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Florian K. berichtet aus Invermere/David Thomopson Secondary School (Kanada)

Hallo,

ich bin Flo und komme aus Deutschland. Statt die zehnte Klasse hier zu besuchen habe ich sieben Monate im kleinen Invermere in den Kanadischen Rockies verbracht. Das war eine ganz andere Erfahrung als das was ich hier so nah an einer Großstadt wie Frankfurt kenne. Invermere hat nämlich nur rund 2500 Einwohner; ein richtiges Dörfchen also.

Von meinem ersten Tag hab ich nicht all zuviel von Kanada mitbekommen. Ich kam erst nachmittags in Calgary an und nahm anschließend eine dreieinhalbstündige Autofahrt durch die Berge auf mich. Neben mir Lori, meine Coordinatorin. Irgendwo im Nirgendwo wurde ich dann gegen sieben Uhr abends freundlich von Nadine, meiner Gastmutter für die nächsten sieben Monate, an einer Tankstelle abgeholt und „nach Hause“ gebracht. Was soll ich sagen: ein kleines, nettes Holzhäuschen ungefähr einen Kilometer von Invermere entfernt – typisch Kanadisch eben!

Nach einer kleinen Lasagne und ein bisschen smalltalk, ging es dann auch für mich nach einem langen Tag ins Bett. 
In der kommenden Woche hatte ich noch Sommerferien; die perfekte Gelegenheit für mich die Umgebung zu erkunden. Allein in der ersten Woche war ich auf zwei Wanderungen und einem Camping-Trip! Ach, und bevor ich das vergesse zu erwähnen, ich hatte noch zwei Gastgeschwister, Craig (6) und Kate (8). Die beiden sind mir während der Zeit richtig ans Herz gewachsen!
Die ersten paar Wochen in der Schule waren die schwersten. Man musste ja erst einmal mit der Sprache, den vielen neuen Lehrern und dem anderen Essen zurecht kommen. So alles in allem dauert die Eingewöhnungsphase ungefähr 4 Wochen. Wenn man alles richtig gemacht hat, dann hat man hier bereits die ersten Freundschaften, engagiert sich in Sport Klubs und kann auch schon einigermaßen gut English sprechen. Mit „alles richtig machen“ meine ich: 

  • Immer „JA“ sagen – egal zu was
  • Offen für alles sein – neue Dinge ausprobieren
  • Auf die Leute zugehen und mit ihnen reden
  • Und keine Angst haben in der Sprache Fehler zu machen (Keiner erwartet ein perfektes English von Dir)


Neben den Kanadischen Freunden hatte ich erstmal Freundschaften mit den anderen Austauschschülern geschlossen. Das war auch einfacher, da wir ja in der gleichen Situation waren, und uns gleich gut verstanden haben.
Um noch mal auf die Schule zurück zu kommen, es werden Fächer wie Kochen, Reiten, Skifahren, Fotografie usw. angeboten! Das heißt, ich hatte nicht wirklich Stress in der Schule. Auch die Lehrer sind etwas lockerer und lassen mehr durchgehen.

Das Leben neben der Schule ist einfach. Wir hatten zu Hause keinen Fernseher, also fiel das schon mal weg... Außerdem ist es normal, nach der Schule mit Freunden „Downtown“ zu gehen und dort ein bisschen zu chillen. Man kann sich dort die Zeit in der „Quality Bakery“, dem „Blue Dog Café“ oder „Gerry’s“ vertreiben und mit Freunden Spaß haben. Ich habe auch Sportarten wie American Football oder Bogenschießen ausprobiert.

An den Wochenenden gab es oft Parties zu denen ich mit Freunden gegangen bin. Diese unterscheiden sich etwas von denen die man hier so in Deutschland kennt. Aber die Erfahrung muss jeder für sich selbst machen. ;)
Ein weiteres großes Ding in Invermere und Umgebung sind die Radium und die Fairmont Hotsprings. Das sind heiße Quellen in denen ich, vor allem im Winter, viel Zeit verbracht habe.

Die Hauptaktivität im Winter ist jedoch das Skifahren Das liegt nahe, denn „Panorama“, das Skigebiet, liegt gleich nebenan. Hoch bringt einen ein kostenloser Shuttlebus, in den so etwa 20-30 Leute passen. Deshalb ist der auch meistens überfüllt. Aber die 20-minütige Fahrt lohnt sich. Auch wenn im Tal alles bewölkt ist scheint auf Pano fast immer die Sonne. Hier gibt es Pisten für Anfänger bis hin zu Experten, und ich habe da fast jedes Wochenende des Winters verbracht.

Ein weiteres erwähnenswertes Ereignis war Weihnachten. Über die Festtage fuhr ich zusammen mit meiner Gastfamilie zu deren Großeltern nach Kelowna (etwa 500km von Invermere). Alle haben sich zwar super um mich gekümmert und ich habe auch viele Geschenke bekommen, aber wie Weihnachten hat sich das alles nicht angefühlt. Ich wurde am Weihnachtsmorgen um 6 Uhr (!) von meinen beiden Geschwistern aus dem Bett geschmissen um die Geschenke auszupacken, und zu schauen was Santa noch so alles gebracht hat, und an fast allen Festtagen gab es Turkey (Truthahn).

Während meines Aufenthaltes war ich auch auf mehreren Kurztrips -  mit dem Programm und privat. Am besten waren hiervon mein Kurzausflug nach Vancouver und der Skitrip in Lake O’Hara. In Vancouver war ich eigentlich um auf ein Konzert zu gehen, aber die restlichen beiden Tage, die mir noch blieben verbrachte ich damit mir die Stadt anzuschauen. Vancouver ist ein MUSS für jeden der in dieser Gegend ist! Meine absolute Lieblingsstadt. Es gibt mehrere Häfen, eine schöne Innenstadt und Stanley Park mit einem wundervollen Aquarium.

Der andere Trip war das totale Gegenteil! Ich bin mit meinem Gastvater und dessen Bruder zusammen elf Kilometer auf Skiern zu einer kleinen Berghütte gewandert, um da dann 2 Tage lang Ski zu fahren. Es lagen ungefähr zwei Meter Schnee und die Landschaft war traumhaft schön. Mit diesem unvergesslichen Trip neigte sich meine große Reise auch schon dem Ende zu.
Meine letzte Woche in Kanada verbrachte ich mit meinen Freunden zusammen bevor mich dann der Flieger von AirCanada wieder nach Hause brachte. 
Zurück kam ich mit einer riesigen Tasche voller Erfahrungen und einer neuen Perspektive fürs Leben und hinter mir lag, wie man so schön sagt, „The Time of my Life“!

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Vancouver
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