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Annika E. berichtet aus England/High School (England)

Ich heiße Annika und habe das erste Halbjahr meines zehnten Schuljahres in England verbracht und hatte dort einige der schönsten Monate meines Lebens! Aber erst einmal von vorn...


Auf die Idee bin ich eigentlich nur durch Zufall gekommen: eine Freundin hatte einmal davon gesprochen, und seitdem hat mich der Gedanke für eine Zeit lang ins Ausland zu gehen nicht mehr losgelassen. Natürlich gab es auch einige Dinge, die mich zweifeln ließen – Schule, Freunde und vor allem mein Freund – konnte ich das wirklich alles in Deutschland zurücklassen? Doch mein Entschluss stand fest, und mittlerweile weiß ich, dass er für mich schon die ganze Zeit feststand.


Ich sollte also wirklich für ein halbes Jahr nach England gehen und dort leben.


Nun würde so manch einer sagen „England ist doch nichts Besonderes, ist doch genau wie hier.“ So ganz stimmt das aber nicht, auch wenn es kein krasser Unterschied ist, wie zum Beispiel Europa und Asien, die Eingewöhnungszeit ist unumgehbar! Der erste Tipp, den ich an dieser Stelle geben kann: auf keinen Fall zu viel über das 'wie' nachdenken, denn sobald man anfängt sich die Fragen zu stellen - „Wie begegne ich meiner Gastfamilie?“, „Wie finde ich Freunde?“ - macht man sich nur selbst verrückt. Am besten lässt man alles auf sich zukommen – und vor allem genießen!


Irgendwann kam dann der Abreisetag, und natürlich die erste Begegnung mit meiner Gastfamilie (obwohl ich sofort ins Bett gegangen bin, weil es schon elf Uhr abends war). Und trotzdem war mein erster Eindruck von meiner Gastfamilie genauso wie sie auch letztendlich waren: super nett! Zwar haben wir nicht viel zusammen unternommen, Freitag abends war Filmabend und sonst hatte ich wirklich viele Freiheiten und konnte (fast) alles tun was ich wollte solang ich mich an die Regeln der Partnerorganisation White House Guardianships gehalten habe. Und auch wenn ich meine Gasteltern nur zwischendurch gesehen habe, haben wir jedes Mal total nett miteinander geredet und meine Gastmutter hat mir auch oft mit Dingen wie Hausaufgaben geholfen oder ich habe mich zu ihr und ihren zwei kleinen Kindern gesetzt. Insgesamt hätte es nicht besser kommen können!
Und schon brach der erste Tag an (den ich direkt am Strand verbracht habe – sogar mit Sonne!), und es folgte die erste Woche, in der ich zum Glück noch frei hatte und mit einer deutschen Freundin aus Exeter alle schönen Städte abgeklappert habe – Teignmouth, Torquay und Exeter sind wirklich einen Besuch wert! Und dann war auch schon der erste Schultag bzw. die erste Schulwoche da. Das englische Schulsystem ist wirklich ganz anders als das deutsche, aber nicht unbedingt besser oder schlechter! Letztendlich landete ich in der Sixth Form (eine Stufe höher, in der ich eigentlich gewesen wäre), der englischen Oberstufe. Dort gefiel es mir super gut, das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, aber auch das zwischen den einzelnen Schülern/Gruppen war sehr viel entspannter als es in Deutschland manchmal ist! Wenn ich den Lernstoff als schwierig empfunden habe, haben mir meine Lehrer sofort ihre Hilfe angeboten und auch in außerschulischen Dingen kann man immer um Rat fragen, was mich auch mit meinen Englischkenntnissen aber auch anderen Dingen viel weiter gebracht hat! Und obwohl es erst nicht einfach war sich zu integrieren, habe ich sehr bald einen Freundeskreis gefunden, in den ich super reingepasst habe! Insgesamt waren wir sechs Mädchen. An den Wochenenden haben mir meine Freundinnen dann Orte wie Dartmoor gezeigt oder wir waren einfach nur shoppen. Außerdem waren auf meiner Schule noch drei andere deutsche Mädchen, von denen ich mich mit einer richtig gut verstand und dann auch gleich angefreundet habe. Zusammen haben wir dann dreimal die Woche Sport in der „Gym“, einem Fitnessstudio gemacht und an den Wochenenden Devon und Südengland erkundet, zum Beispiel beim Schlittschuhlaufen in Plymouth.


Bald war dann auch schon Weihnachten, wo ich für ein paar Tage nach Deutschland zu meiner Familie und meinen Freunden geflogen bin – und England direkt vermisst habe! Aber kurz darauf war ich ja schon wieder in 'Great Britain' um meinen letzten Monat anzutreten. Das war ein echt komisches Gefühl, zu wissen, dass man bald gehen und dieses Leben nie wieder haben würde!


Aber erst kam noch mein 16. Geburtstag, an dem ich mit meinen Freundinnen essen und Geburtstagsshoppen war (unglaublich wie oft ich shoppen gegangen bin). Die letzten drei Wochenenden waren dann vollgepackt mit ein letztes Mal an den Strand fahren (wo ich dann tatsächlich bis zu den Knien im Wasser stand – im Januar!), ein letztes Mal nach Exeter, ein letztes Mal durch meinen Wohnort, Newton Abbot wandern, ein letztes Mal mit meinen Freunden zu 'Costa' gehen und dort Hot Chocolate with Cream and Marshmallows trinken... Und schon war auch der letzte Abend mit meiner Gastfamilie da, an dem wir zusammen einen Film geschaut haben.


Und dann kam der Abreisetag, das Busfahren, in den Flieger steigen, und dann auch schon das Ankommen am Kölner Flughafen und die erste Nacht im 'eigenen' Bett. Am ersten Tag 'zuhause' haben mich meine Freunde hier total süß überrascht, und es war auch super schön alle wiederzusehen! Und trotzdem war das wiedereinleben alles andere als einfach, vor allem die erste Woche in der Schule. Aber ich weiß, dass es das wert war, und auch jetzt noch, 2 Monate nach meiner Rückkehr, vermisse ich England und bereue es auf keinen Fall, den Auslandsaufenthalt wirklich gemacht zu haben, und ich weiß, dass es meiner deutschen Freundin, die ich dieses Wochenende in Hannover besucht habe, genauso geht. Also, wenn ihr die Möglichkeit und den Mut habt für eine Weile ins Ausland zu gehen und mal etwas anderes zu erleben, dann tut es! Es lohnt sich!

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Einer der Strände Süddevons
Am Strand in Torquay
Christmas-Meal in der Schule
Eislaufen in Plymouth
Meine Freunde und ich in der Schule
 
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