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Julia Röttger berichtet aus Maple Ridge (Kanada)

CANADA makes you live your dreams!

Am Anfang eines Erfahrungsberichtes stellt sich jeder Schreiber die Frage: Wo soll ich bloß anfangen? Die Wahrheit ist, dass innerhalb der Zeit eines Auslandsaufenthaltes so viel geschieht, dass einem diese Erfahrungen noch Jahre später in den Kopf purzeln und man erst dann begreift, was für ein außerordentliches Kapitel dieser im eigenen Leben darstellt.

Meine Reise begann im Jahre 2007. Schon im Januar bereitete ich mich auf mein aufregendes Erlebnis vor, besuchte Seminare und legte einen Ordner für alle meine Unterlagen an. Diese intensive und auch empfehlenswerte Vorbereitung half mir, mich schon lange vorher auf das Kommende einzustellen, sodass meine Reise nicht allzu plötzlich kam.

Ich war gerade 17 Jahre alt und hatte vor, das 11. Schuljahr bzw. 10 Monate meines Lebens in der Kleinstadt Maple Ridge, welche in der Nähe von Vancouver liegt, in Kanada zu verbringen.

Schon Tage vor meiner Abreise Ende August war ich tierisch aufgeregt und sah der Zukunft fiebernd entgegen. Was würde mich erwarten? Wie wird meine Gastfamilie sein? Auch wenn ich schon einen Brief von meiner Gastfamilie bekommen hatte und sogar schon mit meiner Gastmutter telefoniert hatte, stelle ich mir diese und viele weitere Fragen.

Als ich dann endlich ankam, wurde ich von meinen Gasteltern herzlichst und mit Umarmungen begrüßt und lernte in den folgenden Tagen alle kennen. Gastmutter Tricia und Gastvater Steve mit ihren beiden liebenswerten Söhnen im Alter von drei und vier Jahren. Die Eingewöhnung in die Familie gelang mir sehr schnell und problemlos. Ich verstand mich auf Anhieb mit jedem Familienmitglied und wurde selber auch als ein solches behandelt. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit Blick in den Garten und konnte mich auch mal zurückziehen.

Die ersten Tage in der Schule waren sehr spannend. Man lernte neue Leute kennen und musste seine Fächer wählen. Die Sache mit den Fächern war am Anfang etwas ungewöhnlich, denn Mathe und Englisch waren Pflichtfächer und den Rest durfte man sich aussuchen. So kam es, dass ich die Fächer Schauspielern, Kochen und Japanisch belegte. In die Schule zu gehen machte richtig Spaß, denn das Klima in den Klassen ist völlig anders als in Deutschland. Lehrer und Schüler sind hier ein perfektes Team, arbeiten intensiv miteinander und haben grundsätzlich eine eher freundschaftliche Beziehung. Das vermisse ich in Deutschland oft!

Gute Stimmung ist in kanadischen Schulen automatisch vorhanden, solange man sich an die Schulregeln hält. Man sollte also regelmäßig Hausaufgaben machen und im Unterricht mitarbeiten, aber dies ist einfach zu bewältigen, da es viel Spaß macht.

Mein einziges Problem in der Schule war Mathematik. Das Unterrichtsmaterial war nicht besonders einfach und hinzu kam, dass viel zu schnell das Thema gewechselt wurde und man auch auf Grund der Sprachbarriere nicht mehr mitkam. Letztendlich habe ich Mathematik nicht bestanden, aber darüber sollte man sich nicht allzu viele Gedanken machen. Wenn es überhaupt nicht mehr ging, konnte man im Notfall den Kurs wechseln. Alles halb so schlimm!

Im Großen und Ganzen war die Schule in Kanada um Welten besser als in Deutschland, auch wenn man sich erst daran gewöhnen musste, dass der Unterricht in Englisch gehalten ist.

Am Ende des Schuljahres hatte ich noch das große Glück auf die „Prom“ zu gehen. Meine beste Freundin Sayo aus Japan feierte damit ihren Abschluss und nahm mich mit. Wer also die Gelegenheit dazu bekommt auf einen solchen Abschlussball zu gehen, sollte dies auf jeden Fall tun, denn es lohnt sich!

Meine Freizeit verbrachte ich viel mit meinen Freunden, aber auch mit meiner Gastfamilie. Oftmals fand ich mich in einer Stadt namens Coquitlam wieder, denn dort befindet sich eine der größten Shopping Malls in British Columbia. Die Einkaufsmöglichkeit ist umwerfend facettenreich und man kann dort einen ganzen Tag verbringen.

Das Highlight war allerdings, wie zu erwarten, Vancouver. Eine schöne Stadt am Meer zwischen Tradition und Fortschritt. Zwischen futuristischen Hochhäusern und „Skytrains“ befinden sich idyllische Stadtgebiete, wie Chinatown, die mehr über die Stadt berichten, als so mancher Reiseführer. Leider kam ich nicht oft dazu nach Vancouver zu fahren, da dies stundenlange Busfahrten bedeutete. Doch wenn ich mal da war, genoss ich das beeindruckende Ambiente!

Wie schon erwähnt lernte ich in Kanada eine Japanerin kennen, welche sehr schnell meine beste Freundin wurde. Viele meiner Freunde waren allerdings auch Deutsch, was natürlich dazu führte, dass wir untereinander Deutsch redeten. Der Grund für meine sehr wenigen kanadischen Freunde war, dass die Kanadier zwar sehr freundlich und hilfsbereit sind, aber sich gegenüber längerfristigen Freundschaften mit jemandem, der in absehbarer Zeit wieder ins Heimatland zurückkehrt, zurückhalten. Ich konnte also leider mit keiner einzigen kanadischen Person wirklich Freundschaft schließen. Sie waren alle nur Bekannte. Schade eigentlich!

Man merkt während der zehn Monate gar nicht wirklich, wie die Zeit verfliegt. Am Ende hat man das Gefühl, es war nicht lang genug; deshalb würde ich jedem empfehlen zehn Monate anstatt nur fünf Monate ins Ausland zu gehen. So bekommt man nicht nur einen besseren Einblick in eine andere Gesellschaft und deren Kultur, sondern auch viel mehr prägende Eindrücke für das Leben! Kaum zu glauben, dass ich ohne Heimweh auskam, aber meine Reise war einfach zu spannend um meiner Heimat nach zu trauern.

Doch eines fiel mir besonders schwer: Der Abschied von den lieben Menschen die ich in Kanada kennen gelernt hatte. Auch wenn ich mich auf meine Freunde und Familie in Deutschland freute, wollte ich ungern mein eigens aufgebautes Leben loslassen. Zum Abschied feierten wir in einer kleinen Runde, um dann traurig und glücklich zugleich die Freunde ein letztes Mal auf unbestimmte Zeit zu umarmen und Abschied zu nehmen.

Nun, zwei Jahre nach Antritt meiner großen Reise, merke ich, wie viel mir mein Auslandsjahr bedeutet und wie viel ich gelernt habe. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Abenteuer erleben durfte und empfehle jedem seine Träume nicht nur zu träumen, sondern auch zu leben!

Julia Röttger

Maple Ridge Secondary School, Maple Ridge, British Columbia

August 2007 – Juni 2008

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Abschiedstreffen bei Starbucks...
Vor der Skyline von Vancouver...
Kürbisfelder...
Moni und ich in Whistler...
Beim Abschlussball...
Die Berge sind ganz nah...
 
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