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Julia L. berichtet aus Maple Ridge/Garibaldi Secondary School (Kanada)


Ich habe mich relativ spät und spontan dazu entschieden, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Ungefähr Mitte April  kam mir der Gedanke, für einen bestimmten Zeitraum ins Ausland zu gehen.

Als ich anfing, mich mit dem Thema zu beschäftigen, habe ich mich etwas überrumpelt gefühlt von den tausend Möglichkeiten, mich dann aber relativ schnell für Kanada entschieden. Mich hat die Landschaft gereizt und ich entschied mich für den englischsprachigen Teil Kanadas, British Columbia, Maple Ridge, weil ich ländlich und doch nah an Vancouver wohnen wollte.

Nachdem ich mich durch gefühlt tausende Erfahrungsberichte gelesen hatte, empfand ich mich stark und mutig genug, diesen großen Schritt zu wagen.

Ich bin eigentlich nicht diejenige, die so etwas machen würde, irgendwohin zu fahren wo man niemanden kennt, eine andere Sprache durchgehend zu hören sowie zu sprechen und bei einer fremden Familie zu leben und das für eine Zeit von 5 Monaten. Aber ich habe es gewagt.

Als ich dann irgendwann alle Formulare ausgefüllt und abgeschickt hatte, stand auch schon mein Vorbereitungsseminar vor der Tür. Ich hatte riesige Vorfreude auf das Seminar und wurde nicht enttäuscht. Alle meine Fragen wurden beantwortet .Vor allem, das man mit den Returnees  alleine in kleinen Gruppen reden konnte, hatte mir sehr gut gefallen. Sie konnte man wirklich alles fragen.

Bald darauf hieß es schon, Koffer zu packen. Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen, und bald war der August gekommen. Der Flug verlief sehr gut. Wir hatten einen Betreuer, der mit uns, wir waren eine Gruppe von ungefähr 20 Deutschen, die das Ferienprogramm vor dem eigentlichen Schulbeginn gemacht haben, geflogen ist. Trotz allem war es ziemlich anstrengend, aber ich war glücklich.

Die ersten 3 Wochen Vorprogramm vergingen wahnsinnig schnell. Das lag an dem abwechslungsreichen Programm, welches wir hatten. Jeden Tag waren wir unterwegs und allein das erste Mal mit dem gelben Schulbus zu fahren war klasse; Whale watching, Wanderungen, Ausflüge nach Vancouver und Victoria Island, Kajak fahren und ein paar Shopping Touren waren mit dabei.

Nach 6 Wochen fühlte ich mich immer noch nicht bei meiner Gastfamilie wohl und entschloss mich die Familie zu wechseln.  Der Wechsel ging auch ganz problemlos und nach einer Woche bin ich umgezogen. Komisch war es dennoch. Doch bereut habe ich es nicht. Im Gegenteil, es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Meine neue Gastfamilie war klasse, ich hatte zwei kleine Gastschwestern die total niedlich waren und eine super liebe Gastmama. Ich wohnte dann mit ihnen auf einer Farm mit 57 Hühnern und einem Hund namens Cowboy. Ich hab viel gelernt in dieser Zeit, auch über mich was ich alleine schaffen kann und wie andere mich sehen. Ich habe sehr viel über mich gelernt.

Da die Lehrer zu Schulbeginn streikten, hatten wir ein drei-wöchiges Alternativprogramm. Mein Start in Kanada war also ziemlich holprig. Aber nach drei Wochen Streik ging die Schule dann doch los.

Die Schule, ein Thema für sich. Es ist komplett anders als hier in Deutschland. Aber meiner Meinung nach viel besser. Man freut sich richtig morgens aus dem Bett zu hüpfen und zum Schulbus zu sprinten und dann zusammen mit ein paar anderen zur Schule zu fahren. Schule macht echt wahnsinnig viel Spaß  (ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde). Die Lehrer sind richtig interessiert an einem, man hat mehr ein freundschaftliches Verhältnis mit ihnen. Auch ist es ihnen wichtig, dass alle Schüler den Kurs bestehen und keiner durchfällt. Dafür bleiben sie länger in der Schule und geben kostenlos Nachhilfe. Man fühlt sich von den Lehrern richtig ernst genommen.  Außerdem hat jeder Lehrer seinen Klassenraum, weshalb diese richtig gemütlich und schön gestaltet sind. Das Niveau vom Unterricht ist etwas niedriger als hier in Deutschland. Deshalb denke ich, dass man auf jeden Fall die Kurse eine Klassenstufe höher wählen sollte. Nach und nach hab ich auch Freunde in der Schule gefunden. Man sagt ja, aller Anfang ist schwer und das traf auch bei mir zu. Man muss sich eben zwingen auf die Leute zuzugehen und dann klappt das auch, neue Freunde zu finden. Andererseits sollte man auch nicht erwarten, dass die Kanadier wahnsinnig viel Herzblut in diese Freundschaften stecken, denn für sie bist du nur einer von 100 Austauschschülern und andererseits wirst du sie nach absehbarer Zeit wieder verlassen. Dennoch habe ich eine sehr gute Freundin gefunden. Sie hat mir sehr viel geholfen und durch sie habe ich wiederum andere Leute kennen gelernt.

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und der Dezember nahte. Koffer packen, und sein neu gewonnenes Leben hinter sich lassen zu müssen, war eine seltsame und zugleich traurige Erfahrung. Das Schlimmste war jedoch das Verabschieden von meiner Gastfamilie am Flughafen. Ich krieg immer noch Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, durch den Sicherheitsbereich ohne sie gehen zu müssen und meine kleine Gastschwester Ava ‘Juli I love you‘ rufen zu hören. Ich habe geweint wie noch nie. Doch nichts kam gegen das Gefühl an, durch die Schiebetüren des Ankunftsbereiches des heimatlichen Flughafens zu gehen und seine Freunde und Familie nach so langer Zeit wieder in die Arme zu nehmen.

Ich kann euch nur raten, wenn ihr die Chance auf einen Auslandsaufenthalt habt, ergreift sie!

Exchange is not about an exchange in a year, it is a year in an exchange!

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Coal Harbour, Vancouver
Kanadische Flagge
The Empress Hotel
Braunbär
Uferbild
 
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