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Selina M. berichtet aus Sunshine Coast (Australien)

Mein Australien Abenteuer

Monatelang habe ich darauf gewartet, Tag für Tag gezählt. Als es dann endlich so weit war, und ich mit meiner Familie zum Flughafen gefahren bin, war ich überglücklich und wahnsinnig aufgeregt. Nach der emotionalen Verabschiedung ging es von Nürnberg nach Frankfurt, wo ich auf andere iSt-Mitreisende und unsere Begleitperson getroffen bin. Dann ging es weiter nach Singapur, wo wir die anderen Schüler von Singapur Experience getroffen haben und anschließend saß ich endlich im Flieger nach Brisbane. Dort angekommen, müde und KO, mussten wir erst einmal 2 Stunden am Zoll anstehen bis wir überhaupt zu unseren Koffern konnten. In der Empfangshalle trafen wir dann Simon, der uns zu unseren Gastfamilien an die Sunshine Coast (ca. 1,5-2 Stunden Fahrt) bringen sollte. Ich war die letzte die abgesetzt wurde und als ich aus dem Auto stieg und meinen Koffer nahm, kam meine Gastmum raus und gab mir eine herzliche Umarmung. Im Haus hat sie mir erst einmal mein Zimmer und den Rest des Hauses gezeigt. Mein Gastdad war noch in der Arbeit und meine 2-jährige Gastschwester hat Mittagsschlaf gehalten, aber dafür waren meine „Gast-Großeltern“ da, die mich genau so herzlich und liebevoll empfangen haben. Ich hatte gerade noch Zeit den Salat-Avocado Sandwich zu essen, den mir meine Gastmum vorbereitet hatte und mich zu duschen bevor mein Gastdad kam und mit mir zur Schule, der Sunshine Beach State High School, fuhr, wo ich ein Treffen mit unserem „International Coordinator“ Mr. Boc hatte. Auch in der Schule wurde ich total herzlich empfangen und willkommen geheißen. Ich bekam meinen Stundenplan, der sich aus meinen gewählten Fächern Hospitality (Kochen), Recreation (Sport), Arts und Marine Science (Meeresbiologie) und meinen Pflichtfächern Mathe und Englisch zusammensetzte. Danach hab ich noch meine Schuluniform gekauft und auf dem Heimweg ist mein Hostdad mit mir noch eine SIM-Karte für mein Handy und eine Go-Card (Buskarte) kaufen gegangen.

Die ersten Tage bin ich morgens immer gegen 3 Uhr aufgewacht, aber mein Jetlag hat sich relativ schnell eingependelt. Auch Heimweh hatte ich die erste Woche, aber je länger ich dort war, desto mehr habe ich Australien als mein jetziges zu Hause akzeptiert und wollte auch schon bald gar nicht mehr weg.

Am ersten Schultag hat mich meine Gastmum in die Schule gefahren und wir hatten erst einmal ein international meeting, wo uns alles gezeigt wurde und auch die Regeln erklärt wurden, die es zu beachten gab.

Die nächsten Wochen besuchte ich die High School wie eine australische Schülerin. Um 10 nach 7 ging es morgens mit dem Schulbus los, dann hatten wir meistens noch 20-30 Minuten bis um 8:40 Uhr der Unterricht angefangen hat, in denen man noch mit Freunden chillen konnte oder sein Mittagessen in der Canteen vorbestellen konnte. Nach einer Doppelstunde Cricket in Recreation hatten wir Roll Class, wo unsere Anwesenheit überprüft wurde, und uns die „latest news“ mitgeteilt wurden, was gefundene Federmäppchen, angebotene Praktika oder besondere Schulevents beinhaltete. Das dauerte insgesamt nur 10 Minuten und darauf folgte unsere 20 minütige Pause, Morning Tea. Darauf folgten 3 weitere Unterrichts Stunden und dann Schulende um 13:40 Uhr. Ich hatte Glück, weil in dem Term wo ich da war viel angeboten wurde, das heißt wir sind in Marine jeden Montag 2 Stunden in das  Aquatic Center neben an zum Schnorcheln gegangen und in Recreation jeden Mittwoch Morgen die ersten 2 Stunden in Noosa Bowls Club zum Lawn Bowls spielen gegangen, einer Art Bodja, und ein national Sport unter den australischen Rentnern. Aber es war immer sehr lustig und ich habe auch schnell in der Schule Freunde gefunden.

