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Maple Ridge: Leander Sch.

Hi, ich heiße Leander und habe von August bis Ende Dezember  insgesamt fast fünf Monate in Maple Ridge, BC, Kanada verbracht.


Mein Wunsch, eine Zeit im Ausland zu verbringen, war schon relativ lange ein Thema für mich. Ich hatte schon Sprachreisen mit einem Freund hinter mir und war immer durch die neuen Erfahrungen gestärkt in den Alltag zurück gekehrt.


Die 10. Klasse schien für mich ein guter Zeitpunkt für einen Schulaufenthalt im Ausland, da sie im G 8 die letzte Klasse vor der Oberstufe ist, in der das Nachholen des Schulstoffs machbar ist, und somit noch die Möglichkeit bietet, aus dem eintönigen Alltag auszubrechen, etwas Neues zu machen und neue Leute kennenzulernen, ohne ein Schuljahr zu verlieren.


Die Frage nach dem „Wohin?“ war da schon schwieriger zu beantworten als die Frage nach dem „Wann?“. Ich habe mich wegen des Schulsystems und positiver Erfahrungsberichte für British Columbia, Kanada, entschieden. Aufgrund guter Resonanzen fiel die weitere Wahl auf die Westview Secondary School in Maple Ridge, einer Vorstadt von Vancouver. Eine gute Wahl, die ich nicht bereue. Ein Argument dafür war das Vorprogramm, dass 3 Wochen vor Schulbeginn dort angeboten wird und eine Vielzahl an Aktivitäten in & around Vancouver bietet. Außerdem gab es vorbereiten-den Englischunterricht (allerdings sehr entspannt).


Auf einem Vorbereitungsseminar in Deutschland war mir schon aufgefallen, dass man auf diese Weise viele gleichgesinnte, offene, selbstbewusste, lustige und interessierte Gleichaltrige trifft….also  mehr als man sonst gewohnt ist. Das war eine sehr positive Erfahrung und hat sich später erneut bestätigt…und das sollte auch ein Grund mehr für jeden sein, einen Auslandsaufenthalt zu machen!


Wie ich mich vor der Reise fühlte?  Einerseits war ich mir eigentlich von Anfang an relativ sicher, dass es eine sehr gute Zeit werden würde, da die ganzen Erfahrungsberichte so positiv waren - also warum sollte es bei mir anders laufen? Andererseits war es natürlich schon hart sich vorzustellen, 5 Monate lang seine Freunde nicht zu sehen. Außerdem wurde mir bei all den Nettigkeiten, die mir von Familie und Freunden vor meinem Flug entgegengebracht wurden, klar, wie gut ich es eigentlich in Deutschland hatte.


Ich flog also schon in den Sommerferien nach Vancouver. Während des Flugs war ich weniger aufgeregt, als ich mir erwartet hatte. Alle, die am Vorprogramm teilnahmen, saßen auf einem Fleck, also kam man schon gut mit ein paar Leuten ins Gespräch. Wir kamen also in Vancouver an und wurden in einem typischen gelben Schulbus nach Maple Ridge gefahren. Dort traf ich dann auch meine Gastfamilie. Ich hatte das Glück, dass ich von Tag 1 an GAR KEINE Probleme mit meiner Familie hatte. Sie haben einfach perfekt zu mir gepasst. In Deutschland bin ich der Jüngste in der Familie- hier war ich der Älteste von (mit mir) 4 Kindern. Ich denke, dass kleinere Gastgeschwister für mich perfekt waren, da ich Kinder mag und die Situation natürlich auch etwas Neues war. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das nicht jeder super findet, weil es natürlich auch Geduld erfordern kann. Beide Eltern waren berufstätig (Lehrerin und EDV-Fachmann), die Kinder waren durch Kindergarten und Schule ganztags betreut. Man traf sich beim Abendessen und danach. Es gab immer das Angebot von Gesprächen und zu Unternehmungen am Wochenende. Ich hatte die Aufgabe, meinen Wohnbereich sauber zu halten und den Abfall zu trennen. Die Wäsche hat mir meine Gast-Mom gewaschen. Meine Family legte immer Wert darauf mir die Region zu zeigen und nahm mich zu vielen Orten und Familienfesten z.B. nach Seattle, Kelowna, Whistler usw. mit. Ein Vorteil des Vorprogramms war, dass ich  3 Wochen Zeit hatte, während der Ferien in gechillter Atmosphäre meine Familie kennenzulernen.


