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Celine H. berichtet aus Sunshine Coast/Maroochydore State High School (Australien)

Am 04.07. hieß es für mich "Goodbye Deutschland" und "Hello Australia" für ganze 6 Monate...
Ich freute mich schon sehr auf den Flug, aber um ehrlich zu sein, wirklich aufgeregt war ich nicht. Da war meine Mum wirklich viel schlimmer. Man konnte meinen sie würde gehen, nicht ich. Die Hinfahrt zum Flughafen war sehr emotional aber auch ziemlich lustig.
Wir trafen uns alle um 14:30 und von dort aus ging es dann weiter zum Flughafen nach Frankfurt.
6 meiner Freunde durften mich dorthin begleiten. Wir fuhren mit 2 Autos, das hieß für mich eine Stunde im einen, die andere Stunde im anderen Auto mitzufahren.
Die erste Stunde fuhr ich im Auto mit meinem Dad, Michelle, Pia und Jonas.
Ich würde diese Fahrt als die eher "emotionalere Fahrt" beschreiben, weil wir fast nur geweint haben. Die andere Fahrt mit meiner Mum, meiner Schwester Chantal, Sascha, Celine W., Amina und Janine, war wohl eher die "lustigere Fahrt". Am Frankfurter Flughafen angekommen, irrten wir eine ganze Weile herum, bis wir schließlich ins Parkhaus gefunden hatten. Beim Check-in traf ich Antonia, die ich beim Vorbereitungscamp kennengelernt hatte, um gemeinsam mit ihr einzuchecken.
Danach blieb meiner Familie, meinen Freunden und mir nur noch eine Stunde bis es auch schon los ging. Dann kam auch schon der Aufruf von iSt, dass wir uns schon zu dem Sicherheitsbereich begeben sollten. iSt ist die Organisation, mit der ich diese Sprachreise antrat und die mithalf, meinen Traum "Australien" zu verwirklichen. Als die Anderen, die mit mir flogen, sich dann auf den Weg Richtung Flugzeug machten, fingen alle meine Freunde und die Familie an zu heulen. Das war wohl der schlimmste Moment für mich. Wir gingen zu siebt, Arm in Arm der Menge hinterher. Jeder von ihnen gab mir noch ein kleines Geschenk von sich mit, ich umarmte nochmal alle und sagte ihnen dass ich sie lieb habe. Ich lief Antonia entgegen, nahm sie in den Arm und wir gingen auf den Sicherheitsbereich zu. Als wir dann durch diese liefen, sagte ich zu Antonia, dass ich mich nochmal umdrehen müsste, sonst würden mir meine Eltern hinterher rennen (das hatten sie mir tatsächlich "angedroht"...) Also drehte ich mich nochmal um und musste wieder anfangen zu weinen, als ich sah, wie sie da alle so traurig standen, obwohl ich mich so sehr auf meine Zeit in Australien freute. Bis wir um die Ecke bogen und ich sie das letzte Mal sah, für ein ganzes halbes Jahr...

Der erste Flug ging um 22:00 von Frankfurt nach Singapur mit Singapore Airlines.
Das Erste was man in dem Flugzeug machen musste, war, seine Hände mit einem heißen Tuch zu reinigen, und mit heiß meine ich kochend heiß...
Decken und Kissen lagen bereits auf den Sitzen und Kopfhörer bekam man später dann auch.
Das Essen in dem Flugzeug war echt mega lecker. Ich habe Fisch gegessen, war erst sehr skeptisch, aber der war echt super gut. Die ganze Zeit hat man irgendetwas bekommen.
Das Flugzeug an sich war echt unglaublich. In den Sitzen waren Fernseher, bei denen du dir Filme aussuchen konntest, Musik hören konntest, ja sogar Spiele konnte man spielen.
Der Flug an sich selbst war nicht so toll. Eine Menge Turbulenzen und wirklich viel Platz war da auch nicht. Ich habe kaum geschlafen...

