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Thekla Truebenbach berichtet aus Hervey Bay (Australien)

Im April begann für mich mein Abenteuer Australien. Nach dem Abschied von meiner Familie und Freunden am Flughafen, der für die anderen trauriger und tränenreicher als für mich selbst war, stieg ich aufgeregt und frohen Mutes ins Flugzeug. Da ich schon einige Leute von dem Vorbereitungsseminar kannte, war alles auch viel einfacher. Außerdem verging die Wartezeit auf dem Flughafen in Singapur viel schneller dadurch, dass wir uns in einen Schnellimbiss setzten und uns voller Vorfreude über die uns bevorstehenden 6 Monate unterhielten.

Für meinen Auslandsaufenthalt hatte ich mich für die Kleinstadt Hervey Bay an der Ostküste Australiens entschieden, die ca. 4 Autostunden nördlich von Brisbane gelegen ist. Während meiner Zeit dort besuchte ich die Privatschule Fraser Coast Anglican College (FCAC). FCAC ist eine sehr neue Schule, sie wurde erst im Jahre 1995 gegründet. Außerdem ist sie relativ klein: Sie hat nur 800 Schüler von Vorschule bis Year 12. Die Ausstattung ist sehr modern, Schüler in den Jahrgängen 10 und 11 arbeiten alle mit Laptops. Das Gelände der Schule ist, verglichen zu anderen Privatschulen in Australien, ziemlich übersichtlich, was durchaus von Vorteil ist, vor allem wenn man neu ist. Die Schule ist umgeben von Buschland, was auch dazu führt dass in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag die Kängurus vor den Klassenzimmern rumhüpfen. Außerdem gibt es eine gute Musikabteilung mit einem Orchester, in dem ich auch spielte, da ich meine Geige mit nach Australien genommen hatte. Die Schule hat eine ausgezeichnete International Betreuung, was sehr hilfreich ist wenn man Probleme irgendwelcher Art hat. Ich bin sehr froh, dass ich mich für FCAC als meine Schule entschieden habe und war sehr zufrieden mit allem dort.

An meinem zweiten Tag in der neuen Heimat ging ich in die Schule, um meine Uniform anzuprobieren. An das Tragen einer Uniform muss man sich natürlich schon erst einmal gewöhnen, vor allem an den typisch australischen Hut, genannt Akubra, den man immer, wenn man sich im Freien bewegte, aufsetzen musste. Außerdem erhielt ich an diesem Tag, an dem für die anderen noch Ferien waren, eine Führung durch die Schule. Ich bekam schon mal einen ersten Eindruck von dem Gelände und lernte gleich die Koordinatorin des International Departments kennen. Am nächsten Tag ging dann für mich die Schule los. Natürlich hatte ich, trotz der Führung die ich am Vortag bekommen hatte, keine Ahnung, wo die Räume in denen ich Unterricht hatte, lagen und wo ich genau hinmusste. Aber zum Glück hatte ich einen „Buddy“ zugeteilt bekommen, der dafür zuständig war, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und auch die anderen Australier waren sehr hilfsbereit. Es ist wichtig, dass man bei Fragen wirklich auch auf die Leute zugeht und um Hilfe bittet; mir wurde immer gerne alles gezeigt. Außerdem war das auch eine gute Möglichkeit, mit den Mitschülern ins Gespräch zu kommen und sie kennenzulernen. Generell waren alle in meinem Jahrgang sehr offen und kamen auch interessiert auf mich zu. Bevor ich nach Australien aufgebrochen war, hatte ich mir echt Sorgen darum gemacht, keine Freunde zu finden, doch das war wirklich kein Problem. Schon nach ein paar Tagen hatte ich unheimlich nette Menschen kennengelernt, die dann im Laufe der Zeit zu guten Freunden wurden.

In der Schule lief alles super, auch im Unterricht kam ich gut mit, auch wenn ich die Schule nicht allzu ernst nahm. Ich freute mich jeden Morgen auf einen neuen Tag. Doch im Laufe der ersten Wochen fingen die Probleme mit meiner Gastfamilie an. Ich hatte eine Gastschwester, die in meinem Jahrgang war, dort aber nicht sehr integriert war und keine wirklichen Freunde hatte. Es wurde schnell klar, dass auch die Beziehung zwischen ihr und mir keine gute war. Wir verfolgten nicht dieselben Interessen und ich glaube es ist auch generell nicht immer einfach, mit einem Mädchen im selben Alter zusammenzuwohnen, das sehr unterschiedlich zu einem selbst ist. Außerdem fühlte ich mich in der Familie nicht wohl, da es kein wirkliches Familienleben gab.

