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Ann-Kristin Knörr berichtet aus Sunshine Coast (Australien)

Am 8.Juli hieß es für mich Abschied nehmen von meinen Freunden und meiner Familie, um für drei Monate ins weit entfernte Australien zu reisen um dort an einem High School Aufenthalt teilzunehmen. Als ich am Flughafen in Frankfurt auf meinen Abflug wartete, war ich unheimlich nervös, aber gleichzeitig auch sehr gespannt, wie es mir „Down Under“ wohl ergehen würde. Nach einem 22-stündigen Flug mit Zwischenstopp in Singapur kam ich endlich am Zielflughafen Brisbane an. Mein erster Gedanke war: „Jetzt bist du wirklich in Australien“.

In der Empfangshalle wurde ich von meinem guidance councillor abgeholt, welcher mich auch sogleich darauf hinwies, dass meine Gastfamilie noch im Urlaub sei und ich für ungefähr eine Woche bei einer anderen verweilen würde. Das war zunächst ein etwas komisches Gefühl, dass meine Gastfamilie noch nicht zu Hause war, obwohl sie ja wussten, dass ich zu dieser Zeit ankommen würde. Anhand dieser Tatsache macht sich einfach die andere Mentalität deutlich. Die Australier sehen alles einfach viel lockerer als wir Deutschen.

Meine „Ersatzgastfamilie“ bestand nur aus einer Mutter und ihrer Tochter, die mich beide offenherzig und freundlich empfingen. Bei ihnen waren für diese Woche noch eine Deutsche, zwei Brasilianerinnen und eine Italienerin untergebracht, mit denen ich mich sehr gut verstand. Christene, die Gastmutter, setzte alles daran uns möglichst viel von ihrer Gegend, die übrigens Noosa hieß, zu zeigen.

Nach einer Woche wurde ich schließlich von meiner richtigen Gastfamilie (Mutter, zwei Mädchen im Alter von 9 und 11) abgeholt. Auf der einen Seite war ich gespannt auf die neue Umgebung, jedoch fiel es mir auch schwer Abschied zu nehmen, da ich mich eigentlich schon gut in den anderen Haushalt integriert hatte.

Nichtsdestotrotz war meine „neue“ Gastfamilie überaus zuvorkommend. Meine Gastmutter kochte jeden Abend Dinner und kümmerte sich um meine Wünsche und Bedürfnisse. Wir hatten viele lustige Stunden zusammen und besuchten auch einen Freizeitpark an der Goldcoast mit ihrem Lebensgefährten, der aus Perth angereist war.

Nach einer Woche „Ferien“ in Australien begann die Schule. An meinem ersten Schultag erhielten die International Students (etwa 50 an der Zahl) ihre Schuluniformen und wählten ihre Fächer. Ich belegte Maths B, Marine Studies, Recreation, English, Chemistry und Physics. Der Unterricht begann immer um 8:05 Uhr und endete um 1:30 Uhr. Das australische Unterrichtskonzept ist anders als in Deutschland. Es ist viel praxisorientierter und das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist lockerer, eigentlich fast freundschaftlich.

An der Schule traf ich meine Bekanntschaften aus der ersten Gastfamilie wieder, was mir den Einstieg deutlich erleichterte. Nach und nach knüpften wir neue Freundschaften, wenn auch vorwiegend mit den International Students. Das war eigentlich ein Nachteil, denn ungefähr 60 Prozent der Austauschschüler waren Deutsche. Folglich ist es naheliegend, dass man sich zuerst mit gleichsprachigen Leuten anfreundet. Jedoch lernten wir dann schließlich auch die Australier besser kennen, die auch Interesse an den „Neuen“ fanden. In meiner Freizeit unternahm ich viel in der Gegend, z.B. ging ich zum Strand, traf mich mit Freunden oder besuchte Parties.

Ich reiste auch nach Fraser Island mit einigen Freunden. Fraser Island ist eine Sandinsel, mit tollen Seen, eindrucksvollen Wäldern und exotischen Tierarten. Wir zelteten am Strand, was wirklich toll war, denn am Morgen konnte man den Sonnenaufgang beobachten. Ein weiteres Ereignis war das „Sanddünensurfen“ mit Bodyboards. Man kann es sich ungefähr wie Schlittenfahren vorstellen.

Einige Wochen später unternahmen wir noch eine Reise nach Sydney. Wir sahen die Harbour Bridge, Bondi Beach, Manly Beach und natürlich das weltberühmte Opera House. Dort hatten eine Freundin und ich das Glück, von einem älteren Ehepaar Eintrittskarten für eine Vorstellung dort zu bekommen, welche wir mit Begeisterung entgegennahmen. Ich hätte mir sehr gerne noch das Great Barrier Reef oder das Outback angesehen, nur dazu war die Zeit einfach zu kurz.

So langsam nahte die Zeit der Abreise. In meiner letzten Woche versuchte ich noch möglichst viel Zeit mit allen zu verbringen und möglichst alle Andenken und Geschenke für zu Hause zu besorgen. Am 26. September war es dann soweit. Ich flog zurück nach Deutschland, wo ich schließlich am Flughafen von meiner Familie und einer Freundin in Empfang genommen wurde. Trotz des Trennungsschmerzes von Australien, war ich sehr froh, wieder zu Hause zu sein.

Alles in allem kann ich sagen, dass Australien mein Leben wirklich bereichert hat, da ich einfach selbstständiger und möglicherweise auch offener für neue Dinge geworden bin. Des weiteren habe ich viele neue Leute kennen gelernt und vor allem meine mündlichen Englischkenntnisse um einiges verbessert.

Ann-Kristin Knörr

Sunshine Beach State High School, Sunshine Coast, Queensland

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