Nach 13 Stunden Flug kamen wir dann, schon jetzt ziemlich erschöpft, in Singapur an.
Das ist wohl mit Abstand der größte und schönste Flughafen, den ich je gesehen habe. Wir hatten 5 Stunden Aufenthalt und flogen dann mit den Schülern weiter, die die „Singapur Experience Tour“  von 4 Tagen mitgemacht hatten, weiter nach Australien, auch wieder mit Singapore Airlines. Bei diesem Flug konnte ich eindeutig besser schlafen.
Ich hatte viel mehr Platz und lehnte meinen Kopf auf den Tisch vor mir, was wohl, bedingt durch meine extreme Müdigkeit, echt bequem war. Erst als ich nach 8 weiteren Stunden Flug aus dem Fenster schaute und das erste Mal dieses wunderschöne, riesengroße Land sah, realisierte ich langsam, dass ich nun tatsächlich am anderen Ende der Welt, weit weg von meiner Familie und meinen Freunden war.

Bei einem traumhaften Sonnenaufgang landeten wir in Brisbane/Queensland und ich kann nur sagen, dass es eines der schönsten Dinge war, die ich gesehen habe und wohl auch je sehen werde...
In Australien angekommen, hatten wir alle denselben Gedanken, "hoffentlich sind meine Koffer da". Denn wir hatten alle nach 2 Tagen Flug nicht wirklich Lust darauf unseren Koffer finden zu lassen und nochmals wer weiß wie viele Stunden warten zu müssen. Aber alle hatten Glück, jeder Koffer ist heile angekommen.
Mit einem Bus wurden wir zu unseren Schulen gefahren, wo wir dann auf unsere Gastfamilien trafen. Davor bekamen wir noch ein dickes grünes Buch mit Informationen über unsere Schule etc.
Als wir an der Schule ankamen, empfing mich meine Gastfamilie herzlich und wir fuhren zu ihnen nach Hause, das nun auch mein zu Hause für 6 Monate sein sollte...
Sie versuchten mich den ganzen Tag wach zu halten, damit ich einen normalen
Schlaf-Wach-Rhythmus bekam, doch um 17:17 Uhr konnte ich nicht mehr und schlief sehr fest ein.
Den nächsten Morgen stand ich um 8:19 Uhr auf, nach ganzen 15 Stunden Schlaf am Stück.
Im ersten Moment war es echt hart festzustellen, nicht in seinem eigenen Bett aufzuwachen, sondern in einem Bett am anderen Ende der Welt...
Ich lebte mit meiner Hostmum Bridgette, meiner 14-jährigen Gastschwester Nikki und meiner 10 Jahre alten Gastschwester Maddy zusammen. Sie sind super nett zu mir gewesen und sie haben mich sofort sehr herzlich und als volles Mitglied in ihre Familie aufgenommen.
An dieser Stelle möchte ich jetzt auch meinen Dank an iSt, ganz besonders an Frau Fritz, die die werdenden "Neu-Aussies" betreut, sowie an die australische Partnerorganisation hier vor Ort loswerden. Es ist alles super gelaufen. Vielen, vielen Dank für Alles!!!

Das Haus meiner Gastfamilie lag ca. 8 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt und meine Schule, die Maroochydore State High School, ca. 5 Minuten zu Fuß.
Der erste Schultag war sehr aufregend. Wir bekamen unsere Schuluniform und einen 'Buddy' zugeteilt, der uns half, die Räume zu finden und unsere Fragen zu beantworten.
Der Unterricht in Australien ist wirklich ganz anders als in Deutschland.
Die Lehrer sind viel relaxter und der Unterricht ebenfalls.
Hier bekommt jeder Hilfe, aber nur der, der sie auch wirklich haben möchte. Der Respekt zwischen Lehrern und Schülern wird hier sehr groß geschrieben. Die Schulfächer sind nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Natürlich habe ich hier auch Mathematik und Englisch gehabt, aber auch so Fächer wie z. Bsp. Media Studies (Film, TV, Fotografie), Marine Studies ( Meeresbiologie - da macht man sogar seinen Bootsführerschein), Fashion & Design (eigene Kleidung entwerfen und anfertigen), Tourism (alles um Reisen etc. - Ausflüge werden in diesem Fach regelmäßig gemacht), Recht (für alle die, die mal Jura studieren wollen), Tennis, Surfen (mein absolutes Lieblingsfach)
Und das ist nur ein Auszug von vielen...

