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Laura Sch. berichtet aus Invermere (Kanada)

Hallo, ich bin Laura und war für 2 Monate in Kanada, um genauer zu sagen in Invermere, einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo in den Rockies.

Wenn ich Euch von meinem Aufenthalt am anderen Ende der Welt erzählen soll, weiß ich eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll. In Gedanken bin ich immer noch in Kanada und besonders bei meinen Freunden, die ich dort kennen und lieben gelernt habe.

In der kurzen Zeit, in der ich da war, habe ich so viele Dinge erlebt, sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht und gemerkt, wer oder was mir in Deutschland wichtig ist.

Kanada ist ein wunderschönes, vielseitiges und beeindruckendes Land! Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen, allerdings sollte man als „Fremder“ auf die Kanadier zugehen. Besonders an Kanada ist zum Beispiel die Tatsache, dass an meinem Geburtstag im Juni noch Schnee auf den Bergen lag und Ende Mai der See in Lake Louise noch gefroren war.

Als ich ins Flugzeug gestiegen bin war meine ganze Aufregung auf einmal weg und ich habe mich einfach nur noch auf meine spannende Zeit in Kanada gefreut. Nach drei Flügen und vielen vergangenen Stunden kam ich endlich in Cranbrook, dem glaube ich kleinsten Flughafen der Welt an, wo meine Gastmutter und meine Gastschwester schon aufgeregt auf mich warteten.

Als ich meine halbe Gastfamilie dann endlich in den Arm nehmen konnte, war jegliche Müdigkeit verflogen und ich habe mich nur auf mein neues zu Hause gefreut und wollte endlich meinen Gastvater, meine japanische Gastschwester und die Haustiere kennenlernen.

Am nächsten Tag ging es dann für mich „endlich“ in die Schule. Eigentlich hätte ich ausschlafen können, aber ich wollte dann doch unbedingt sehen, wie Schule in Kanada ist und wie die Kanadier sind!

Ich habe schon am ersten Tag Freunde gefunden und auch mit meiner Gastfamilie lief alles super und es gab keine „Eingewöhnungsprobleme“. Freunde habe ich auch sehr schnell gefunden und nach kurzer Zeit war ich jeden Tag unterwegs und habe meine neue Familie eigentlich nur noch abends zum gemeinsamen Essen gesehen. Am Essenstisch wurden dann immer jegliche Dinge vom Tag besprochen und über eventuelle Probleme geredet.

Leider gab es am Anfang auch ein paar Schwierigkeiten zwischen meiner Gastschwester und mir, aber diese konnten schnell aus der Welt geschafft werden und spätestens nach unserem gemeinsamen Aufenthalt in Calgary ohne Eltern waren wir die besten Freundinnen!

Also, auf jeden Fall mit Eurer Gastfamilie über eventuelle Probleme reden. Und wenn Ihr Euch nicht traut, dann sprecht mit Eurem Homestay Coordinator darüber! Um noch mal auf die Schule zurück zu kommen. Vergesst jeglichen Unterricht, den Ihr aus Deutschland kennt, denn in Kanada ist es ganz anders. Allein das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler ist eher wie eine Freundschaft, in der über alles geredet wird und nebenbei lernt man noch ein bisschen was. So sieht auch der Unterricht aus. Ganz entspannt.

Ich zum Beispiel hatte nur fünf Fächer oder besser gesagt Kurse, die ich wählen musste und konnte. Foods, Textiles, Band, Planning und Professional Cooktraining, klingt einfach, oder? - War es auch!

An Wochenenden oder in meinen Ferien, die ich dann noch hatte, hat meine Gastfamilie immer versucht, möglichst viel mit mir zu machen, das hat leider nicht immer so geklappt, da meine Gasteltern beide voll berufstätig sind. Allerdings war das für mich so schon ganz in Ordnung, denn ich hatte viel Zeit, die ich mit Freunden verbringen konnte.

Jedoch habe ich viel von Kanada gesehen, unter anderem natürlich auch Bären und Elche. Außerdem war ich noch für eine Woche mit meiner Gastschwester in Calgary bei Freunden und wir haben das Calgary Stampede Festival besucht, welches 100-jähriges Jubiläum gefeiert hat.

Allerdings habe ich die deutsche Autobahn vermisst, denn in Kanada auf den Highways fährt man mit höchstens 100 km/h... Dementsprechend hat jede Fahrt ewig gedauert. Kanada ist ja doch sehr weitläufig, wie ich feststellen musste.

Der Vorteil an meinem kleinen Dorf war, dass jeder wusste, wer ich bin und ich eigentlich von fast allen den Namen kannte. So habe ich auch schon viele Freunde gefunden und Gespräche um mein Englisch zu verbessern und zu üben ergaben sich auch immer. Natürlich denkt man, dass in einem so kleinen Dorf keine Möglichkeiten für irgendwelche Aktivitäten bestehen würden oder es keinen Laden geben würde, darüber war ich sehr überrascht, denn es gab jegliche Art von Laden, die ich mir nur vorstellen konnte, das ist aber kein Wunder, denn die nächst größere Stadt liegt 2 1/2 Autostunden entfernt. Jedoch musste ich auf jede Art von Mobilität verzichten, die man hier in Deutschland kennt, sprich Bus oder Bahn, denn in Kanada fährt nur ein Zug von Ost nach West und wieder zurück und Busse gibt es eigentlich nur für den Schultransport.

Aber auch eine gute Nachricht, zumindest für die Mädchen, so streng wie es mir auf dem Vorbereitungsseminar vorgestellt wurde, sind die Regelungen, was Schminke, Nagellack und Rocklänge angeht auf keinen Fall!

Es waren doch sehr viele Mädchen sehr doll geschminkt und auf die Rocklänge oder ähnliches wurde gar nicht geachtet. Zum Teil kamen einige auch im Schlafanzug zur Schule oder auch öfter mal gar nicht... Jedoch kommt es in Kanada oft nicht gut an, wenn man eine/n Freund/in hat, zumindest, wenn man jünger als 18 Jahre alt ist.

Und zum Schluss noch ein Tipp an die Mädchen: Gebt Eure Handynummer nur an Jungs, wenn es wirklich wichtig ist, denn sonst werdet Ihr permanent angeschrieben und das rund um die Uhr!
Ich bin sehr froh, dass ich die Chance hatte, für eine längere, allerdings viel zu kurze Zeit ins Ausland zu gehen, um dort viele Erfahrungen machen zu dürfen, die ich jetzt nicht mehr missen möchte. Jedem kann ich daher nur empfehlen, so eine Chance zu nutzen und auch, wenn nicht immer alles positiv verläuft, man lernt daraus und es sind Erfahrungen, aus denen man nur schlauer werden kann.

Ich hoffe, Ihr habt einen kleinen Eindruck von meinem Aufenthalt in Kanada bekommen und werdet eine genauso schöne Zeit haben, wie ich!

Laura

P.S. Ich bereue es immer noch, dass ich nur so kurz geblieben bin und eigentlich wollte ich auch gar nicht wieder zurückkommen!

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