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Jennifer Herrmann berichtet aus Adelaide (Australien)

Mein Aufenthalt in Australien ging über drei Monate, in denen ich die englische Sprache besser lernen konnte, tolle Menschen und ein wunderschönes Land kennengelernt habe. Meine Gastfamilie war sehr nett und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Natürlich ist es am Anfang schwierig sich mit anderen Gewohnheiten zu arrangieren, aber es ist auch unheimlich interessant.

Meine Gastmutter war eine sehr gemütliche Frau, die immer freundlich war und mir vieles möglich gemacht hat. Auch meine Gastschwester und mein Gastvater waren sehr amüsant und freundlich. Allerdings war mein Gastvater während meines Aufenthalts eine Weile in Japan, weil er dort eine erneute Ausbildung zum Piloten machte. Ich fand das Haus der Familie sehr schön, da ich morgens beim Frühstücken direkt auf das Meer schauen konnte. Mein Ausblick aus meinem Zimmerfenster war nicht ganz so schön, was möglicherweise an dem grauen Wellblechzaun gelegen hat.

Dafür war mein Schulweg umso schöner. Zunächst musste ich morgens 20 Minuten zum Bahnhof von Hallett Cove laufen, über den „Black Way“, der vor Schlangen warnte. Danach fuhr ich eine halbe Stunde mit dem Zug, von wo aus ich die ganze Zeit das Meer sehen konnte, und dann in Adelaide angekommen fuhr ich 5 Minuten mit dem Stadtbus zur Adelaide High School.

Am ersten Tag begleitete mich meine Gastmutter, und ich schrieb mich an der High School ein. Ich hatte Französisch, Englisch, Mathematik, Kunst, Musik und Sozialkunde gewählt, und freute mich sehr auf den Unterricht. Es gab noch eine ganze Menge anderer Fächer, die ich gerne gewählt hätte, wie zum Beispiel Design, Journalismus und Philosophie, aber leider konnte ich diese nicht mehr wählen, da mein Kontingent an Fächern bereits erschöpft war.

Während meines Besuchs an der Adelaide High School waren noch weitere fünf deutsche Austauschschüler da und ich freundete mich mit einer von ihnen an. Ich machte auch Bekanntschaften in meinen Kursen, aber da ich nur für zwei Monate dort eingeschrieben war, machte man natürlich nicht so viele Bekanntschaften, allerdings spielte das für mich auch keine so große Rolle.

Die Schule an sich war sehr schön und sehr gepflegt und auch die Lehrer waren gegenüber den Schülern offener und das Verhältnis war entspannter und lockerer. Man wurde freundlich empfangen und mit offenen Armen in das Schulleben integriert.
Meine Fächer haben mir im großen und ganzen Spaß gemacht, auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass ich Mathematik sehr mühsam fand. In Musik hielt ich eine Power Point Präsentation über die deutsche Musik, meine Mitschüler und meine Lehrerin waren begeistert. Was ich sehr überraschend fand, war die Tatsache, dass alle den Song „Schnappi, das kleine Krokodil“ kannten. Der Abschied von der Schule und meinen Mitschülern ist mir nicht ganz leicht gefallen, da es einige gab, die ich sehr mochte.

Mit der deutschen Austauschschülerin habe ich viel unternommen, wir sind an den Strand gegangen, öfters mal einkaufen gewesen und hatten dabei eine Menge Spaß. Wir redeten über unsere Gastfamilien, über Mitschüler und über die tollen Surferboys. Auch mit meiner Gastschwester und meiner Gastmutter war ich mindestens einmal die Woche einkaufen, meine Gastschwester hatte einen Schuhtick und war irgendwie total versessen auf Schuhe und Kleider. Mir persönlich hat die Mode nicht besonders gefallen, es war teilweise einfach zu bunt.

Ich musste mich nicht nur an die Mode gewöhnen, sondern auch an das Essen, die Lebensweise, aber das war nicht nur schwierig, sondern auch interessant und hat mir die Möglichkeit gegeben, manche Dinge von mehr als einer Seite zu betrachten.

Ich entdeckte Australien auf meine Weise, und war sehr glücklich, dass auch mein Vater mich für eine kurze Zeit auf dieser Entdeckungsreise begleitete. Wir mieteten uns ein Auto und fuhren cirka 4000 Kilometer nach Melbourne, Sydney und zurück nach Adelaide. Die Great Ocean Road war wunderschön, genauso wie Sydney und natürlich auch Adelaide, und gehört auf die Liste der Dinge, die man in seinem Leben gesehen haben muss.

Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Australien, aber mein absolutes Highlight war mein Urlaub auf einer australischen Farm. Meine Gastmutter Marilyn hat einen Bruder, der eine Farm in der Nähe von Port Lincoln besitzt. Die Farm heißt Kurgunyah, das ist aboriginal und heißt übersetzt "mein Zuhause". Und es war mein Zuhause in Australien, denn ich mochte Barry und Glenda Wagner sehr. Sie sind die Besitzer der 900 Hektar großen Farm und arbeiten zusammen mit Travis, ihrem Sohn, auf ihrer Getreidefarm. Des Weiteren haben sie 150 Schafe.

Während meines Aufenthalts waren sie gerade mit ihrer Ernte fertig und wollten das schöne Wetter genießen. Ich war 10 Tage dort und habe wirklich eine Menge erlebt. Wir waren am Strand fischen, was ich zum ersten mal gemacht habe. Außerdem sind wir nach Tumby Bay zum schwimmen gefahren und ich habe auch endlich Delfine gesehen. Aber das schönste für mich war das Reiten. An meinem vorletzten Tag bin ich mit Travis und Glenda zu einer benachbarten Farm, die eine Stunde entfernt war, gefahren. Ich hatte den Tag zuvor für das Ehepaar, das mich zum Reiten eingeladen hatte, Plätzchen gebacken und freute mich sehr darauf zu reiten. Das Pferd heißt Que und hat nur ein Auge, es war ein besonders liebes und gutmütiges Rodeopferd. Es war ein unglaublich schönes Gefühl zu reiten aufgrund des Ausblicks und der Landschaft. Man könnte sagen die Farm war "in the middle of nowhere". Und gerade dies hat mir außerordentlich gut gefallen. Außerdem bin ich ein großer Fan von der australischen Serie "Mc Leods Daughters". Die Serie spielt auf einer Farm in der Nähe von Adelaide und erzählt von Frauen, die nicht nur mit die Farm Arbeit zu kämpfen haben, sondern auch mit der Liebe und anderen Problemen. Als ich an diesem Morgen auf Que ritt und die wunderschöne Landschaft genoß, fühlte ich mich wie eine echte Mc Leods Tochter.
Am nächsten Tag musste ich von Port Lincoln zurück nach Adelaide fliegen und war sehr traurig, dass ich die Farm und die liebgewonnenen Menschen verlassen musste.

Für mich war der dreimonatige Aufenthalt genau richtig. Ich habe das Land, die Sprache und die Menschen besser kennen gelernt und würde es jedem empfehlen, der nicht ganz so lange auf Deutschland, Freunde und Familie verzichten möchte. Denn man lernt auch in kürzester Zeit Menschen, Land und Sprache kennen. Und meine Gastfamilie hat mir schon versprochen mich zu besuchen, spätestens bei meiner Hochzeit.

Jennifer Herrmann

Adelaide High School, Adelaide, South Australia, Australien

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Adelaide high school
Am meer
Weihnachten in australien
Schuluniform
Adelaide high school
Reiten auf der farm
 
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