Aber dies war natürlich nicht das einzig Gute am Vorprogramm. Diese ersten 3 Wochen waren aus verschiedensten Gründen eines der absoluten Highlights meiner Zeit. Einer von ihnen ist sicherlich, dass man so viel sieht von Vancouver und Umgebung, wie man während der Schulzeit „auf eigene Faust“ eigentlich gar nicht sehen kann. Trotzdem ist das natürlich eine große Investition und ich denke, dass die Zeit auch ohne Vorprogramm super sein wird.


Auch die Schulzeit fing positiv an. Nur am ersten Tag kamen mir einige Zweifel, ob ich mich denn wirklich mit Deutschen, Internationals und Kanadiern anfreunden werde. Doch schon am 2. Tag lief alles erheblich besser. Bei uns hat sich am Anfang eindeutig ein „Deutschen-Grüppchen“ gebildet, genauso wie es auch eine Mexikaner- und Chinesenfraktion gab. Ich kann euch nur raten, ab dem ersten Tag anzufangen mit wirklich ALLEN zu reden, Nummern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Ich bin ein selbstbewusster und kommunikativer Mensch, deswegen fiel mir das relativ leicht. Was ich bei anderen Deutschen teilweise beobachten konnte und schade fand, war, dass sie sich wirklich fast nur mit deutschen Schülern befreundet haben. Ich kannte bald mehr Kanadier und andere Internationals als Deutsche. Freut euch über Classes, in denen ihr der einzige Deutsche seid! Das gibt euch die perfekte Möglichkeit, euch mit Kanadiern anzufreunden.


Zu meinen Classes: Ich hatte Drama 11, English 10, Math Pre-Calc 11, Chemistry 11, Cooking 11, French 12, Spanish 10 und Psychology 11. Die gewünschten Fächer : Sport und Band oder Schul-orchester bekam ich wegen Fächerüberschneidungen nicht, statt dessen Drama und Spanisch – das waren dann aber meine Lieblingsfächer! Am Training der Schulbasket-Mannschaft nahm ich teil; dies begann leider erst Ende November. Ich war zwar bei 2 Tournaments dabei; um in die Mannschaft aufgenommen zu werden, hätte ich aber die Saison über dort sein müssen. Ich habe es nicht als einen Verlust erlebt, dass manches anders lief, als vorher erwartet.


Besonders empfehlen kann ich kommunikative Fächer wie Drama, was wirklich außerordentlich viel Spaß gemacht hat. Fächer, in denen man viel kommuniziert, sind zum Beispiel Sport, Kochen oder Holzarbeiten. Durch kommunikativen Unterricht bekommt man leichter gute Kontakte. Ein anderer guter Weg sind Sportteams (macht das auf jeden Fall, geht zu den Tryouts!). Kanadier freuen sich, wenn ihr auf sie zugeht. Manche von ihnen sind selber schüchtern, aber freundlich und nett sind sie fast alle. Also nur Mut! Die anderen Internationals werdet ihr sehr schnell auf den Fieldtrips kennenlernen….Aktionen, die vom school district für die Internationals organisiert werden und für die ihr euch immer eintragen solltet. Das akademische Level auf der canadian high school ist ein wenig niedriger als auf einem deutschen Gymnasium, deshalb rate ich allen, Kurse wie Sprachen oder Mathe mindestens ein Jahr über dem Jahr in Deutschland zu nehmen (ich wäre in Deutschland in der 10. gewesen und hatte beispielsweise French 12 und Chemistry 11).


