgetragen werden.

In meinen anderen Fächern, Scienes Humaines (social studies auf Französisch), Art foundations, cooking class, calculus (mathe), English, Digital video & animation, biology, hatte ich keine Probleme, auch wenn der calculus-Kurs an der Maple Ridge Secondary ziemlich schwer war und mein Sciences-Humaines Kurs viel besser Französisch konnte als ich. Mit meinem Englisch konnte ich in der Schule gut zurecht kommen, außerdem habe ich ja schnell dazugelernt.

In meiner Freizeit habe ich am Anfang mit meinen meistens deutschen Freunden rumgehangen, später dann auch mit mehr Kanadiern. Wir sind oft nach Coquitlam, das etwa eine Stunde mit dem Bus entfernt liegt, in die Mall gefahren oder nach Vancouver downtown, wofür man 2 Stunden braucht. Die Busse kosten so gut wie nichts, für 2 Stunden nach Vancouver bezahlt man 3dollar50. Vor der Schule habe ich manchmal mit dem Schwimmteam trainiert, nach der Schule mit dem Fieldhockeyteam. Schwimmen konnte ich schon ein bisschen Fieldhockey hatte ich dafür noch nie gespielt, aber das machte nichts. Die Mädchen in der Mannschaft konnten das zwar besser als ich, aber bei den Spielen hab ich einfach mein bestes gegeben und durch die Mannschaft viel von British Columbia gesehen und auch viele neue Leute kennengelernt.

Mit vielen von meinen kanadischen und aber auch deutschen Freunden, die ich in Kanada kennengelernt habe, habe ich noch heute Kontakt. Ich vermisse die Zeit, die ich dort verbracht habe, besonders meine kleinen Gastgeschwister, meine super coolen Gasteltern, die liebste Gastoma der Welt, und natürlich die besten kanadischen Freunde, die man sich vorstellen kann. Nach dem Abitur will ich umbedingt noch mal nach Kanada fahren um die alle zu besuchen.

Kanada war ein wunderbares Erlebnis und in vielen Dingen ganz anders als Deutschland. Wenn man mir jetzt die Chance geben würde, dieses halbe Jahr zu wiederholen, säße ich sicher morgen schon im Flugzeug.

Nora Schlecht

Maple Ridge Secondary School, Maple Ridge, British Columbia 2007/08

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