Nach 3 Monaten dort wagte ich dann endlich den entscheidenden Schritt, die Gastfamilie zu wechseln. Das war nicht sehr einfach für mich, aber es war die beste Entscheidung. Nach 5 Tagen wurde ich dann in der neuen Familie aufgenommen, der besten Gastfamilie die man sich vorstellen kann. Ich kam sehr gut mit meinen Gastgeschwistern, dem Bruder, der 16 Jahre alt und in meinem Jahrgang war und der 21-jährigen Schwester, klar. Meine Gasteltern waren großartig. Ich hatte noch nie zuvor so nette und herzliche Menschen getroffen. Ich hatte ein großes Zimmer, mein eigenes Bad und das alles auf einer eigenen Etage. Außerdem wurde ich überall hingefahren, wenn ich mich mit Freunden treffen wollte. Die Familie war zudem sehr gastfreundlich, so dass ich immer auch Freunde zu mir nach Hause einladen konnte. Das Familienleben war toll und wir haben viel zusammen unternommen.

Nach dem Wechsel der Gastfamilie ging der beste Teil meiner Zeit in Australien erst richtig los. Wir hatten 2 Schulcamps, ein sogenanntes Marinecamp und das Year 11- Camp. Das Marinecamp fand auf einer einsame Insel im Great Barrier Reef ohne Strom, fließendes Wasser und nur mit „Plumpsklos“ statt. Häuser gab es schon mal gar nicht dort. Wir waren also quasi ausgeschlossen von der Zivilisation. Das Tagesprogramm bestand aus Riffwanderungen, schnorcheln oder tauchen und abends beobachteten wir den wunderschönen Sternenhimmel. Noch nie in meinem Leben hatte ich ein so unglaublich tolles Naturereignis gesehen. Das Year 11- Camp war mit meinem gesamten Jahrgang bei dem wir mit großen Rucksäcken und unserem Zelt auf dem Rücken mehrere Tage durch die Regenwälder der Gold Coast wanderten und am Ende in Surfer’s Paradise eine Surfstunde bekamen.

Zu dieser Zeit bemerkte ich, dass ich gerade wirklich die beste Zeit meines Lebens verbringe und ich entschied mich, meinen Aufenthalt um weitere 3 Monate zu verlängern. Das war die beste Entscheidung überhaupt. So konnte ich die ersten drei Monate, die in Bezug auf die Familie nicht so optimal gelaufen waren, quasi noch hinten dranhängen. Ich hatte also noch weitere 3 Monate die Zeit, mein Leben in Australien voll zu genießen.

Als es dann soweit war, Abschied zu nehmen und mein Leben in Australien hinter mir zu lassen, war das für mich sehr schwer. Nach neun großartigen Monaten hatte ich mich so an Australien gewöhnt und hatte es als mein zu Hause angesehen. Umso schwerer war es da natürlich, mich von allen zu verabschieden. Doch der Gedanke, dass Australien ja nicht aus der Welt ist und ich immer zurückkehren kann, machte wenigstens ein ganz kleines bisschen Mut. Vor allem die erste Zeit hier zurück in Deutschland war für mich sehr schwer und nachdem ich meine Familie hier begrüßt hatte, wollte ich am liebsten gleich wieder zurück „nach Hause“. Aber mit der Zeit wurde auch das besser, auch wenn ich jeden einzelnen Tag an meine genialen Monate in Australien denke und ich es immer noch unglaublich vermisse. Doch die Erfahrungen die ich dort gesammelt habe, sind Erinnerungen fürs Leben und das kann mir niemand nehmen.

Allen, die überlegen, einen High School Aufenthalt in Australien zu absolvieren, kann ich nur dazu ermuntern, dies auch zu tun und sich nicht von Gedanken, dass es einem nicht gefallen könnte, dass man keine Freunde findet und dass das mit der fremden Sprache zu schwer werden könnte etc. nicht entmutigen zu lassen. Natürlich habe ich mir auch solche Gedanken gemacht, keine von diesen Sorgen hat sich aber bewahrheitet. Ich hatte in Australien die beste Zeit meines Lebens und bin unheimlich froh und dankbar, dass ich die Chance geboten bekommen habe, an diesem Programm teilzunehmen.

Ich werde meine Zeit in Australien nie, nie vergessen und all die wundervollen Momente die ich erlebt habe, die tollen Menschen die ich kennengelernt habe und all die Erfahrungen werden für immer in meinem Herzen bleiben.

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Oper Sydney
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Fraser Chapel
 
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