Der kanadische Schulalltag ist sehr viel entspannter und angenehmer als der deutsche. Es gibt an der Westview zwar einen Dresscode, an den hält sich aber traditionell (vor allem bei den Mädchen) niemand. Auch sind viele Lehrer kulant im Umgang mit Handys im Unterricht. Hausaufgaben werden benotet (also wenn ihr Wert auf ein gutes Zeugnis legt, immer schön machen ) und allgemein muss der Schüler eigenständiger arbeiten. Lehrer sind generell freundlicher und offener als in Deutschland, was einfach für ein positives Gefühl im Schulalltag sorgt. Ich hatte ein teils kumpelhaftes Verhältnis zu meinen Lehrern, die sich auch nicht zu schade waren, mit Schülern rumzualbern. Besonders gefallen hat mir der Schulspirit, wir hatten beispielsweise Mottowochen zu Halloween oder Pyjamadays. Persönlich fand ich die guten Möglichkeiten, nach dem Unterricht Sport in der Schule zu treiben, sehr gut und besser als in Deutschland. Ich blieb oft länger in der Schule, um mit Kanadiern, Chinesen und Deutschen Basketball zu spielen oder war im Kraftraum.


Ein anderer Tipp, den ich euch geben kann, ist,  viel zu unternehmen und eure Zeit nicht zu vergeuden. Nehmt euch für jedes Wochenende etwas vor, macht etwas mit Freunden, eurer Family, schaut euch etwas an, fahrt in die States usw…. die Zeit vergeht schneller als man denkt.


Die Dinge, die ich erlebt habe, sind zahllos. Von Basketballspielen im Schulteam, nachts BMXn, unglaublich oft im Tim Hortons chillen (bester Coffeshop ever), Vancouver Island, Vancouver Downtown, Whistler, Grouse Mountain, Seattle und Shoppingtouren in die USA, Schwimmen im See, in einem Geisterhaus an Halloween arbeiten, Skifahren im Winter, Familienfeiern, Bowling, Filmabende mit Freunden und vieles mehr…ich hatte allerdings auch das Glück, dass mich meine Gastfamilie sehr unterstützt hat und mir Freiheiten ließ.


Besonders empfehlen möchte ich Vancouver Island (unbedingt machen!) und einen Ausflug in die States (geht auch per Bus) mit schriftlichem Einverständnis der Eltern und ESTA-Bescheinigung.


Ich habe mich nach ein paar Wochen auch dazu entschlossen, meinen ursprünglich 3-monatigen Schulaufenthalt auf 4 Monate zu verlängern. So habe ich die Weihnachtstage mit meiner Gastfamilie erleben können und bin in den Schulferien nachhause gekommen, was zur Eingewöhnung gut war.


Meine Zeit ging einfach viel zu schnell vorbei. Trotzdem bin ich zufrieden, da ich wirklich fast jede Sekunde genossen habe und ohne Bedauern nach Hause fahren konnte. Trotzdem war das „goodbye“ von meiner Gastfamilie traurig. Wenn man so lange mit einander lebt, baut man einfach Gefühle auf. Es war wie mein zweites Zuhause.


Ich persönlich bin einfach sehr dankbar für alles, was ich erleben durfte. Ich fand die kanadische Mentalität offen, freundlich und tolerant. Ich hatte eine so tolle Familie, viele Freunde, ob Canadians, Internationals oder Deutsche!


Kanada hat mir unglaublich viel gegeben und ich versuche, die Erfahrungen in Deutschland zu nutzen. Inzwischen bin ich seit gut 2 Monaten wieder zuhause und habe mich gut eingelebt. In der Rückschau war die Zeit im Ausland für mich eine der wichtigsten bisher. Ich stehe weiterhin über facebook in Kontakt mit meiner Gastfamilie und mit Freunden und plane gedanklich schon den nächsten Besuch.

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Downtown
Vorprogrammgruppe auf der Fähre nach Vancouver Island
Vorprogrammgruppe in Whistler
Dramagruppe am Tag vor der Verabschiedung
Freunde mit mir beim Arbeiten im Geisterhaus (ich war Jack the Ripper)
Gastschwester mit mir am Whonnock Lake
 
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