Die Aussies sind wirklich sehr offen und herzlich und lieben es, sich mit Internationals auszutauschen und ihre Kultur mitzukriegen.
Nach der Schule bin ich meistens mit den anderen Internationals mit dem Schulbus an den Strand gefahren, wo wir Mittag gegessen haben und uns anschließend einen schönen Strandtag  gemacht haben. Eis essen stand auf dem täglichen Programm so wie Sonnen, Smoothies schlürfen und Surfen. Ich habe mir, da ich schon vor meinem Aufenthalt surfen konnte, bereits in der zweiten Woche ein gebrauchtes Board gekauft, was ich morgens im Schulbus mit in die Schule genommen hab, dann dort in Mr. Bocs Büro abstellen durfte und nach der Schule direkt mit zum Strand genommen habe. Selten nur bin ich nach dem Unterricht direkt nach Hause. Bei schlechtem Wetter sind wir ins Kino oder in eine Shopping Mall gegangen, uns war nie langweilig. Von der Schule haben wir auch einen Laptop bekommen, auf dem wir alles schreiben und abspeichern konnten wenn wir wollten, haben also nicht zwangsläufig Hefte gebraucht. Außerdem hatten wir unsere Bücher alle darauf gespeichert, was sehr praktisch und rückenfreundlich war.

Nach circa der Hälfte der Zeit zog noch eine Freundin von mir für ca. 3 Wochen bei uns ein, weil ihre Gastfamilie total komisch war und sie unbedingt wechseln wollte und meine Gastmum hat ihr angeboten zu uns zu kommen. Wir waren die perfekten Schwestern und es hat so viel Spaß gemacht mit ihr. Morgens sind wir gemeinsam aufgestanden und haben unsere, von meiner Gastmum gemachten Sandwiches, in Frischhaltefolie gepackt und mit unserem Namen und einem „Have a nice day xxx“ beschrieben, aus dem Kühlschrank geholt und sind mit dem Bus zur Schule gefahren. Nach dem Strand sind wir gemeinsam Heim gefahren, wo unsere Gastmum und unsere kleine Schwester auf uns gewartet haben, haben ihnen von unserem Tag erzählt, gemeinsam gekocht und manchmal noch einen Film geschaut. Jeden Dienstag war Pizza Tag, die wir selbst gebacken haben und manchmal haben meine Gastschwester und ich auch etwas Deutsches für unsere Eltern gekocht. Danach haben wir gerne in unserem Fernseh-Zimmer mit Leinwand Filme geschaut oder sind nochmal nachts in den Pool gesprungen. Es war eine wunderschöne Zeit und wir waren eine perfekte Familie!

Alltagssprache war natürlich Englisch, ob unter uns internationals oder in unserer Gastfamilie. Es gab sprachlich wirklich gar keine Probleme und man hat sich so schnell daran gewöhnt. Spätestens nach zwei Wochen denkt, träumt und spricht man nur noch English.

Am Wochenende sind wir manchmal nach Brisbane mit dem Zug gefahren oder an die Gold Coast, wo ich bei Verwandten wohnen konnte. Ein mega Event war auch, als wir, Internationals (Brasilianer, Deutsche und Italiener) und Aussies uns ein BBQ Boat gemietet haben für einen Tag und damit auf dem Noosa River rumgefahren sind. Auf dem Boot gab es eine Musikanlage und einen Grill und das war echt eines der coolsten Erlebnisse überhaupt. Wir hatten Spaß, sind ins Wasser gesprungen, haben an Inseln geankert und haben lauthals australische Lieder gesungen. Ja, wir hatten die Zeit unseres Lebens, und ich werde sie nie vergessen.

Diese Zeit hat mich so viel gelehrt, Selbstständigkeit, Offenheit, Spontanität, Einteilung und so viel mehr und sie wird immer ein Teil von mir sein. Ich habe die besten Freunde der Welt für mich kennen gelernt und Dinge getan die ich schon immer einmal machen wollte, wie mit meiner Gastfamilie einen Ausflug in den Regenwald zu machen und mit meiner Gastschwester im Regen unter einem Wasserfall zu baden. Ich habe viel dafür gezahlt, Schule versäumt, aber im Nachhinein bereue ich es kein bisschen! Es war jeden Cent wert, jede versäumte Schulaufgabe, jedes verpasste Event in Deutschland. Ich würde es nie rückgängig machen wollen! Und wenn du jetzt noch darüber nachdenkst ob du diesen Schritt wagen sollst oder nicht, denk nicht länger nach, tu es einfach, ich versprech dir, du wirst es nicht bereuen!

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Das Haus meiner Gastfamilie
Haus meiner Gastfamilie mit Pool
Reinigung des Pools bei meiner Gastfamilie
Blick aufs Meer
Brisbane
Gastschwester mit mir am Sunrise Beach
 
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