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Annika Sch. berichtet aus Dänemark

Ich ging nach Dänemark und traf die Welt...

Mein Auslandsjahr war ein Jahr voller Erwartungen, Hoffnungen und Überraschungen. Die Entscheidung ein Auslandsjahr zu machen, traf ich fast zwei Jahre vorher. Nach langem hin und her sollte es für mich nach Dänemark gehen. Alle meine Freunde konnten mich nicht verstehen. Warum will sie nach Dänemark, wenn sie die Möglichkeit hat, nach England oder Amerika zu gehen?! Also warum habe ich Dänemark gewählt? Es hat sich einfach gut angefühlt. Ich kannte Dänemark ja schon von vielen Urlaubsreisen und ich war neugierig darauf, wie es ist, dort länger zu wohnen. Und es war die richtige Entscheidung.

Meine Gastfamilien

Ich wohnte bei zwei Gastfamilien in einem kleinen Ort in der Nähe von Aalborg. Die erste hatte drei Söhne, von denen zwei schon ausgezogen waren. Aber nach fünf Monten haben wir festgestellt, dass wir nicht miteinander warm werden und so haben wir zusammen beschlossen, dass ich die Familie wechseln sollte. Ein weiterer Grund war, dass ich noch gerne mehr von der dänischen Kultur kennenlernen und weitere Erfahrungen machen wollte.

Schließlich habe ich nach 6 Monaten die Familie getauscht. In meiner zweiten Familie hatte ich wieder drei Geschwister, wobei meine jüngste Gastschwester (14 Jahre) noch zu Hause gewohnt hat. Meine ältere Gastschwester und mein älterer Gastbruder sind schon erwachsen und leben woanders. Ich habe mich sehr gut in meine neue Familie eingegliedert und schnell Anschluss gefunden. Die Dänen sind sehr familienbezogen und so habe ich auch sämtliche andere Familienangehörige auf den Festen kennengelernt.

Während meines Auslandsjahres habe ich festgestellt, dass die dänischen Familien großen Wert auf Selbständigkeit legen. In die schulischen Angelegenheiten ihrer Kinder mischen sich die Eltern meistens nicht ein. Man nimmt den öffentlichen Bus und lässt sich nicht von den Eltern herumfahren. Außerdem gehen die meisten Jugendlichen arbeiten um Geld zu verdienen. Sie bessern dadurch ihr Taschengeld auf oder ziehen sogar noch während der Schulzeit aus.

Schule, Freunde & Freizeit

Nach drei Tagen in meiner neuen Heimatstadt ging es dann endlich in die Schule in ein Gymnasium in Aalborg. An meinem ersten Schultag war ich richtig nervös, aber meine neuen Klassenkameraden waren super freundlich und haben mich gut aufgenommen. Ich wurde in alle Klassenaktivitäten eingebunden und ich habe mich schon nach kurzer Zeit wie zu Hause gefühlt.

Schon an meinem ersten Schultag wurde mir eröffnet, dass ich mit meiner Klasse auf eine Klassenfahrt nach New Orleans fahren sollte. Ich hatte mir alles vorstellen können, aber nicht das. Eine KLASSENFAHRT nach NEW ORLEANS?! Da habe ich mich natürlich super darüber gefreut. Wir mussten aber dafür auf verschiedenen Schulparties mithelfen, um Geld zu verdienen, damit die Flugtickets billiger wurden. Da wir in Gastfamilien wohnen sollten, mussten wir nur den Flug, etwas Verpflegung und andere Sachen, die wir gerne hätten, bezahlen.

Neben dem Unterricht in der Schule hatte ich in den ersten zwei Monaten einen Dänischkurs in einem Sprachcenter in Aalborg. Dort traf ich verschiedene Austauschschüler, die wie ich in Aalborg und der Umgebung wohnten. Zwei von den Mädchen gingen auf dieselbe Schule wie ich. Zwischen uns hat sich schnell eine gute Freundschaft entwickelt und wir haben viel zusammen gemacht.

Was ich schon nach kurzer Zeit feststellte, ist, dass die dänischen Schüler immer beschäftigt sind und fast nie Zeit haben. Die meisten arbeiten nebenbei oder haben mit Hausaufgaben zu tun. So habe ich in meiner Freizeit mehr mit anderen Austauschschülern gemacht. Was nicht schlimm war, denn so konnte ich viel über die amerikanische, italienische und finnische Kultur lernen. Ich habe es sehr genossen, dass meine Schule viele verschiedene Austauschprogramme hatte. Wir hatten für drei Monate zwei Italiener und dann zwei Mal eine Gruppe von Deutschen, die für eine Woche da waren.

Unterschiede in der Schule

Die dänischen Gymnasien sind ganz anders. Ich würde sagen viel relaxter. Das Verhältnis von Lehrer zu Schüler ist ein ganz anderes. Die Lehrer werden geduzt (das wiederum ist nicht ungewöhnlich im Dänischen) und mit Vornamen angesprochen. Den Schülern wird viel  mehr Verantwortung gegeben und den Eltern abgenommen. Wegen schlechten Noten oder Fehltagen werden die Eltern eigentlich nie angerufen oder zu einem Gespräch aufgefordert. Man schreibt viel weniger Tests und Prüfungen und Hausaufgabenüberprüfungen gibt es gar nicht. Es gibt mehr Hausarbeiten und die werden dann auf dem PC verfasst und per email verschickt. Dazu gibt es extra ein online Portal. Am Ende des Jahres werden Prüfungen geschrieben wie hier auch, aber der Lehrer wählt für jeden Schüler aus, in welchem Fach diese Prüfungen dann gemacht werden

Sprache

Dänisch ist eine ziemlich schwere Sprache, aber keine, die unmöglich in einem Jahr gelernt werden kann. (Die Aussprache ist ganz anders als das Schriftbild!) Ich habe mich leider etwas schwer getan und somit eigentlich fast nur Englisch gesprochen, mit dem Nebeneffekt, dass ich jetzt sehr gut Englisch spreche, was auch viele Vorteile hat. Andere Austauschschüler haben die Sprache schneller gelernt und konnten dann auch flüssiger Dänisch sprechen.

Fazit

Wenn es die Möglichkeit gibt, würde ich jedem so ein Austauschjahr empfehlen. In Dänemark hat es mir sehr gut gefallen. Alle Leute sind super nett gewesen und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen.

Annika Sch.

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Meine Gastfamilie
Austauschschüler unter sich
Aalborg City
Sommer in Aalborg
Winter in Dänemark
 
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