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Christian Denkhaus berichtet aus Saanich (Kanada)

Ehrlich gesagt hatte ich keine wirklich genaue Vorstellung von Kanada. Ich hatte ein paar Bilder der Region gesehen und mir meine Schule über Google Earth angesehen (was nicht viel gebracht hatte). So war ich dann auch wirklich gespannt, als ich in Vancouver aus dem Flieger stieg. Als ich dann am Terminal auf meinen Flug nach Victoria gewartet habe, war ich noch mit vielen Austauschschülern unterwegs, die über ganz British Columbia verteilt waren.

Ich bezahlte zum ersten Mal mit kanadischen Dollars und stellte gleich fest, dass die Steuern nicht mit auf den Preisschildern stehen. Man muss immer noch gute 16 % des gezeigten Preises dazu addieren, was sehr unpraktisch ist. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber daran. Als ich endlich am Flughafen von Victoria angekommen war, es wurde schon dunkel, traf ich auch gleich meine Gastfamilie.

Meine Gasteltern empfingen mich sehr freundlich und wir fuhren gleich nach Hause, wo ich fünf Monate leben würde. Ich hatte zwar drei Gastgeschwister, sie waren aber alle älter und wohnten nicht mehr zuhause. In den nächsten paar Tagen zeigte mir meine Gastmutter Judy die Umgebung um Saanichton und Victoria, was sehr interessant war. In Kanada ist alles viel weitläufiger gebaut als in Deutschland, was wohl mit dem riesigen Angebot an Platz zu tun hat. Es gab einen Highway der an der Küste entlang von den Fährstationen bis in die Innenstadt von Victoria führte.

Landschaftlich war Vancouver Island ein Traum. Zwischen der Hauptinsel und dem Festland lagen viele kleinere Inseln, auf denen vereinzelt auch Wohnhäuser standen. Die Natur war ähnlich wie in Skandinavien mit vielen Fichten und anderen Nadelbäumen. Das Wetter war bis in den späten Herbst gut, danach hat es meistens nur geregnet und manchmal geschneit bei Temperaturen um 0 bis 5 Grad.

Als ich mich dann nach ein paar Tagen von meinem Jetlag erholt hatte ging es auch gleich in die Schule. Dort musste ich am ersten Tag nur Organisatorisches regeln. Da es eine Lehrerin gab, die sich nur um die Austauschschüler gekümmert hat, war das sehr einfach. Mrs. Fitzgerald konnte einem bei fast allem helfen und riet mir auch Outdoor Sport anstatt Französisch als Fach zu nehmen. Eine sehr gute Entscheidung wie ich später noch gemerkt habe.

Mit mir waren noch 14 andere Deutsche an der Schule dazu kamen ca. 20 asiatische Austauschschüler aus China, Japan und Taiwan. Mit ein paar Deutschen habe ich mich angefreundet, die Kanadier waren aber meistens interessanter und wenn man nur unter sich blieb konnte man nur sehr schwer Kontakte knüpfen da die Kanadier nicht direkt auf einen zugingen.

Das war aber kein Problem, da ich an meiner Schule direkt ins Kletter- und Ruderteam eingetreten bin und dort sofort Freunde gefunden habe. Obwohl ich noch nie vorher gerudert habe, geschweige denn jemals geklettert bin, fand ich einen guten Einstieg. Es gab genug Leute die, genau wie ich, Anfänger waren. Sich in einem Sportteam zu engagieren war eine der schönsten und auch wichtigsten Sachen die ich in Kanada gemacht habe. Schulsport hat dort eine komplett andere Bedeutung als in Deutschland. Ich hatte sechsmal die Woche Rudertraining. Das hört sich jetzt natürlich sehr anstrengend an, man kommt aber so schnell rein und wird nach kurzer Zeit fitter als man es in Deutschland jemals war.

Ich hatte im krassen Gegensatz zu Deutschland nur 4 Kurse, jeden Tag dasselbe, was viel interessanteren Unterricht ermöglichte. Wir haben in Physik viele Experimente durchgeführt und in Biologie viel seziert, was ich total spannend fand. Mit meiner Gastfamilie unternahm ich an den Wochenenden viele Trips bei denen wir uns Vancouver Island und Victoria angesehen haben. Probleme gab es nie und von den 14 Deutschen wollte auch nur ein Mädchen ihre Familie wechseln, was überhaupt kein Problem war.

Nach 5 Monaten musste ich dann leider schon wieder fliegen. Zurzeit spare ich mein Geld aber für einen weiteren Trip nach Kanada.

Christian Denkhaus

Saanichton, British Columbia 2007/08

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