Die Australier sind alle sehr höflich und akzeptieren dich so wie du bist.
Hier wirst du nicht für dein Aussehen verurteilt, hier sind sie einfach alle viel lockerer, nicht so stur wie in Deutschland. Hier laufen viele zum Beispiel mit kurzer Hose, kniehohen Socken und Flip Flops rum. Keiner guckt doof oder lacht...
Die Australier lieben Sport, sind aber faul was das 'Sprechen' angeht. Sie kürzen zum Beispiel Surfer zu Surfi, Breakfast zu Breaki, Football zu Footi oder Good day zu G'day ab.
Ich war das erste Mal im Winter im Meer schwimmen, bei 20 Grad, was ein Winter!
Das Frühjahr bzw. der Sommer in Australien war wirklich sehr heiß, aber im Meer auf dem Surfboard war es seeeehr gut "auszuhalten. Dieses Gefühl, eine Welle zu reiten... unglaublich... bis man hinfällt!

Ich habe in den 6 Monaten wirklich eine Menge erlebt und hatte das Glück, eine Menge dieses wunderbaren Landes sehen zu dürfen. Ich war z. Bsp. für ein paar Tage mit meiner Gastfamilie in 'Noosa Heads' campen. Dort habe ich das erste Mal ein Kangaroo und ihr Joey (Baby) gestreichelt.
Weiter ging's mit dem Rugbyspiel in Brisbane...Natürlich waren wir für die Broncos. Let's go Broncos, Let's go! Dann war ich mit meiner Gastfamilie für ein paar Tage an der Gold Coast. Die Gold Coast hat unglaublich viele große Gebäude und ist sehr touristisch. Wirklich sehr schön und lohnenswert zu sehen. Für mich wäre es allerdings nichts gewesen, meinen Auslandsaufenthalt dort zu verbringen. Ich liebte die Ruhe der Sunshine Coast. Natürlich waren wir auch in Surfers Paradise, was wirklich unglaublich schön war. Wir schauten den Surfern beim Wellenreiten zu und verbrachten einen wunderschönen Tag am Strand. Am nächsten Morgen ging es weiter zu Movie World. Dort verbrachten wir ein paar Stunden und anschließend waren wir in einem Wasserrutschenpark. Am nächsten Morgen haben wir uns den Sonnenaufgang angeschaut. Dann ging es weiter nach SeaWorld. Ich habe den Mount Coolum bestiegen, ich war für ein paar Tage in Sydney, mehrere Tage zum Schnorcheln am Great Barrier Reef, auf Fraser Island, zum 'Whale watching', im Australia Zoo. Ich habe einen wunderschönen und unvergesslichen 16. Geburtstag in Australien erleben dürfen. Mit BBQ und Überraschungsparty mit all meinen internationalen und australischen Freunden an einem traumhaft schönen Strand der Sunshine Coast. Nicht zu vergessen war meine 2-wöchige Outbacktour während der australischen Ferien, die in Alice Springs begann und in Darwin endete. Der Uluru war hier nur eine Attraktion von vielen atemberaubenden Sehenswürdigkeiten. All das ist auch nur ein Auszug von all den vielen, tollen Erlebnissen, die ich während dieser Zeit machen durfte und für die ich so dankbar bin.

Nun bin ich schon seit knapp 5 Monaten wieder in Deutschland und kann euch allen nur mit auf den Weg geben, genießt diese wahnsinnig schöne Zeit in vollen Zügen, nehmt alles mit was ihr könnt, denn es geht viel zu schnell vorbei. Ich bin dankbar für jede Erfahrung, die ich dort machen durfte und ich bin mir sicher, dass es mich für den Rest meines Lebens prägen wird.

Natürlich halte ich auch weiterhin den Kontakt zu meinen neu gewonnenen Freunden, sei es zu den Internationals oder auch zu meinen australischen Freunden, wie natürlich auch zu meiner Gastfamilie. Meine Hostmum schickte mir vor ein paar Tagen einen Brief, indem stand: "Ich vermisse dich und werde für immer deine australische Mama bleiben"... Ist das nicht wundervoll?

Eins ist auf jeden Fall sicher, dieses Land habe ich nicht das letzte Mal gesehen. Ein Teil meines Herzens ist dort und wird wohl auch für immer dort bleiben.


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