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Nadine Behnert berichtet aus Lancaster (England)

Meinen dreimonatigen Auslandsaufenthalt verbrachte ich in Lancaster, England. Warum ich mich gerade für England entschieden hatte? Ich habe vorher lange überlegt Amerika oder England? Letzten Endes fand ich einen Aufenthalt für 3 Monate in Amerika zu kurz, dazu kam noch, dass mir das amerikanische Englisch nicht ganz so gefällt wie das in England.

Also meldete ich mich an, als dann der Anruf kam, dass ich angenommen sei war die Freude erstmal groß. Ab diesem Zeitpunkt ging alles ziemlich schnell und schon saß ich im Flugzeug.

Als ich dort ankam war mir sofort klar, dass ich in England bin. Die Häuser, die Autos, vor allem das Verkehrssystem – alles total anders. Vom Flughafen wurde ich von einem Taxi abgeholt, das mich dann zu meiner Gastfamilie brachte. Ich war sehr aufgeregt als ich dann vor dem Haus stand. Doch als meine Gastmama die Türe öffnete und mich freundlich begrüßte war die Aufregung auch verschwunden. Meine Gasteltern waren noch jung und hatten 3 Kinder. Zwei Mädchen und ein Junge. Für mich als kleine Schwester meines Bruders war es total neu kleine Geschwister und vor allem Mädchen in meiner Familie zu haben. Darüber freute ich mich am meisten.

Die High-School in England war riesig. Wie jede Schule dort hatte sie mehrere Häuser, eines für die Sprachen, eines für Kunst, eines für Sport und so weiter. Die Schule hatte sogar ein Dancestudio in dem auch Musicals der Schule vorgeführt wurden. Der Sportplatz dort war genauso riesig wie die Schule auch. Es war unglaublich. Vor dem Unterricht musste ich erstmal zur Registration gehen. Dafür wurde jeder Schüler in eine Form eingeteilt. Jede Form wurde dann von dem Formteacher täglich auf Vollständigkeit überprüft. Danach ging der Unterricht dann los.

Anders als in Deutschland ist man in jedem Fach mit anderen Leuten zusammen. Das liegt vor allem daran, dass die Schüler in England in die Kurse eingeteilt werden. Zum Beispiel Maths 1 bedeutet dass man sehr gut in Mathe ist, im Gegenteil zu Mathe 4 dort sind eher die, denen Mathe schwerer fällt. So läuft dass in jedem Fach. Ich zum Beispiel war in Maths 1 dafür aber in Science 3. Science bedeutet Physik, Biologie und Chemie. Der Schulstoff ist im Gegensatz zu Deutschland wirklich super einfach. Alles was ich dort lernte hatte ich in Deutschland 1-2 Jahre früher. Deswegen, falls ihr euch für einen Aufenthalt in England entscheidet lasst euch gleich höher einstufen.

Da ich nicht in der Sixthform (Oberstufe) war, musste ich Schuluniform tragen, was ich gar nicht so schlecht fand. Denn so wirkte jeder gleich und man fühlte sich sofort viel wohler. Natürlich konnte man durch Taschen, Schuhe oder Sonstiges verschiedene Cliquen erkennen. Wie im Film saßen diese dann auch jede Pause am gleichen Tisch. Die Pausen dort waren auch anders als in Deutschland. Es gab zwei, die erste um 11.10 Uhr für 15 Minuten und noch eine um 12.25 Uhr, diese ging dann 30 Minuten. Eine Unterrichtsstunde dauerte 1 Stunde und zwischen ihnen gab es keine 5 Minuten Pausen wie hier. Die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler war sehr locker und manchmal erzählten die Lehrer was sie am Vorabend mit ihrer Familie unternommen haben oder sonstige Dinge.

Nach dem Unterricht kann man verschiedene Aktivitäten wie Netball (sowas ähnliches wie Basketball), Drama Club und vieles Anderes besuchen. Ich hatte mich für den Musical Club entschieden, in diesem gerade „We will rock you“ einstudiert wurde. Dort wurden dann immer die Lieder und das Stück geprobt. Auch bei der Aufführung war ich dabei. So was würde ich jedem empfehlen mitzumachen. Denn so findet man schnell Freunde und hat nach dem Unterricht noch eine Beschäftigung. Apropos Freunde, die Leute dort sind alle super nett und sehr offen. Meistens kommen sie gleich auf dich zu um zu fragen woher du kommst, wie lange du bleibst und sonstiges. Deswegen fällt es einem total leicht jemanden kennenzulernen.

Am Anfang des Aufenthalts hatte ich etwas Heimweh, aber ich glaube das ist normal. Man muss sich erst richtig einleben um sich wohl zu fühlen. Nach ein bis zwei Wochen, wenn man Leute kennengelernt hat ist es dann richtig gut und man will eigentlich gar nicht mehr heim! Auf meiner Schule waren außer mit noch 6 andere Deutsche, 1 Italiener, 1 Türkin und 1 Spanier. Man lernt dort sehr viele verschiedene Nationalitäten kennen.

Das Wetter und das Essen in England waren überhaupt nicht so schlecht wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Gegenteil, während meines Aufenthaltes der im Winter war gab es mehr Sonnentage als Regentage – kalt war es natürlich, aber das ist in Deutschland auch nicht anders. Das Essen, jedenfalls bei meiner Gastfamilie, war total gut. Oft gab es Pizza oder Nudeln, manchmal auch Fleisch. Aber egal was es gab es war immer lecker.

Während meines Aufenthaltes machte ich eine Menge Ausflüge. Manchester, York, Liverpool, Edinburgh, Leeds, Newcastle, Preston und Blackpool. Überall war es super und alles war sehenswert. Aber auch in Lancaster bzw. Morecambe, dort war meine Schule, waren richtig schön. Morecambe liegt direkt am Meer. Einen Aufenthalt in England würde ich jedem sofort empfehlen und würde selbst gleich nochmal hingehen.

Nadine Behnert

Lancaster, England

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